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Camp hinter der alten Fähre - Bierhoff: "neuer Reiz"

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Camp hinter der alten Fähre - Bierhoff: "neuer Reiz"

09.06.2014, 19:29 Uhr | dpa

Camp hinter der alten Fähre - Bierhoff: "neuer Reiz". Das deutsche Team setzte mit der Fähre über zum Campo Bahia.

Das deutsche Team setzte mit der Fähre über zum Campo Bahia. Foto: Marcus Brandt. (Quelle: dpa)

Santo André (dpa) - Hinter der betagten Fähre beginnt in Brasilien die ganz spezielle Welt des DFB. Rund 9000 Kilometer von der Heimat entfernt kommt den Kickern von Joachim Löw in ihrem WM-Dorf vieles ziemlich deutsch vor.

Jenseits des Flusses Joao de Tiba ist das WM-Gastgeberland abr noch sehr ursprünglich. Das neu gebaute und abgesperrte Campo Bahia, der im Eiltempo aus dem Boden gestampfte Trainingsplatz vom Feinsten, ein riesiger Medientross im 800-Einwohner-Dorf Santo André - das alles wirkt ein wenig wie ein Computerspiel mitten in der realen brasilianischen Gegenwart.

Zwar sei das Team bei der ersten 15-minütigen Überfahrt auf der Fähre, die das Umland der Urlaubsregion Porto Seguro mit dem Fischerdörfchen Santo André verbindet, schon "ein bisschen in eine andere Welt" eingetaucht, sagte Manager Oliver Bierhoff. Selbst Bundestrainer Joachim Löw zückte die Handykamera, um die so fremde Passage mit dem Stahlmonster über den Fluss festzuhalten.

Doch mindestens genauso spannend war es für die Stars um Mario Götze und Mesut Özil dann auch gleich, in welche der vier Wohngemeinschaften sie im WM-Basiscamp eingeteilt wurden. "Wir haben es sehr gut angetroffen. Wir möchten allen Menschen herzlich danken, was hier geschaffen wurde", betonte Bierhoff.

Auf 15 000 Quadratmeter logieren die 23 Spieler sowie die 40 Helfer im Campo. Es gibt 14 Villen mit 65 Suiten, vollgepackt mit viel Kunst und Wohlfühlatmosphäre. Es war ein gewagtes Unternehmen, auf das sich Bierhoff, Löw und der ganze DFB mit dem neuen Luxusressort im Staat Bahia eingelassen hatten - und es bleibt gewagt.

"Wir hatten die Idee, dass man sich in einem kleinen Camp ständig über den Weg läuft, dass Nähe zueinander besteht, dass es keine langen Wege wie in großen Hotels gibt", erläuterte Löw das Projekt mit der großen Zielrichtung Teambildung. "Auch Ruhe ist für eine Mannschaft wahnsinnig wichtig bei den Strapazen, den Reisen, dem Spielstress, dem emotionalen Stress", ergänzte der Freiburger und verteidigte so auch die Risiken des Mikrokosmos.

Zerstreuung gibt es für junge und alte Spieler in Löws Kader außerhalb des Camps kaum. Militärpolizei und weitere Ordnungskräfte bewachen jede Aktivität der Gäste. Das Verständnis für ihren speziellen Aufenthalt mussten und müssen sich die Amigos aus Deutschland bei den Anwohnern erkämpfen. Auch deshalb war für den Pfingstmontag ein öffentliches Training für die Gemeinde angesetzt.

Der DFB engagiert sich zudem mit sozialen Projekten in der Region, ein Schulprojekt soll vier Jahre laufen. "Es sind hier auch ganz spontan Dinge entstanden", bemerkte Bierhoff: "Die Spieler haben die besondere Atmosphäre gleich gespürt. Es ist ein ganz neuer Reiz für die Mannschaft."

Die Kontraste irritieren dennoch. Soldaten mit Maschinengewehren patrouillieren schon auf der Fähre. Rund vier Kilometer vom Teamhotel entfernt glänzt eine Sportanlage, die unerwünschtes Betreten erst mit einem äußeren Zaun, dann nochmals mit einem kunstvoll verzierten Bretterverschlag unmöglich macht. Bis kurz vor dem ersten Training montierten Handwerker die Fangnetze, ein Bagger planierte die Zufahrt, Helfer harkten ein Beachvolleyball-Feld. "Ich finde die Konzeption vom Camp spannend", bemerkte Nationalspieler André Schürrle.

Von Überversorgung für seine Stars will der DFB in Brasilien nichts wissen. "Kleine Selbstversorger im Quartier" seien die Spieler sogar, berichtete Bierhoff. In ihren WGs gebe es zwar Schlafräume und Bäder für jeden, aber nur je einen Kühlschrank. Der Manager weiß natürlich, dass auch all die nach Brasilien exportierten Annehmlichkeiten und Übungsbedingungen letztlich am sportlichen Erfolg bewertet werden.

"Ich glaube, es ist gut, um etwas Großes zu erreichen", meinte Schürrle. Für die Einheimischen ist einiges Große bereits geschehen. "Endlich ist hier kein Müll mehr auf der Straße", sagte eine Frau aus Santo André. Ob es die prominenten Gäste aus Deutschland bei der Busfahrt über die vielen Betonbuckel auch so empfanden?

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