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Das bieten die Austragungsorte neben dem Turnier

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Das bieten die Austragungsorte neben dem Turnier

12.05.2014, 13:15 Uhr | Brigitte von Imhof, srt

. São Paulo ist das wirtschaftliche Zentrum Brasiliens. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

São Paulo ist das wirtschaftliche Zentrum Brasiliens. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Vom 12. Juni bis 13. Juli dreht sich bei der Fußball-WM alles ums runde Leder. Die Brasilianer wollen die Welt mit Herzlichkeit überschütten und mit offenen Armen empfangen. Wir stellen die zwölf Austragungsorte zwischen Amazonas und Zuckerhut vor - und was sie neben dem Sport zu bieten haben. Sehen Sie die Austragungsorte auch in unserer Foto-Show.

São Paulo: Eindrucksvolle Skyline

Am 12. Juni 2014 um 17 Uhr Ortszeit wird in der Arena de São Paulo mit dem Spiel Brasilien gegen Kroatien die Fußball-WM 2014 eröffnet. Himmelstürmende Wolkenkratzer und Industrieparks prägen das Bild von Brasiliens Mega-City. Sie ist Wirtschaftszentrum und Verkehrsknotenpunkt des Landes. Das Manko an Flair und Stränden macht die dynamische Metropole (mit schätzungsweise zwölf Millionen Einwohnern) mit einem erstklassigen Angebot an kulturellen Einrichtungen, Top-Veranstaltungen, Einkaufsmöglichkeiten, Restaurants und Nightclubs wett. Ausflugstipp: Zugfahrt mit einer alten Lokomotive durch die Berge. Start ist in Paranapiacaba, 60 Kilometer von São Paulo entfernt. Hier scheint die Zeit still zu stehen.

Salvador da Bahia: Afrikanisches Erbe

Am 16. Juni hat die deutsche Mannschaft ihren ersten Auftritt bei der WM: In der neu gebauten Arena Fonte Nova heißt der Gegner im ersten Gruppenspiel Portugal. Nirgendwo ist das afrikanische Erbe Brasiliens so stark verwurzelt wie in der Hauptstadt des Bundesstaats Bahia. Zwar gibt es angeblich so viele Kirchen wie das Jahr Tage hat - daneben aber ist die afro-brasilianische Candomblé-Religion lebendig. Salvador nimmt alle Sinne ein. Vor den verschnörkelten Portalen verfallener Klöster und Kirchen duftet es aus den Garküchen nach Kokosmilch, Ananas und in Dendeöl gebratenen Garnelen. Das wunderschön restaurierte Pelourinho-Viertel mit seinen Barockbauten ist eine belebte Flaniermeile mit Straßencafés und Musikkneipen. Ausflugstipp: Salvadors Umgebung ist mit den schönsten Palmenstränden des Landes gesegnet, darunter der berühmte Praia do Forte mit einer großen Auswahl an Top-Urlaubsresorts.

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Belo Horizonte: Im Diamantenrausch

Die Hauptstadt des Bundesstaates Minas Gerais ist die erste Stadt des Landes, die auf dem Reißbrett entstand. Nach dem Vorbild von Washington D.C. wurden von den Städteplanern breite Aveninas und Plätze schachbrettartig angelegt. Die geschäftige Metropole mit ihren rund 2,5 Millionen Einwohnern ist der Ausgangspunkt für Ausflüge zu den goldüberladenen Barockstädten im Umkreis. Schließlich war die Region im 18. Jahrhundert Zentrum des Gold- und Diamantenrauschs. Ausflugstipp: Prächtigster Zeuge aus dieser Zeit ist Ouro Preto, 100 Kilometer von Belo Horizonte entfernt. 13, in die grünen Hügeln gebettete Kirchen, prachtvolle Kolonialhäuser und Museen machen Ouro Preto zu einer Märchenstadt, seit 1980 ist sie Unesco-Kulturdenkmal.

Brasilia: Architektur vom Feinsten

In der geografischen Mitte des Landes liegt die futuristische Hauptstadt Brasilia, der gigantische Jahrhundertwurf des Architekten Oscar Niemeyer aus den 1960er-Jahren. Obwohl in der 2,5-Millionen-Metropolis eine nahezu perfekte Infrastruktur geschaffen wurde, wirkt Brasilia irgendwie befremdlich, in Stahl und Beton erstarrt. Es fehlen die verspielte Leichtigkeit und die pulsierende Spontaneität, die das Land so liebenswert machen. Bei der Stadtführung fühlt man sich wie in einem gigantischen architektonischen Freilichtmuseum. Die Verwaltungsgebäude stecken voller Visionen und Symbolkraft. Hier der Kongress mit den 28 Stockwerke hohen Zwillingstürmen, dort der Senat und das Abgeordnetenhaus mit zwei riesengroßen weißen Betonhalbkugeln oder die Kathedrale, deren 16 Betonpfeiler sich kühn in den Himmel spreizen. Ausflugstipp: Die pittoreske Kolonialstadt Pirenópolis liegt 160 Kilometer westlich der Hauptstadt im Gebirgszug Serra dos Pirineus.

