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Sicherheit und mehr: Wichtige Tipps für Brasilien-Besucher zur WM

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Sicherheit und mehr  

Wichtige Tipps für Brasilien-Besucher

22.05.2014, 13:43 Uhr | Brigitte von Imhof, srt

Sicherheit und mehr: Wichtige Tipps für Brasilien-Besucher zur WM. Das Maracana-Stadion in Rio de Janeiro (Quelle: SRT )

Das Maracana-Stadion in Rio de Janeiro (Quelle: SRT )

Die Besucher der Fußball-WM 2014 erwartet überschäumende Lebensfreude, ein ethnisches Feuerwerk, grandiose Landschaften, pulsierende Metropolen - und die liebenswertesten Gastgeber der Welt. Doch trotzdem hat das Land auch Schattenseiten. Wir geben Verhaltenstipps für den Besuch im WM-Land.

Wichtige Tipps zur Sicherheit

Sicherheit - ein ernstes Thema. Zwar zählt das riesige Land in Südamerika zu den aufstrebendsten Wirtschaftsnationen der Welt. Doch die Kluft zwischen Arm und Reich ist riesig, und vor allem die Millionenstädte São Paulo, Rio de Janeiro und Recife kämpfen mit der Kriminalität. Urlauber sollten beim Stadt- oder Strandbummel auf das Tragen von Schmuck und Uhren verzichten. Selbst Modeschmuck kann als Provokation verstanden werden. Kameras sollen nicht sichtbar um den Hals gehängt, sondern in schmucklosen Taschen oder Tüten verstaut werden. Öffentliche Verkehrsmittel sind vor allem nach Einbruch der Dunkelheit zu meiden; das Taxi ist die empfehlenswerte Alternative. Ein Menschenleben ist in Brasilien - gerade bei der sozial schwachen Bevölkerung, die ohnehin nichts zu verlieren hat – kaum etwas wert. Das sollten Touristen stets beachten. Im schlimmsten Fall werden Reisende schon für eine Uhr, ein paar neue Schuhe oder gar ein schickes T-Shirt bedroht oder attackiert. 

Experten raten Touristen, immer einen kleinen Geldbetrag mitzuführen und diesen bei einem Überfall widerstandslos auszuhändigen. Denn wenn die (oft unter Drogen stehenden) Räuber nichts erbeuten, schlägt die Wut schnell in Gewalt um. Leider werden immer mehr Reisende Opfer des sogenannten Kurzzeit-Kidnappings: Sie werden von bewaffneten Räubern zu einem Geldautomaten gebracht und zum Abheben von Bargeld gezwungen. Gegenwehr ist absolut zu vermeiden. Wichtig zu wissen ist, dass die Banden sehr organisiert bei Überfällen vorgehen. Meist werden sogar bewaffnete Schulkinder als "Vorhut" vorgeschickt, um das auszuraubende Opfer erst einmal anzubetteln. Wehrt sich die Person, steht der Rest der ebenfalls bewaffneten Gruppe bereits um die Ecke und schreitet ein.

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Vorsicht am Geldautomaten

Generell ist bei Barabhebungen an Geldautomaten Vorsicht geboten. Betrüger bringen manchmal Vorrichtungen an, mit denen die Karten kopiert oder die Geheimzahlen aufgezeichnet werden können. Reisedokumente sollten im Hotelsafe aufbewahrt werden. Um sich im Falle eines Diebstahls viel Stress zu ersparen, sollten Sie vor der Abreise alle wichtigen Dokumente wie Reise- und Impfpass, Personalausweis, Flugticket und gegebenenfalls den Führerschein scannen oder abfotografieren und per E-Mail an sich selbst schicken. Die Dokumente können dann im Notfall von überall abgerufen und Ersatzdokumente auf diese Art schneller beschafft werden. In dieser Mail sollten Sie zusätzlich die Telefonnummern zur Sperrung Ihrer EC- und Kreditkarten speichern.

In Rio befinden sich die Favelas in unmittelbarer Nähe der Strände und Touristenhochburgen. Diese Elendsviertel sollte man unter allen Umständen meiden. Bei Barbesuchen - vor allem im Rotlichtmilieu - werden Getränke von Touristen häufig mit Schlafmitteln versetzt. Daher sollte man seine Drinks nie unbeaufsichtigt lassen. Kleinere Orte am Strand, in den Bergen oder in der Wildnis des Pantanal gelten als sicher. Auch auf dem Land ist die Kriminalitätsrate gering.

Noch ein Tipp zu Einkäufen am Strand, vor allem Rio: Keinen Fisch, gegrillte Garnelen, oder ähnliches kaufen. Diese sind oft verseucht mit Salmonellen. Und wer mit Verkäufern um Sonnenbrillen, Strandketten oder ähnliches handelt, sollte vorsichtig sein - Brasilianer gelten als nachtragend, falls ihnen ein Angebot zu niedrig ist. Das heißt, sie kommen immer wieder.

