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1,4 Millionen Fußball-Fans wollen zur WM 2014 krank feiern

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Umfrage  

1,4 Millionen Fußball-Fans wollen zur WM krank feiern

11.06.2014, 16:37 Uhr | rtr, dpa, dpa-tmn

1,4 Millionen Fußball-Fans wollen zur WM 2014 krank feiern. Wer zur WM blaumacht, läuft Gefahr seinen Job zu verlieren (Quelle: dpa)

Wer zur WM blaumacht, läuft Gefahr seinen Job zu verlieren (Quelle: dpa)

Die Fans fiebern der Fußball-Weltmeisterschaft entgegen. Die Freude vieler Arbeitgeber dürfte jedoch ein wenig getrübt sein. Denn rund 1,4 Millionen Arbeitnehmer planen während der WM in Brasilien blauzumachen, teilte das Online-Reiseportal "ab-in-den-Urlaub" zu einer Umfrage unter gut 1300 Beschäftigten mit. Sollten die Beschäftigten ihre Vorhaben tatsächlich in die Tat umsetzen, wäre der volkswirtschaftliche Schaden erheblich.

Grund sei, dass wegen der Zeitverschiebung viele Partien nach hiesiger Zeit erst spät abends oder in der Nacht angepfiffen würden. Im Schnitt planten die Fans zwei Tage krank zu feiern, ohne dafür Urlaub einzureichen. Daraus ergebe sich ein volkswirtschaftlicher Schaden von rund 446 Millionen Euro. Diese Zahl beruhe auf Berechnungen des Statistischen Bundesamtes zum Durchschnittsverdienst im Produzierenden Gewerbe und bei den Dienstleistern, sagte ein Sprecher des Reiseportals.

Wegen der späten Fernsehübertragung planen laut Umfrage rund 2,1 Millionen Angestellte zu spät zur Arbeit zu kommen, zugleich aber pünktlich in den Feierabend zu gehen. "Allein diese Gruppe würde hochgerechnet einen volkswirtschaftlichen Schaden von rund 74 Millionen Euro verursachen." Durchschnittlich gingen die befragten Fans davon aus, knapp zwei Stunden zu spät zur Arbeit zu kommen.

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Auf der anderen Seite erwartet die deutsche Wirtschaft aber auch zusätzliche Impulse durch die WM, weil etwa mehr Fernseher gekauft und mehr Getränke, Süßigkeiten und Grillwürste konsumiert werden.

Kündigung droht

Vorsicht ist geboten: Arbeitnehmern droht nämlich schon die Kündigung, wenn sie dem Chef mit Blaumachen drohen. Das geht aus einem Urteil des Bundesarbeitsgerichts (Az: 2 AZR 251/07) hervor, auf das der Deutsche Industrie- und Handelskammertag in Berlin hinweist. "Krankfeiern" mit Ansage kann demnach sogar zu einer fristlosen Entlassung führen. Das gilt zum Beispiel, wenn Mitarbeiter dem Chef drohen, krank zu fehlen, falls er ihnen einen Urlaubstag nicht genehmigt.

Auch die Bespitzelung krankgemeldeter Mitarbeiter, die vermutlich nicht wirklich arbeitsunfähig sind, ist laut Rechtsanwalt Martin J. Warm erlaubt. "Wenn ein Arbeitgeber den begründeten Verdacht hat, dass ein Arbeitnehmer beispielsweise eine Krankmeldung nur vortäuscht, aber tatsächlich an anderer Stelle arbeitet, dann kann es gerechtfertigt sein, eine Detektei zu beauftragen", erläutert der Fachanwalt für Arbeitsrecht in Paderborn. Denn ohne solche Möglichkeiten habe der Arbeitgeber kaum eine Chance, Pflichtverletzungen seiner Beschäftigten nachzuweisen.

Chef kann "Blaumacher" zur Kasse bitten

Allerdings bleiben die Kosten für eine Überwachung nicht immer am Arbeitgeber hängen. Das zeigt etwa ein Urteil des Landesarbeitsgerichts Rheinland-Pfalz in Mainz. Die Mainzer Richter befanden: Wer mit Hilfe eines Detektivs beim "Blaumachen" erwischt wird, muss den Privatermittler bezahlen. Der Arbeitnehmer habe seine vertraglichen Pflichten verletzt und müsse dem Arbeitgeber daher jeden Schaden ersetzen, der mit dieser Pflichtverletzung zusammenhängt (Az.: 7 Sa 197/08).

Die Fußball-WM startet am Donnerstag mit dem Eröffnungsspiel Brasilien gegen Kroatien. Die deutsche Mannschaft trifft in der Vorrunde auf Portugal, Ghana und die USA.

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