Startseite
Sie sind hier: Home > Sport > Fussball > WM 2014 >

WM 2014: Krawalle und tödliche Polizeieinsätze im Endspielort Rio de Janeiro

...
t-online.de ist ein Angebot der Ströer Content Group

Knapp 50 Tage vor WM  

Krawalle und tödliche Polizeieinsätze im Endspielort Rio de Janeiro

24.04.2014, 10:39 Uhr | dpa, sid, t-online.de

WM 2014: Krawalle und tödliche Polizeieinsätze im Endspielort Rio de Janeiro . Polizeieinheiten bei einem Einsatz in Pavao-Pavaozinho, einer Favela im Süden von Rio de Janeiro. (Quelle: dpa)

Polizeieinheiten bei einem Einsatz in Pavao-Pavaozinho, einer Favela im Süden von Rio de Janeiro. (Quelle: dpa)

Knapp 50 Tage vor Anpfiff der WM 2014 werfen weitreichende Proteste, blutige Krawalle und hart geführte Polizeieinsätze weiterhin ein schlechtes Licht auf die prekäre Sicherheitslage in Brasilien. Die tödlichen Schüsse auf einen Berufstänzer in einem Armenviertel in Rio de Janeiro zeigen, dass das radikale Eingreifen der Elite-Einheiten auch immer wieder Unschuldige trifft. Zudem greift die Gewalt allmählich auf die bei Touristen beliebten Stadtteile Copacabana und Ipanema über.

Für die rund 600.000 erwarteten ausländischen Fans und WM-Touristen wird die Metropole am Zuckerhut immer mehr zum heißen Pflaster. Die Region rund um das Stadion Maracana, in dem vier Vorrundenspiele, ein Achtel- sowie ein Viertelfinale und das Endspiel stattfinden werden, könnte sich zur Problemzone entwickeln.

Sicherheitschef: "Wir werden eine sichere WM haben"

Der jüngste Todesfall dürfte nicht zur allgemeinen Beruhigung beigetragen haben. Dennoch garantierte José Mariano Beltrame, Sekretär für Staatssicherheit im Bundesstaat Rio, für allgemeine Sicherheit im Endspielort. "Wir werden eine sichere WM haben, mehr als 7000 Polizisten werden in Rio im Einsatz sein. Wir sind bereit", sagte er.

UMFRAGE
Ist die WM in Brasilien zu gefährlich für Fans?

Zuvor war die Leiche des 25-jährigen Douglas Rafael da Silva Pereira gefunden worden. Der Tänzer arbeitete für die in Brasilien bekannte TV-Sendung "Esquenta" des TV-Senders Globo und wurde bei einem Polizeieinsatz fälschlicherweise für einen Drogenhändler gehalten und getötet. Er soll brasilianischen Medien zufolge durch Polizeigewalt gestorben sein.

"Das Opfer starb durch eine Kugel. Ob es ein Polizeiprojektil war, wird gegenwärtig noch geprüft. Die Namen der Polizisten sind bekannt, wir werden ihre Pistolen kontrollieren und den Sachverhalt aufklären", sagte Beltrame dem Portal "O Globo".

Hiobsbotschaften im Wochentakt

Polizeieinsätze wie diese werden in den brasilianischen Medien längst nicht so groß gefahren wie in Deutschland, da derartige "Zwischenfälle" in Rio fast täglich auf der Tagesordnung stehen. Fast im Wochentakt erschüttern Hiobsbotschaften die Vorfreude auf das große Spektakel. Erst vor einer Woche wurden aus der WM-Stadt Salvador de Bahia 39 Tote, zahlreiche Verletzte, Plünderungen und Schäden in Millionenhöhe während eines zweitägigen Polizeistreiks gemeldet.

FIFA-Sicherheitsdirektor: volles Vertrauen in Behörden

Die FIFA und die deutsche Bundesregierung zeigten sich trotz der neuerlichen Krawalle weiterhin überzeugt, dass für die Sicherheit von Spielern und Fans bei der WM gesorgt sein wird. "Die FIFA verurteilt generell jegliche Form von Gewalt. Natürlich beobachten wir die Situation in Brasilien, haben aber volles Vertrauen in die brasilianischen Behörden und deren für die FIFA WM 2014 entwickeltes Sicherheitskonzept", sagte FIFA-Sicherheitsdirektor Ralf Mutschke.

Sicherheit außerhalb der Stadien ist Staatssache

In der mehr als sechs Millionen Einwohner zählenden Großstadt gibt es Hunderte kleine und große Favelas. Schon seit 2008 setzen die Behörden in Rio auf die Einrichtung fester Polizeiwachen in den sozialen Brennpunkten. Fast 40 dieser sogenannten UPP-Wachen wurden bereits installiert. Die Regierung verspricht ein sicheres Turnier und will vom 12. Juni bis 13. Juli rund 170.000 Polizisten, Soldaten und private Sicherheitskräfte einsetzen. Die Sicherheit außerhalb der WM-Stadien ist hingegen Staatssache.

Liebe Leser, bitte melden Sie sich an, um diesen Artikel kommentieren zu können. Mehr Informationen.
Neue Kommentare laden
Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre Adresse an.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht

Wählen Sie aus dem Pull-Down-Menü Ihren gewünschten Ansprechpartner aus. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail
Anzeige
Video des Tages
Die besten Videos des Jahres 2016 
Passant entlarvt angeblichen Beinamputierten

Misstrauisch werden die vermeintlichen Beinstümpfe befühlt. Video

Anzeige

Shopping
Shopping
Nur heute und nur für die 1.000 schnellsten Besteller

tolino page eBook-Reader zum Schnäppchenpreis von nur 49.- € statt 69.- € bei Weltbild.de. Shopping

Shopping
iPhone 7 32 GB im Tarif MagentaMobil L mit Handy

Nur 99,95 €¹. Nur online: 24 Monate 10 % sparen! bei der Telekom Shopping

Vernetzung
Christmas Shopping: Jetzt 15,- € Gutschein sichern!

Nur bis zum 14.12.16. Erfahren Sie mehr zur Aktion auf MADELEINE.de.

tchibo.deOTTObonprix.deESPRITC&ACECILzalando.dedouglas.deKlingel.de
Sport von A bis Z

Anzeige
shopping-portal