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Manuel Neuer wirft sich sogar schon wieder auf verletzte Schulter

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Löw zuversichtlich  

Neuers Schulter wieder voll belastbar

09.06.2014, 19:48 Uhr | dpa

Manuel Neuer wirft sich sogar schon wieder auf verletzte Schulter. Manuel Neuer hechtet wieder den Bällen hinterher. (Quelle: dpa)

Manuel Neuer hechtet wieder den Bällen hinterher. (Quelle: dpa)

Er schmiss sich auf die linke Schulter, dann warf er sich auch auf die so lange lädierte rechte Schulter. Drei Wochen nach seiner Schulterverletzung steht Manuel Neuer wieder im Torwarttraining.

Bundestrainer Joachim Löw sieht den angestrebten Einsatz seiner ehrgeizigen Nummer eins bereits im ersten Gruppenspiel in einer Woche gegen Portugal nicht mehr als Wagnis an. "Nach aktuellem Stand wird es dieses Risiko nicht geben. Die klare Aussage der medizinischen Abteilung und auch des Spielers ist, dass er nun torwartspezifisch belastet werden kann. Ich gehe daher davon aus, dass er gegen Portugal spielen kann", sagte Löw.

Einstieg ins Teamtraining steht noch aus

Sein Assistent Hansi Flick strich nach der zweiten Übungseinheit in Santo André nochmals die herausragende Stellung Neuers im Team heraus. Zwar habe die Sportliche Leitung Vertrauen zu Roman Weidenfeller, der in den vergangenen zwei, drei Jahren seine Weltklasse nachgewiesen habe. "Nur, Manuel ist noch mal einen Tick besser", erklärte der künftige DFB-Sportdirektor.

In Brasilien streifte sich Neuer wie von Löw angekündigt wieder die Torwarthandschuhe über und wehrte im Training auch schon die ersten scharfen Schüsse von Torwarttrainer Andreas Köpke ab. "Er ist auf gutem Weg", sagte Flick. Trotz der Fortschritte wird der Schlussmann vom FC Bayern weiter nach jedem Trainingsreiz untersucht und auch behandelt, verriet Löws Assistenztrainer. Wann Neuer völlig ins Teamtraining einsteigen wird, werde man sehen.

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Wie weit kommt die deutsche Nationalmannschaft bei der WM in Brasilien?

Alles spricht für Neuer-Einsatz gegen Portugal

Nach einem ersten, kurzen Eintauchen in die unbekannte Welt am Atlantik war Neuers Rückkehr ins Tor nach dem bitteren WM-Aus von Marco Reus das lange erhoffte positive Signal. Für Löw kam Neuers Einstieg planmäßig. Der Trainerstab glaubt nicht, dass er mit einem Einsatz von Neuer schon im ersten Spiel ein Wagnis eingehen müsste.

"Neuer ist auf einem sehr guten Weg. Wann er wieder am Mannschaftstraining teilnehmen wird, muss man abwarten. Wir sind guter Dinge, dass er im ersten Spiel topfit ist", erklärte Assistenztrainer Hansi Flick.

Lahm im Mittelfeld

Löw treibt seine Pläne für das wichtige Auftaktspiel aber auch auf anderen Positionen voran. Er gewährte bei den ersten Trainingseinheiten einige aufschlussreiche Einblicke. Philipp Lahm agierte im ersten Übungsspiel im Mittelfeld, Jérome Boateng verteidigte rechts - beides so wie beim 6:1-Sieg im Benefiz-Länderspiel gegen Armenien.

"Wenn man im letzten Spiel vor einer WM auf einer Position spielt, dann geht man auch davon aus, dass man auf dieser Position eingesetzt wird", hatte Lahm schon nach seinem gelungenen 45-Minuten-Comeback in Mainz drei Wochen nach seiner Fußverletzung erklärt.

Zwei Positionen im Mittelfeld vakant

Das gegen die Armenier getestete 4-3-3-System könnte tatsächlich die taktische Variante gegen Portugal sein. Die noch um die WM-Fitness ringenden Führungskräfte Bastian Schweinsteiger und Sami Khedira scheinen dabei um den dritten Mittelfeldplatz neben Lahm und Toni Kroos zu kämpfen. Löw sucht noch intensiv nach Lösungen für seine WM-Startelf, in welcher der Dortmunder Reus bis zu seinem tragischen Verletzungs-Aus ein Fixpunkt war.

"Marco war super drauf. Er hat vor Spielfreude gesprüht. In unseren Überlegungen hat er eine zentrale Rolle gespielt", bedauerte Löw den Turnierausfall des 25 Jahre alten Angreifers. Um die vakant gewordene Planstelle von Reus in der Offensive streiten jetzt vor allem die gegen Armenien nicht nur als Torschützen auftrumpfenden André Schürrle und Lukas Podolski. "Es ist ein kleines Plus von uns, dass die Spieler in der Offensive in Schwung kommen", stellte Löw erfreut fest.

Auch Miroslav Klose, der gegen Armenien mit Länderspieltor 69 zum alleinigen deutschen Rekordschützen aufstieg und am Montag in Brasilien seinen 36. Geburtstag feierte, traut der Bundestrainer mehr als nur eine Joker-Rolle bei seiner vierten WM zu.

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