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Tote im WM-Spielort des DFB-Teams

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Schwere Ausschreitungen  

Tote im WM-Spielort des DFB-Teams

18.04.2014, 08:18 Uhr | AFP, dpa

Tote im WM-Spielort des DFB-Teams. Schlimme Zustände nach Plünderungen in Salvador. (Quelle: Reuters)

Schlimme Zustände nach Plünderungen in Salvador. (Quelle: Reuters)

Die brasilianische Polizei hat einen knapp zweitägigen Streik im Bundesstaat Bahia beendet, von dem auch der WM-Spielort Salvador in Mitleidenschaft gezogen worden war. Der Ausstand hatte zu erhöhter Kriminalität in der Millionenstadt geführt. Mindestens 39 Menschen sind getötet worden.

In Salvador da Bahia bestreitet das Team des Deutschen Fußball-Bundes am 16. Juni sein erstes WM-Spiel gegen Portugal. Zu der Partie wird auch Bundeskanzlerin Angela Merkel erwartet.

Zahl der Todesopfer "ein gutes Stück höher als normal, aber nicht absurd hoch"

Im Großraum Salvador wurde seit Streikbeginn nach örtlichen Medienangaben ein deutlicher Anstieg der Mordrate registriert. Auch kam es verschiedentlich zu Plünderungen. Ein Sprecher der Regierung des Bundesstaates sagte zur Zahl der Todesopfer in der Stadt, sie sei "ein gutes Stück höher als normal, aber nicht absurd hoch".

Ein Gericht hatte ein sofortiges Streikende gefordert und mit einer Tagesstrafe von 1,4 Millionen Reais (rund 450.000 Euro) gedroht. Der Beschluss zum Ende des Ausstandes wurde anschließend auf einer Streikversammlung getroffen.

Mordrate um 400 Prozent gestiegen

Während des Streiks wurden zahlreiche Supermärkte, Apotheken und Elektronikmärkte geplündert. Nach Behördenangaben wurden mindestens 50 Verdächtige festgenommen. Bereits vor zwei Jahren waren während eines zwölftägigen Polizeistreiks in Salvador da Bahia 157 Menschen getötet worden.

Salvador da Bahia etwa 1000 Kilometer nördlich von Rio de Janeiro ist mit rund 2,5 Millionen Einwohnern die drittgrößte Stadt Brasiliens und hat einen Ruf als eine der gefährlichsten Städte des Landes. Die Mordrate schnellte zwischen 2000 und 2010 um 400 Prozent in die Höhe und lag zuletzt laut Statistik bei 41,1 Morden pro 100.000 Einwohner.

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