Allgemeine Tipps: Anreise & Einreise

São Paulo und Rio de Janeiro fliegt Lufthansa direkt ab Frankfurt und München (www.lufthansa.com), Swiss ab Zürich (www.swiss.com). Auch KLM, Iberia, British Airways und Air France fliegen mehrmals die Woche. Die meisten Verbindungen nach Brasilien, auch in den Nordosten, unterhält die portugiesische TAP (www.flytap.com). Auch die brasilianische TAM fliegt direkt nach Frankfurt (www.tam.br.com). Ein Ticket kostet ab ca. 800 Euro aufwärts, zu bestimmten Terminen ca. 600 Euro. Während der WM sind allerdings deutliche Preissteigerungen zu erwarten. Condor fliegt von Frankfurt direkt nach Salvador (www.condor.de). Deutsche benötigen zur Einreise einen noch mindestens sechs Monate gültigen Reisepass.

Sprache & Reisezeit

Amtssprache ist Portugiesisch. Englisch wird in den Hotels und vielen Restaurants in den Touristenzentren gesprochen, ist aber nicht selbstverständlich. Mit Spanisch kann man sich gut verständigen. Auf jeden Fall sind einige Brocken Portugiesisch von Nutzen, vor allem, wenn man auf eigene Faust unterwegs ist.

Brasilien ist eine Ganzjahres-Destination mit fünf Klimazonen. Der Hochsommer ist von Dezember bis Februar. Die meisten Sonnen- und Badetage verzeichnet der äquatornahe Nordosten (Fortaleza, Recife, Salvador da Bahia). Auch im brasilianischen Winter (Juni bis August) ist mit milden Temperaturen zu rechnen. Nur im subtropischen Süden kann es sehr kühl werden. Regenreichste Region ist das Amazonasbecken mit ganzjährig tropischen Temperaturen um die 30 Grad Celsius.

Reisen im Land

Aufgrund der Größe reist man innerhalb Brasiliens am besten mit dem Flugzeug. Wer viel vom Land sehen will, ist mit einem im voraus buchbaren Airpass der Fluggesellschaften TAM Brazil oder GOL gut beraten. Gute, preiswerte und sichere Alternativen sind die Fernbusse, z.B. die mit Liegesitzen ausgestatteten "Leito" und "Semi-Leito". Doch die Entfernungen sind groß: So dauert die Fahrt von Rio nach Belem ca. 52 Stunden.

Geld und Kreditkarten

Landeswährung ist der Real (BRL, Plural heißt Reais) 1 Euro entsprechen ca. 3,25 Reais. Euro kann man in den meisten Filialen der Banco do Brasil tauschen, allerdings fallen dabei Gebühren an. Bessere Alternativen sind Wechselstuben (casas de câmbio) an den Flughäfen und Stadtzentren. Geldabhebungen mit deutschen Kreditkarten oder mit EC-Maestro-Karten sind an entsprechend gekennzeichneten Automaten (u. a. HSBC, Citibank, Banco24Horas) grundsätzlich möglich. Immer öfter ist bei Geldinstituten die Kartennutzung zum Teil oder ganz ausgeschlossen. Bei fehlgeschlagenen Barabhebungen an Bankautomaten ist der Bankbeleg aufzubewahren, da trotzdem eine Belastung des deutschen Kontos erfolgen kann. Reisende sollten sich alternativ mit Reiseschecks und Euro bzw. US-Dollar eindecken.

Auto & Mietwagen

Leihwagen bekommt man an jedem Flughafen und in den größeren Städten. Internationaler Führerschein und Kreditkarte sind erforderlich. Das Auto muss dort wieder abgegeben werden, wo es ausgeliehen wurde. Autofahrer müssen teils mit schlechten Straßenverhältnissen und unzureichend ausgeschilderter Straßenführung rechnen; dazu kommt der flotte Fahrstil der Brasilianer und das Ignorieren vorhandener Verkehrszeichen. Nachts sollte man nicht unterwegs sein. Die besten Straßenkarten sind die von Quatro Rodas.

Diplomatische Vertretungen

Neben der deutschen Botschaft in der Hautstadt Brasilia gibt es in den größten Städten acht weitere deutsche General- und Honorarkonsulate.

Weitere Informationen im Internet:

Fremdenverkehrsamt BrasilienFuntour, Am Hauptbahnhof 16, 60329 Frankfurt, Tel. 069/233354

Allgemeine Reiseinfos: www.brasilien.de, www.brasilien.info und www.brasil-web.de;

Onlineforum für Brasilien-Fans mit Infos und praktischen Tipps: www.brasilienfreunde.net;

Älteste und umfangreichste Linksammlung zum Thema: www.brasilien-links.de.

Für Brasilienbesucher zur WM haben die deutschen Auslandsvertretungen eine spezielle Seite mit Hinweisen eingerichtet: http://brasilienwm.de

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