Cuiaba: Tor zum Naturparadies Pantanal

Die Stadt geht auf die Gold- und Diamantenfunde im Westen des Landes zurück, die im 18. Jahrhundert einen ungeheuren Ansturm der Goldsucher über sich ergehen lassen musste. Sie ist die Hauptstadt des Bundesstaates Mato Grosso. Heute ist Cuiaba hauptsächlich als Stütz- und Ausgangspunkt für Ausflüge ins Tier- und Naturparadies Pantanal von Bedeutung. Das eigens für die WM gebaute Stadion wird nach dem Ereignis verkleinert. Ausflugstipps: Geführte Touren ins Feuchtgebiet des Pantanal und in die Bergwelt des Nationalparks Chapada dos Guimarães.

Curitiba: Iguacu-Wasserfälle ganz nah

Schattige Parks, weitläufige Grünflächen - in der südlich von São Paulo gelegenen Millionenstadt geht es gelassen zu. Vorbildlich ist das öffentliche Verkehrssystem. Mit den Bussen der Linha Turismo lassen sich die zwei Dutzend Sehenswürdigkeiten der Stadt in einem Rundkurs abklappern. Lohnenswerte Stopps sind der Jardim Botânico, die Opera de Arame und das futuristische Museu Oscar Niemeyer mit Industriedesign auf 2000 Quadratkilometer. Ausflugstipp: Die spektakulären Wasserfälle Foz do Iguaçu sind ein Muss. Über 272 größere und kleinere Fälle donnert das Wasser zu Tal, aus der Waschküche ragen zahlreiche Regenbogen.

Fortaleza: Endlose Strände locken

Im Estádio Castelão in Fortaleza findet am 21. Juni das zweite Gruppenspiel der deutschen Mannschaft gegen Ghana statt. Wie bei vielen anderen Städten im Nordosten Brasiliens liegt der Reiz der Millionen-Metropole in erster Linie in den fantastischen Bademöglichkeiten: 34 Kilometer Strand machen Fortaleza an der Mündung des Rio Ceará zu einem Wassersportparadies und lohnendem Urlaubsziel. Sehenswert sind das Jugendstiltheater Theatro José de Alencar, das Ausstellungs- und Veranstaltungszentrum Centro Cultural Dragão do Mar und das unter Denkmalschutz stehende Viertel Iracema. Die Brücke Ponte Métalica ist ein beliebter Treff bei Sonnenuntergang. Ausflugstipp: Der Beach Park liegt 30 Kilometer von Fortaleza entfernt. Er nimmt den Strand bei Porto Dunas ein. Attraktion neben Wellenbädern und Pools sind die bis zu 41 Meter hohen Rutschbahnen.

Manaus: Kulturstadt im Dschungel

Das Nebeneinander von Urbanität und Amazonas-Dschungel macht die Stadt Manaus so unverwechselbar. Sie erblühte ab Mitte des 19. Jahrhunderts zum "Paris der Tropen", als sie das Monopol auf Kautschuk hatte, den Grundstoff zur Gummiherstellung. Mit dem pompösen Opernhaus, dem Teatro Amazonas, setzen sich die Gummi-Barone selbst ein Denkmal. Doch das Ende des Kautschuk-Booms hatte auch die Schließung des Opernhauses zur Folge - das erst im Jahr 1990 mit Plácido Domingo und Marcia Haydée wiedereröffnet wurde. Beim Bau der neuen Arena Amazonia setzte man auf Solarenergie, Nutzung von Regenwasser und Nachhaltigkeit. Nach der WM soll die Arena eine Eventlocation werden. Ausflugstipp: Mit dem Motorboot geht es zu den entlegensten Winkeln eines Flussarmes. Beim Passieren eines Schiffsfriedhofs mit hölzernen Wrack-Ungetümen fühlt man sich an Werner Herzogs Filmklassiker "Fitzcarraldo" erinnert.

