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Unfalldrama: Streckenposten gibt schwerverletztem Opfer die Hauptschuld

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Unfalldrama bei DFB  

Streckenposten gibt schwerverletztem Opfer die Hauptschuld

28.05.2014, 18:16 Uhr | t-online.de, sid

Unfalldrama: Streckenposten gibt schwerverletztem Opfer die Hauptschuld. Unfallort: Die beiden Autos von Mercedes stehen verhüllt vor einem Haus. Mit einem der beiden Wagen hatte es bei einem Sponsorentermin mit der Nationalmannschaft einen folgenschweren Unfall gegeben. (Quelle: Reuters)

Unfallort: Die beiden Autos von Mercedes stehen verhüllt vor einem Haus. Mit einem der beiden Wagen hatte es bei einem Sponsorentermin mit der Nationalmannschaft einen folgenschweren Unfall gegeben. (Quelle: Reuters)

Der bei dem Verkehrsunfall im WM-Trainingslager der deutschen Fußball-Nationalmannschaft verletzte Streckenposten hat die Hauptschuld an dem Unglück den Passanten gegeben. Der 63 alte Thüringer, der schwer verletzt wurde, sei über die Absperrung gegangen, sagte Michael K. der "Hamburger Morgenpost": "Er stand nicht auf der Straße. Aber dicht dran. Die Absperrung war ein paar Meter weg. Er wollte ein Foto machen und wohl auch ein Autogramm haben." Mittlerweile befindet sich das deutsche Unfallopfer nicht mehr in Lebensgefahr.

Den Verlauf der eigentlich geheim gehaltenen Strecke hätten "viele herausbekommen. So 20 Menschen, vielleicht waren es auch 15 oder 23. Die standen am Parkplatz des Hauses, auf der anderen Seite. Das war ein Riesen-Glück, dass da nicht mehr passiert ist." Wie viel Schuld die Fahrer trifft, wollte K. nicht beurteilen: "Das kann ich nicht sagen. Vielleicht hätten sie da nicht ganz so schnell sein müssen, nicht ganz so viel Theater machen sollen. Aber ich weiß es nicht."

Wehrlein "total fertig"

DTM-Pilot Pascal Wehrlein, der am Steuer des Unfallwagens saß, habe den Streckenposten bereits im Krankenhaus in Meran besucht. "Er hat sich entschuldigt. Er war völlig geschockt, total fertig. Er konnte fast gar nicht reden", berichtete K. und machte dem 19 Jahre alten Wehrlein ausdrücklich keine Vorwürfe: "So etwas wollte doch niemand. Und es ist sehr schwer, auf dieser Strecke zu fahren. Die Straße war nass. Außerdem gibt's da viele Wellen."

Er selbst hätte aber "tot sein können", erklärte der Südtiroler, der bei der Kollision im Passeiertal nach eigenen Angaben mit den Ellbogen durch die Windschutzscheibe geflogen ist. Er fürchte einen Schaden an der Wirbelsäule und Brüche am Bein. Er mache sich zudem Vorwürfe, denn "vielleicht hätte ich den anderen Mann retten können, aber ich habe ihn nicht mehr zu packen bekommen".

Für seinen Beruf sei seine Verletzung "eine Katastrophe", meinte der Bauer: "Wer soll denn meinen Hof führen?" Zu dem Unfall bei einem Sponsoren-Dreh war es offenbar gekommen, weil der vor Wehrlein fahrende Formel-1-Pilot Nico Rosberg wegen einer vor ihm aufgetauchten Person stark bremste. Wehrlein wich aus und erfasste den Streckenposten und den deutschen Urlauber. In beiden Autos saßen auch Nationalspieler: Benedikt Höwedes war Beifahrer von Wehrlein, Julian Draxler fuhr mit Rosberg.

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