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Fußball WM 2014: So schön ist das Gastgeberland Brasilien

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Streifzug durch Brasilien  

So schön ist das Gastgeberland der WM 2014

28.04.2014, 14:43 Uhr | Brigitte von Imhof, srt

Fußball WM 2014: So schön ist das Gastgeberland Brasilien. Die Strände Rios - hier die Copacabana - sind sicher eine der Attraktionen Brasiliens. (Quelle: Reuters)

Die Strände Rios - hier die Copacabana - sind sicher eine der Attraktionen Brasiliens. (Quelle: Reuters)

Wer das Glück hat, bei der Fußball WM 2014 im kommenden Jahr live dabei zu sein, darf sich auf elektrisierende Metropolen, weite Naturlandschaften und prickelnde Lebensfreude freuen. Einen Vorgeschmack gibt unser kleiner Streifzug durch das Gastgeberland der Weltmeisterschaft. Sehen Sie das wundervolle Land auch in unserer Foto-Show.

"Hier hat die Natur in einer einmaligen Laune von Verschwendung alles auf einen Raum gedrückt, was sie sonst auf mehrere Länder verteilt", stellte schon vor über 70 Jahren der österreichische Literat Stefan Zweig in seinem Buch "Brasilien, ein Land der Zukunft" fest. In der Tat, Brasilien ist 24 mal so groß wie Deutschland, hat 8000 Kilometer Küste, den größten Strom und den größten Regenwald der Erde, 192 Millionen Einwohner mit einer Vielfalt von Hautfarben, Kulturen und Herkunft. Was den Besucher aber noch viel mehr in den Bann schlägt als Zahlen und Superlative, sind die prickelnde Atmosphäre, die einen vom ersten Moment an betört, und die Herzlichkeit der Gastgeber.

Rio: Strände und Lebensfreude

Die Hochburg brasilianischer Lebensfreude ist Rio de Janeiro, die Fünf-Millionen-Einwohner-Stadt im Südosten des Landes. Angesichts der spektakulären Urwald-, Gebirgs- und Küstenlandschaft, kommt man aus dem Seufzen gar nicht mehr heraus. Bei einer Fahrt auf den Corcovado, wo der steinerne Christus seine Arme über der Stadt ausbreitet, bleibt selbst abgebrühten Panorama-Profis die Luft weg. Geradeaus die Botafogo-Bucht und der Zuckerhut, linkerhand das Zentrum und die 14 Kilometer lange Brücke nach Niteroi, rechterhand die weltberühmten Strände von Copacabana und Ipanema mit den dazugehörigen todschicken Stadtvierteln. Überhaupt die Strände: Sie summieren sich zu 80 Kilometern Länge, sie sind die Lebensadern der Stadt, die Akku-Ladestationen für gute Laune und überschäumendes Temperament, Kontaktbörse und – dieser Eindruck drängt sich dem Besucher als erstes auf – Sportarena. Es wird gejoggt, gewalkt, gesurft, Yoga betrieben, an Reckstangen geturnt, Fußball, Volleyball und Footvolley gespielt. Jeder Carioca (so werden die Einwohner Rios genannt) scheint sich persönlich dafür verantwortlich zu fühlen, in der schönsten Stadt der Welt die ansehnlichsten Bewohner darzustellen. Mission erfüllt, und das nicht nur zur Karnevalszeit!

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São Paulo muss New-York-Vergleich nicht fürchten

Ganz anders präsentiert sich das weiter südlich gelegene São Paulo: Die Zwölf-Millionen-Mega-Metropole ist Schaltzentrale und Wirtschaftsmotor des Landes, voller Dynamik, Geschäftigkeit und verwirrender Gegensätze. Die Shopping-Möglichkeiten sowie das kulturelle und kulinarische Angebot halten Vergleichen etwa mit New York locker stand. Außerdem ist São Paulo der Gateway zu den endlosen Strandregionen in der Umgebung und sehenswerten Zielen im Hinterland, zum Beispiel zu den Barockstädtchen im Bundesstaat Minas Gerais. Die Region ist reich an Bodenschätzen und wurde reich durch seine Minen. In Belo Horizonte, Outo Preto oder Tiradentes zeugen prachtvolle Kirchen und andere Bauten von der goldschwelgenden Zeit.

Westafrikas Einflüsse im Nordosten des Landes

Eine der spannendsten Reiseregionen ist der Nordosten Brasiliens. Die Region schließt gleich neun Bundesstaaten ein, darunter Bahia. Diese Region ist stark von den kulturellen, rituellen und ethnischen Einflüssen Westafrikas geprägt, die einst von Sklaven ins Land gebracht wurden. Salvador da Bahia, die erste Hauptstadt Brasiliens, trumpft mit einem einzigartigen Altstadt-Ensemble aus portugiesischen Kolonialbauten, pompösen Stadtpalästen, Klöstern und verschnörkelten Barockkirchen auf. Nach Einbruch der Dunkelheit verwandeln sich die Gassen und Plätze des Barockviertels Pelourinho in lebhafte Flaniermeilen mit Musikkneipen, Ständen und kleinen Restaurants mit duftenden Spezialitäten. Besonders interessant sind die öffentlichen Proben der Perkussionisten und Trommler, die jedes Jahr bei einem der größten und lebendigsten Straßenkarnevale Brasiliens den Ton angeben. Salvador ist ein idealer Ausgangspunkt zu Reisen entlang der Nordküste Bahias mit ihren feinsandigen Palmenstränden und weiter zu Städten wie Recife Olinda, Natal und Fortaleza. Im Hinterland gibt es charmante Orte und Nationalparks zu entdecken.