Natal: Boarden in Sanddünen

Wahrzeichen der 770.000-Einwohner-Stadt ist die sternförmige Festung Forte dos Reis Magos. Ansonsten hat die Stadt selbst wenig Spektakuläres zu bieten, doch ihr Strand macht Natal (benannt nach seinem Gründungsdatum an Weihnachten 1599) zu einer begehrten Badedestination. Berühmt sind die gigantischen Sanddünen im 30 Kilometer nördlich gelegenen Genipapu. Der Sand ist so fein, dass Kinder mit Sandboards (ähnlich den allgemein bekannten Snowboards) darauf fahren können. An Wochenenden und zur Ferienzeit flitzen unzählige offene Buggys die Dünen hinauf und hinunter - ein Heidenspaß. Ausflugstipp: Das malerische Fischerdorf Touros ist 100 Kilometer entfernt. An den Strandbars werden fangfrische Shrimps gegrillt.

Porto Alegre: Hauptstadt der Gauchos

Die Stadt im Süden Brasiliens gilt als Tor zu Argentinien und Uruguay und ist die Hauptstadt der Gauchos. Entsprechend groß ist die Zahl der teils offen konstruierten Barbecue-Restaurants. Hier lässt sich ein Blick in die Töpfe der Landesküche mit Musik- und Tanzdarbietungen verbinden. Das Estádio Beira-Rio ist ein Beweis brasilianischer Fußballliebe: 1969 spendeten Fans Steine, Zement und Eisen, um den Bau des Stadions - übrigens eines der schönsten des Landes - zu verwirklichen. Ausflugstipp: Im Vale dos Vinhedos, etwa 140 Kilometer von Porto Alegre entfernt, bauen die Nachfahren italienischer Einwanderer hervorragenden Rotwein an. Über 20 Weingüter bieten Verkostungen an.

Recife: Barocke Pracht am Atlantik

Die Flüsse, Kanäle, Brücken und Inseln haben der Millionenstadt im Nordosten den Beinamen "Venedig Brasiliens" eingebracht. Unbedingt sehenswert ist der Inselstadtteil Santo António mit der prächtigen "Goldenen Kapelle" aus dem 17. Jahrhundert. Einen Kilometer vor der Küste der Stadt zieht sich ein Korallenriff, das den gewaltigen Atlantikbrechern die Wucht nimmt. Dahinter breiten sich traumhafte Sandstrände wie eine überdimensionale Badewanne aus. In der Arena Pernambuco wird am 26. Juni das dritte Gruppenspiel des DFB-Teams gegen die USA angepfiffen. Ausflugstipp: Die Nachbarstadt Olinda erstrahlt in barocker Pracht. Die Altstadt, u. a. mit dem Franziskanerkloster aus dem Jahr 1585, ist Unesco-Weltkulturerbe.

Rio de Janeiro: Strände und Fußball-Leidenschaft

Die Stadt am Zuckerhut ist Synonym für überbordende Lebensfreude und Sinnlichkeit, Fröhlichkeit und Charme. Für viele ist Rio die schönste Stadt der Welt. Und wer oben auf dem Zuckerhut oder dem Corcovado unterhalb der Christusstatue steht, der kann nur zustimmend nicken. Meer und Lagunen, Buchten und ein Strand nach dem anderen, die vielen Granitkegel, die aus dem Häusermeer ragen, tropische Wälder ... Rio de Janeiro symbolisiert auch wie keine andere Stadt die Fußballleidenschaft der Brasilianer. Und man kann sich nur vage ausmalen, was dort los sein wird, wenn die WM angepfiffen wird - geschweige denn, wenn die brasilianische Seleção das Endspiel erreicht, am 13. Juli das berühmte Maracanã-Stadion zum Kochen bringt und vielleicht als frisch gebackene Weltmeister den Cup in den Händen halten darf.
Ausflugstipp: Das einstige Fischerdorf Búzios (etwa zweieinhalb Stunden mit dem Auto vor Rio entfernt) ist ein beliebtes Wochenendziel für Rios Einwohner. Berühmt wurde der Ort in den 1960er-Jahren, als Brigitte Bardot dort Urlaub machte.

Weitere Informationen:

Brasilianisches Fremdenverkehrsamt, c/o MPB Frankfurt, Börsenplatz 4, 60313 Frankfurt, Tel. 069/96238733, www.visitbrasil.com, www.fifa.com.

Für Brasilienbesucher zur WM haben die deutschen Auslandsvertretungen eine spezielle Seite mit Hinweisen eingerichtet: http://brasilienwm.de

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