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Frostige Stimmung vor der WM: FIFA geht auf das ZDF los

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Nach kritischem Bericht  

Frostige Stimmung vor der WM: FIFA geht auf das ZDF los

29.04.2014, 12:05 Uhr | sid

. Sepp Blatter ist bereits seit 1998 Präsident der FIFA. (Quelle: Reuters)

Sepp Blatter ist bereits seit 1998 Präsident der FIFA. (Quelle: Reuters)

Es herrscht eine frostige Stimmung zwischen dem Weltverband FIFA und dem öffentlich-rechtlichen Fernsehsender ZDF: Die FIFA hat sich in einem geharnischten dreiseitigen Brief an das ZDF, über eine 45-minütige Reportage beschwert, die am 2. April nach einem Champions-League-Spiel unter dem Titel "Das Fußball-Imperium - Die Geschäfte der FIFA" ausgestrahlt worden war.

In dem in den Augen des ZDF kritischen - laut FIFA polemischen - Film ging es um die Milliarden der FIFA, um ihren Umgang mit WM-Veranstalterländern, um ihre Selbstdarstellung, um den Präsidenten Sepp Blatter und sein Gebaren sowie schlussendlich um die mehr oder weniger demokratischen Strukturen im Verband.

FIFA wirft ZDF Fehler vor

Die FIFA wirft dem ZDF gravierende Fehler in acht Punkten vor, die sie mit 22 Fakten zu korrigieren versucht. Der Hauptvorwurf ist, dass die Geldflüsse rund um die WM in Brasilien falsch dargestellt und zudem Interviews als aktuell verkauft worden seien, die über ein Jahr alt sind. Zitat aus dem Brief vom 4. April: "An sachlich fundierter Kritik an der FIFA haben wir nichts auszusetzen, auch wollen wir nicht die journalistische Freiheit in irgendeiner Weise beeinträchtigen. Wir wehren uns aber gegen falsche Behauptungen, die als Fakten - zumal in einem öffentlich-rechtlichen Sender - dargestellt werden."

Das ZDF hat den FIFA-Brief inzwischen beantwortet und eine schriftliche Stellungnahme abgegeben. In ihr heißt es: "Die FIFA hatte die Möglichkeit, ihre Sicht der Dinge darzulegen. ZDF-Redakteur Michael Strompen, der gemeinsam mit ZDF-Redakteur Markus Harm an der Dokumentation gearbeitet hat, bat die FIFA am 25. März 2014 schriftlich via E-Mail um ein Interview mit Herrn Blatter bzw. Herrn Valcke (FIFA-Generalsekretär, Anm. d. Red.). Gleichzeitig gab das ZDF der FIFA die Möglichkeit, sollten die Interviews nicht stattfinden, für eine schriftliche Stellungnahme zu den zentralen Thesen des Films. Eine Antwort oder eine schriftliche Stellungnahme hat das ZDF trotz telefonischer Nachfrage nicht erhalten. Im Ergebnis können wir den Vorwurf der einseitigen und tendenziösen Berichterstattung nicht teilen."

Keine Komplikationen während der WM

Das ZDF braucht aber während der Weltmeisterschaft in Brasilien keine Beeinträchtigung seiner Arbeit zu befürchten. Dies versicherte Walter de Gregorio, FIFA-Direktor Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit: "Die Medien- und Kommunikationsabteilung hat ja keine Rechte verkauft. Und in den Verträgen ist keine Pflicht zu wohlwollender Berichterstattung festgehalten." Aber die Stimmung zwischen den "Partnern" ist dennoch belastet.

Im FIFA-Brief hatte es geheißen: "Wir möchten festhalten, dass Ihr Beitrag abermals (siehe unter anderem Brief vom 4. April 2012) sehr einseitig und tendenziös ist. Somit stellt sich die Frage - wenn wir denn schon über die Verwendung öffentlicher Gelder sprechen -, ob dies der Qualitätsstandard öffentlich finanzierter Beiträge des ZDF ist."

ZDF räumt Fehler ein

Beim ZDF wird angeblich eingeräumt, dass es zumindest zwei faktische Fehler in der Reportage gab. Beispielsweise wird das Exekutivkomitee nicht vom Kongress gewählt, sondern die Mitglieder werden von den Konföderationen (z.B der UEFA) bestimmt.

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Haarspalterei? Die Reportage wurde von der Hauptabteilung Politik verantwortet, nicht vom Sport. De Gregorio, ein ehemaliger Journalist: "Würde ich auf jede Falschmeldung reagieren, hätte ich 24 Stunden am Tag nichts anderes mehr zu tun. Ich habe in meinen drei Jahren bei der FIFA zwölf solcher Briefe geschrieben. Deutschland ist im Fußball ja nicht irgendein Land."

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