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Lars Bender: "Es ist ein Traum kaputt gegangen"

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Dreimonatige Pause droht  

Bender: "Es ist ein Traum kaputt gegangen"

24.05.2014, 10:43 Uhr | dpa, sid, t-online.de

Lars Bender: "Es ist ein Traum kaputt gegangen". Die deutsche Nationalmannschaft muss bei der WM-Endrunde in Brasilien ohne Lars Bender auskommen. (Quelle: dpa)

Die deutsche Nationalmannschaft muss bei der WM-Endrunde in Brasilien ohne Lars Bender auskommen. (Quelle: dpa)

Beim Geheimtraining endete der WM-Traum von Lars Bender. Der 25 Jahre alte Mittelfeldspieler zog sich im DFB-Trainingslager in Südtirol eine schwerwiegende Oberschenkelverletzung zu. Tief enttäuscht reiste Bender umgehend aus dem DFB-Quartier Hotel Andreus in St. Martin ab. "Es ist ein Traum kaputt gegangen. Ich muss das erst einmal verarbeiten", sagte der 17-malige Nationalspieler nun der "Bild-Zeitung".

"Ich kann noch nicht sagen, wie ich das verarbeite. Ich brauche erst mal ein paar Tage Ruhe und Abstand", kommentierte Bender sein WM-Aus. Besonders bitter: Der Leverkusener verpasst durch die Verletzung seine erste WM-Endrunde. "Für mich geht eine Nummer kaputt, auf die ich mich ewig vorbereitet habe, auf die ich mich ewig gefreut habe."

Drei Monate Pause für Bender?

Bender wird aller Voraussicht nach auch die ersten Wochen der neuen Bundesliga-Saison verpassen. Nach Informationen des "kicker" muss der defensive Mittelfeldspieler wegen seiner erlittenen Oberschenkelverletzung rund drei Monate pausieren. Der 25-Jährige hatte sich in einem Zweikampf verletzt.

UMFRAGE
Welche Auswirkung hat die Verletzung von Lars Bender auf das Abschneiden des DFB-Teams bei der WM?

Bender wird vermutlich die gesamte Vorbereitung von Bayer Leverkusen verpassen, höchstwahrscheinlich auch für die Qualifikationsspiele zur Champions League (1./2. Juli 2014) ausfallen. Bender wird nun zunächst in der Praxis von DFB-Arzt Hans-Wilhelm Müller-Wohlfahrt in München intensiv behandelt. Nach nicht absehbarer Zeit wird er dann wieder ins Lauftraining einsteigen.

Löw: "Für alle enttäuschend"

Die Abreise von Bender aus Südtirol schmerzte auch Joachim Löw. "Wenn so kurz vor einem Turnier ein Spieler verletzungsbedingt ausfällt, dann ist das für alle enttäuschend. Für Lars tut es mir persönlich sehr leid, ich weiß, er wollte in Brasilien unbedingt dabei sein. Sportlich und charakterlich ist er ein absolutes Vorbild", sagte der Bundestrainer. Löws Vorvorgänger Rudi Völler, Sportchef bei Benders Verein Leverkusen, sagte dem "Express": "Für Lars ist ein Kindheitstraum zerplatzt. Aber ich bin mir sicher, dass er noch stärker zurückkommen und das eine oder andere große Turnier für Deutschland bestreiten wird."

Lars folgt seinem Bruder in den Krankenstand

Dass der Leverkusener gleich mehrere defensive Positionen ausfüllen kann, macht den WM-Ausfall für Löw besonders bitter. Durch Benders Verletzung hat sich das defensive Mittelfeld der deutschen Nationalelf endgültig in ein personelles Notstandsgebiet verwandelt. Denn hinter den Leitwölfen Sami Khedira und Bastian Schweinsteiger stehen nach wie vor große Fitness-Fragezeichen. Und Philipp Lahm, der ins Mittelfeld vorrücken könnte, ist ebenfalls noch am Sprunggelenk verletzt. Somit ist Toni Kroos aktuell die einzige gesunde Fixgröße.

Eine "kombinierte Muskel-Sehnen-Verletzung im oberen Bizeps-Anteil des rechten Oberschenkels" - so das medizinische Bulletin - stoppte den Leverkusener, der damit seinem Zwillingsbruder Sven in den Krankenstand folgt. Der BVB-Spieler hatte schon vor Wochen nach einer Schambeinentzündung seine vagen WM-Hoffnungen aufgeben müssen. Den ersten gemeinsamen WM-Auftritt kann es somit erst 2018 in Russland geben, für die 25 Jahre alten Zwillinge ein durchaus realistisches Ziel. Den Wunsch eines gemeinsamen Länderspiels von Beginn an hatten sich die Benders im Mai vergangenen Jahres in Washington beim 3:4 gegen die USA erfüllt.

Verletzungspech schon beim Bundesliga-Finale

Das Verletzungspech hatte für Lars Bender schon beim Bundesliga-Finale von Leverkusen gegen Werder Bremen (2:1) begonnen, als er in der 45. Minute nach einem Pferdekuss vom Platz musste. Zwar wurde nur eine Oberschenkelprellung diagnostiziert, beim jüngsten Länderspiele gegen Polen (0:0) aber saß er nur auf der Tribüne. Das erste Balltraining in Südtirol hatte Lars Bender noch ohne Probleme absolviert, das zweite nicht mehr. Die neue Verletzung habe nichts mit der alten zu tun, versicherte der DFB.

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