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Bundestrainer Joachim Löw bittet um Milde

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"Wünsche mir weniger Aufregung"  

Löw bittet vor "Jugend-forscht"-Länderspiel um Milde

11.05.2014, 13:43 Uhr | sid

Bundestrainer Joachim Löw bittet um Milde. Bundestrainer Joachim Löw kann nur 23 Spieler mit zur WM nehmen. (Quelle: imago/Michael Weber)

Bundestrainer Joachim Löw kann nur 23 Spieler mit zur WM nehmen. (Quelle: Michael Weber/imago)

Vor dem "Spiel der jungen Gesichter" am kommenden Dienstag gegen Polen (ab 20.30 Uhr im T-Online.de Live-Ticker) bittet Bundestrainer Joachim Löw sicherheitshalber um Milde: "Ich wünsche mir in der Vorberichterstattung etwas weniger Aufregung."

Bei der Partie in Hamburg fehlen ihm 20 der 30 Spieler aus dem vorläufigen WM-Kader. "Aber deshalb müssen wir nicht den nationalen Fußball-Notstand ausrufen", mahnte der 54-Jährige, dessen Sorge eher den am Wochenende verletzten Kaderspielern Bastian Schweinsteiger (Knieprobleme) und Lars Bender galt.

Das große Casting

Der Debütantenball - gleich zwölf Jungstars stehen vor ihrer Premiere - dient Löw derweil als Casting für den endgültigen WM-Kader und soll ihm wichtige Aufschlüsse für die Zeit nach der WM geben. Deshalb freut er sich "wahnsinnig auf dieses Spiel".

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Allerdings möchte er mit aller Macht verhindern, dass eine mögliche Niederlage gegen die mit fünf Deutschland-Legionären, aber ohne das Dortmund-Trio Robert Lewandowski, Lukasz Piszczek und Jakub Blaszczykowski antretenden Polen 34 Tage vor dem WM-Auftakt gegen Portugal für Hysterie im Lande sorgt.

"Das Ergebnis wird nicht die alles entscheidende Rolle spielen", betonte der Bundestrainer deshalb noch einmal ausdrücklich: "Die meisten Spieler sind jung, stehen teilweise noch vor dem Abitur oder sind erst ein Jahr in der Bundesliga. Aber sie haben alle Perspektive, ihnen gehört die Zukunft."

"Atmosphäre auf internationaler Bühne"

Dennoch gibt es einen kurzfristigen Nutzen: Mit Shkodran Mustafi (Sampdoria Genua), Leon Goretzka, Max Meyer (beide Schalke 04), André Hahn (FC Augsburg) und Kevin Volland (1899 Hoffenheim) zählen gleich fünf der möglichen Debütanten und der erst für zwei Minuten eingesetzte Matthias Ginter (SC Freiburg) zum vorläufigen WM-Aufgebot. Sie spielen zunächst einmal um die Chance, zu den wohl 26 Auserwählten zu gehören, die mit ins Trainingslager nach Südtirol (21. bis 31. Mai) dürfen. Diese Namen will Löw am Mittwoch verkünden.

"Die jungen Spieler sollen die Atmosphäre spüren und sich mal auf internationaler Bühne zeigen", sagte der Bundestrainer: "Sie können die Chance ergreifen, möglicherweise noch auf den WM-Zug aufzuspringen. Ich freue mich, dass wir uns vor der finalen Kader-Entscheidung mit diesen Spielern auseinandersetzen können."

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Das bevorstehende Debüt diente am Wochenende bei einigen wohl schon als Motivationshilfe. Gleich vier mögliche Debütanten trafen: Hahn und Volland, denen Löw eine "rasante Entwicklung" bescheinigt, sowie die nicht zum WM-Kader zählenden und eigentlich eher selten erfolgreichen Christoph Kramer (Borussia Mönchengladbach) und Sebastian Rudy (1899 Hoffenheim).

Pokalfinalisten, Relegationsspieler und "Ausländer" fehlen

Dem Bundestrainer fehlen wegen des Endspiels um den DFB-Pokal am Samstag in Berlin die Spieler des FC Bayern (7) sowie von Borussia Dortmund (6). Zudem auch die "Ausländer" Per Mertesacker, Lukas Podolski und Mesut Özil (FC Arsenal), Sami Khedira (Real Madrid), Miroslav Klose (Lazio Rom) und André Schürrle (keine Freigabe vom FC Chelsea). Marcell Jansen spielt mit dem Hamburger SV in der Bundesliga-Relegation.

Die mögliche deutsche Mannschaftsaufstellung: Zieler - Jung, Ginter, Höwedes, Günter - Goretzka, Lars Bender (Kramer) - Hahn, Meyer (Arnold), Draxler - Volland.

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