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Unfall im Trainingslager zur WM 2014: DFB kündigt Aufklärung an

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DFB kündigt Erklärung an  

Nach Unfalldrama: Bordkameras könnten Aufklärung liefern

28.05.2014, 11:01 Uhr | t-online.de, dpa

Unfall im Trainingslager zur WM 2014: DFB kündigt Aufklärung an. Gedrückte Stimmung: Unfallfahrer Pascal Wehrlein war mit einem 360 PS starken Mercedes unterwegs. (Quelle: imago/M2)

Gedrückte Stimmung: Unfallfahrer Pascal Wehrlein war mit einem 360 PS starken Mercedes unterwegs. (Quelle: imago/M2)

Einen Tag nach dem schweren Autounfall im Trainingslager der deutschen Nationalmannschaft will sich der DFB zu Einzelheiten und Hintergründen des tragischen Ereignisses erklären. Für 12 Uhr hat der Verband in Südtirol eine Pressekonferenz angekündigt. Bei einem PR-Termin mit Generalsponsor Mercedes-Benz hatte der Wagen von DTM-Fahrer Pascal Wehrlein am Dienstag bei einer Ausweichaktion zwei Männer erfasst und zum Teil schwer verletzt.

Ein 63 Jahre alter Urlauber aus Thüringen musste laut "Bild" mit Verdacht auf ein Schädelhirntrauma in ein Krankenhaus in Bozen geflogen werden, sei aber mittlerweile außer Lebensgefahr. Seine Frau erlitt einen Schock. Ein Streckenposten aus St. Leonhard wurde ebenfalls leicht verletzt. Er werde in einem Krankenhaus in Meran behandelt.

Wehrlein wollte Kollision verhindern

Die Nationalspieler Benedikt Höwedes und Julian Draxler hatten bei der Aktion als Beifahrer in den Autos von DTM-Fahrer Wehrlein und Formel-1-Pilot Nico Rosberg gesessen. Nach Angaben von Augenzeugen soll der 19 Jahre alte Wehrlein, dessen Beifahrer Höwedes war, versucht haben, mit seinem Mercedes C-Klasse AMG (360 PS) dem unmittelbar vor ihm fahrenden Rosberg auszuweichen.

Der Rennfahrer, dessen Wagen mit 457 PS ausgestattet gewesen sein soll, sei von einer Frau auf der abgesperrten Rennstrecke irritiert worden sein und habe daraufhin stark abgebremst. Beim Versuch, eine Kollision zu verhindern, habe Wehrlein bei seinem Ausweichmanöver dann die beiden Männer erfasst. Beide Wagen sollen nicht schnell unterwegs gewesen, allerdings sehr dicht hintereinander hergefahren sein.

Nach dem Unfall sei Rosberg sofort aus seinem Wagen gesprungen, um erste Hilfe zu leisten. "Ich bin von dem Unfall schockiert", schrieb Mercedes-Pilot Rosberg später bei Twitter. "Meine Gedanken sind bei den beiden Menschen, die verletzt wurden, und ich wünsche ihnen eine schnelle Genesung." Der Formel-1-Pilot blieb wie Wehrlein unverletzt - der DTM-Fahrer habe aber einen Schock erlitten. Die Piloten sollen die Verletzten bereits im Krankenhaus besucht haben.

"Der Schock über die tragischen Ereignisse sitzt sehr tief. Meine ganze Hoffnung und meine Gedanken sind bei den beiden Verunglückten und ich bete, dass wir bald positive Nachrichten bekommen werden", schrieb Wehrlein auf seiner Facebook-Seite.

Bordkameras könnten Aufklärung bringen

"Wir bedauern, dass beim Besuch von Formel-1-Pilot Nico Rosberg und DTM-Fahrer Pascal Wehrlein ein Unfall passiert ist, bei dem zwei Personen verletzt wurden", sagte Mercedes-Sprecherin Claudia Merzbach. Mercedes werde alles tun, "um zur Aufklärung des Unfalls beizutragen". Gemeinsam mit der Gemeinde St. Leonhard habe man im Vorfeld alles dafür getan, dass die Strecke komplett abgesperrt wurde, erklärte Merzbach.

Mittlerweile hat die Polizei die Ermittlungen aufgenommen. Aufklärung könnten dabei Bordkameras bringen, die in den beiden Wagen installiert worden waren. Sie sollten die Fahrt und Gespräche zwischen den Piloten und den Fußballern aufzeichnen.

"Stimmung ist sehr gedrückt"

Über den Zustand von Höwedes und Draxler wurde unterdessen zunächst nichts bekannt, wenngleich sie bei dem Vorfall unversehrt blieben. Bilder vom Unfallort zeigen aber, dass beide Schalker mitgenommen wirkten. Nachdem der ursprünglich angesetzte Test gegen die U20 abgesagt worden war, trainierte die Nationalmannschaft am Dienstagabend. Höwedes und Draxler waren mit von der Partie.

Rosmarie Pamer, Bürgermeisterin der Gemeinde St. Martin im Passeiertal, fürchtet Auswirkungen auf die Stimmung: "Logischerweise ist die sehr gedrückt. Ich hoffe, dass es dem schwer verletzten Mann bald bessergeht und der Unfall nicht im Mittelpunkt der zehn Tage Trainingslager steht." Ihr Amtskollege Oswald Tschöll aus der Gemeinde St. Leonhard versicherte, dass alle Posten auf den ihnen zugeteilten Plätzen gewesen seien. Trotzdem seien Schaulustige an die Strecke gelangt, "weil das Interesse an der deutschen Mannschaft so groß ist".

UMFRAGE
Sollte der DFB nach dem tragischen Unfall auf Werbeaktionen dieser Art verzichten?

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