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FIFA droht Konflikt-Kongress vor WM-Start

07.06.2014, 13:00 Uhr | dpa

FIFA droht Konflikt-Kongress vor WM-Start. DFB-Päsident Wolfgang Niersbach verlässt sich auf die Blatter-Aussagen von 2011.

DFB-Päsident Wolfgang Niersbach verlässt sich auf die Blatter-Aussagen von 2011. Foto: Marcus Brandt. (Quelle: dpa)

São Paulo (dpa) - Kurz vor dem WM-Anpfiff wird der Machtkampf um die Funktionärs-Vorherrschaft im Weltfußball immer intensiver und DFB-Präsident Wolfgang Niersbach zu einer zentralen Figur der Anti-Blatter-Fraktion.

"Für uns beim DFB gilt wie für alle Europäer nach wie vor, was Joseph Blatter beim UEFA-Kongress 2011 in Paris offiziell gesagt hat. Damals hat er erklärt, dass die laufende Amtszeit definitiv seine letzte sein wird. Dass er jetzt scheinbar andere Überlegungen hat, haben wir bisher nur den Medien entnehmen können", sagte Niersbach in einem Interview der Nachrichtenagentur dpa.

Lässt sich Blatter wie von ihm selbst medial mehrfach angekündigt beim FIFA-Kongress am Dienstag und Mittwoch im Transamérica Expo Center von São Paulo in einem abgekarteten Spiel von seinen Gefolgsleuten als Kandidat für eine fünfte Präsidenten-Amtszeit ausrufen, droht dem Weltverband eine neue Eskalationsstufe an Ränkespielen und Animositäten. Dabei gibt es doch durch mögliche Massenproteste in Brasilien Turbulenzen genug. Einen Tag vor Kongressbeginn werden zudem die Untersuchungen von Chefermittler Michael Garcia zur skandalumwitterten WM-Vergabe 2022 an Katar abgeschlossen.

Zündstoff genug, möchte man meinen. Von angeblich konzertierten Aktionen der Europäer gegen Blatter - wie einem symbolischen Applausboykott - weiß Niersbach aber nichts, doch der 63-Jährige kann ein solches Vorgehen auch nicht ausschließen. "Ich kenne bisher keine derartigen Absprachen der Europäer und wüsste davon, wenn es sie gäbe. Wir warten jetzt erst einmal ab, was die Sitzungen der Kontinentalverbände ergeben, die vor dem Kongress stattfinden und bei denen Joseph Blatter auch persönlich anwesend sein wird."

Mit seinen Aussagen macht sich Niersbach wieder zur Speerspitze von UEFA-Chef Michel Platini, dem erwarteten Gegenspieler Blatters bei der FIFA-Wahl im Mai 2015. "Ich halte es für richtig, dass Michel Platini erst einmal den Lauf der Dinge abwartet, ehe er sich öffentlich erklärt", sagte Niersbach über die noch passive Haltung des Franzosen. Eine in englischen Medien kolportierte eigene Kandidatur um den FIFA-Chefposten, schloss Niersbach aus. "Ich habe davon auch gehört und gelesen, aber es ist absolut nichts dran an diesem Gerücht", sagte er.

Es gehört zu den historischen Eigenheiten eines FIFA-Kongresses, dass ein Präsidentschaftswahlkampf die Aufmerksamkeit vor einer WM von dem Turnier ablenkt. Deshalb hatte die FIFA die bis 2002 üblichen Wahlkongresse extra von den Turnier-Jahren abgekoppelt. Die Person Blatter spaltet mittlerweile aber derart extrem, dass nun schon ein Jahr vor der Wahl am 29. Mai 2015 heftig debattiert wird.

In den Hintergrund geraten dabei Sachthemen. Sogar die letzte Stufe der sonst viel diskutierten FIFA-Reform findet im Kleingedruckten statt. Auch hier ist Niersbach negativ überrascht über das Vorgehen der FIFA-Spitze. "Das ist in der Tat verwunderlich. Wir fragen uns in der UEFA, warum es in einem ganzen Jahr seit dem Kongress auf Mauritius nicht möglich war, einen entsprechenden Antrag zu formulieren und vorab an die Verbände zu verschicken", sagte er. Eine Einigung auf eine Amtszeitbeschränkung für FIFA-Funktionäre soll im Gegensatz zum Kongress in Mauritius nicht wieder scheitern.

"Mir ist wichtig zu betonen: Die Europäer sind keine Reformblockierer, im Gegenteil: Wir hätten uns schon im letzten Jahr auf Mauritius eine Klärung gewünscht, ich selber habe dies beim damaligen Kongress offen angemerkt. Sollte jetzt noch kurzfristig ein tragfähiger Vorschlag zur Amtszeit- oder Altersbegrenzung zur Abstimmung kommen, würden wir dem offen gegenüber stehen", sagte Niersbach.

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