Kühl kalkuliertes Brasilia

In der geografischen Mitte des Landes liegt die futuristische Hauptstadt Brasilia, der gigantische Jahrhundertwurf des Architekten Oscar Niemeyer aus den 1960er Jahren. Obwohl in der 2,5-Millionen Metropolis eine nahezu perfekte Infrastruktur geschaffen wurde, wirkt Brasilia irgendwie befremdlich, in Stahl und Beton erstarrt. Es fehlen die verspielte Leichtigkeit und die pulsierende Spontaneität, die das Land so liebenswert machen. Bei der Stadtführung fühlt man sich wie in einem gigantischen architektonischen Freilichtmuseum. Die Verwaltungsgebäude stecken voller Visionen und Symbolkraft. Hier der Kongress mit den 28 Stockwerke hohen Zwillingstürmen, dort der Senat und das Abgeordnetenhaus mit zwei riesengroßen weißen Betonhalbkugeln oder die Kathedrale, deren 16 Betonpfeiler sich kühn in den Himmel spreizen.

Tier- und Naturparadies Pantanal

Natur pur empfängt den Besucher im Pantanal, ein an Vielfalt kaum zu übertreffendes Tierparadies und Landschaftsmosaik aus Flüssen, Seen, Sümpfen, Grassavannen und Tropenwäldern. In der Regenzeit wird das Gebiet großflächig überflutet. Nur die höher gelegenen Flächen ragen dann wie Inseln aus dem endlosen Nass. Seiner Tier-Artenvielfalt hat das Pantanal den Beinamen "Arche Noah Südamerikas" zu verdanken. Die Unesco hat es zum Weltnaturerbe und Biosphärenreservat erklärt. Ideale Reisezeit sind die Monate Juli bis September, wenn sich Millionen Vögel, Kaimane und Wasserschweine an den immer kleiner werdenden Wasserlöchern einfinden.

Amazonas: Unbeschreibliche Vielfalt

Das Nebeneinander von Urbanität und Urwald macht den besonderen Reiz des Amazonas-Gebiets aus. Die Länge des Stroms - 6400 Kilometer - entspricht der Entfernung zwischen Hamburg und New York. 200 größere Flüsse speisen das System, das ein Fünftel des Süßwassers der Erde mit sich trägt. Mit dem Motorboot geht es zu den entlegensten Winkeln eines Flussarmes. Beim Passieren eines Schiffsfriedhofs mit hölzernen Wrack-Ungetümen fühlt man sich an Werner Herzogs Filmklassiker "Fitzcarraldo" erinnert. Die Stadt Manaus liegt inmitten des Amazonas-Dschungels. Sie erblühte ab Mitte des 19. Jahrhunderts zum "Paris der Tropen", als sie das Monopol auf Kautschuk hatte, den Grundstoff zur Gummiherstellung. Mit dem pompösen Opernhaus, dem Teatro Amazonas, setzen sich die Gummi-Barone selbst ein Denkmal. Doch das Ende des Kautschuk-Booms hatte auch die Schließung des Opernhauses zur Folge – das erst im Jahr 1990 mit Plácido Domingo und Marcia Haydée wiedereröffnet wurde.

Iguaçu-Fälle stellen Niagara in den Schatten

"Armer Niagara" soll Lady Roosevelt ausgerufen haben, als sie erstmals an den Iguaçu-Fällen stand. In der Tat nehmen sich die amerikanischen Niagara Falls im Vergleich zum aus über 270 Kaskaden komponieren Iguaçu im Länderdreieck Brasilien-Argentinien-Paraguay fast mickrig aus. 150 Millionen Kubikmeter Wasser donnern pro Stunde über die Felskanten mit einem Höllenlärm in die Tiefe. Auf einem Labyrinth aus Stegen und Wegen kommt man den Fällen ganz nah. Den besten Eindruck von diesen Wasserspielen hat man vom Helikopter aus. Aus den Gischtwolken, die von den Aufprallstellen empor quellen, ragen Bouquets von Regenbögen heraus.  

Weitere Informationen:

Allgemeine Auskunft: Brasilianisches Fremdenverkehrsamt, c/o MPB Frankfurt, Börsenplatz 4, 60313 Frankfurt, Tel. 069/96238733, www.braziltour.com (auch auf Deutsch)

Anreise und Einreise: Direktflüge ab Deutschland, z.B. mit Lufthansa, Condor oder Air Berlin, ab ca. 1000 Euro. Zur Einreise genügt ein noch mind. sechs Monate gültiger Reisepass.

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