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WM 2014: Referees nach Fehlpfiff schon wieder in der Kritik

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Fußball  

Der Fehlpfiff: Referees schon wieder in der Kritik

13.06.2014, 15:43 Uhr | dpa

WM 2014: Referees nach Fehlpfiff schon wieder in der Kritik. Die Kroaten waren sauer auf Schiedsrichter Yuichi Nishimura.

Die Kroaten waren sauer auf Schiedsrichter Yuichi Nishimura. Foto: Diego Azubel. (Quelle: dpa)

São Paulo (dpa) - Dieses Szenario wollte FIFA-Boss Joseph Blatter nach den Dauerdebatten bei der WM 2010 um die Referees unbedingt verhindern.

Doch nach dem Fehlpfiff von São Paulo erregen die Unparteiischen gleich nach dem Eröffnungsspiel wieder die Gemüter. Der Ruf nach dem Video-Beweis wird immer lauter werden. Die wichtigsten Fragen und Antworten zu den WM-Schiedsrichtern:

Wer wählt die WM-Schiedsrichter aus?

Die Entscheidung, welcher Referee bei der Weltmeisterschaft pfeifen darf, trifft die 17-köpfige Schiedsrichter-Kommission der FIFA unter der Leitung des Nordiren Jim Boyce. Nach Paragraf 10.1. der WM-Regularien bestimmt dieses Gremium auch die jeweiligen Unparteiischen für jedes einzelne Spiel. Maßgeblich dabei ist, dass der Schiedsrichter nicht aus einem Land kommen darf, das in der gleichen WM-Gruppe spielt. Gängige Praxis ist auch, dass der Referee nicht aus einer Konföderation der beiden Mannschaften stammt, es sei denn, es ist ein innerkontinentales Duell wie an diesem Freitag zwischen Spanien und den Niederlanden. Das WM-Eröffnungsspiel konnte also kein Schiedsrichter aus Europa oder Südamerika pfeifen.

Warum pfeifen bei der WM nicht nur die besten Schiedsrichter aus Europa?

Das ist eine politische Entscheidung der FIFA. Einfache Argumentation ist, dass bei einer WM auch nicht die besten 32 Mannschaften der Welt spielen, sondern die jeweils Besten der sechs Konföderationen. Kein WM-Schiedsrichter ist purer Amateur - Nishimura ist ein erfahrener Referee, der 2010 als Vierter Offizieller beim Finale im Einsatz war. Die 25 WM-Referees stammen aus allen Kontinentalverbänden - ungefähr nach dem gleichen Verteilungsschlüssel wie die Mannschaften. Unumstritten ist dies unter Schiedsrichtern nicht. Der deutsche Ober-Referee Herbert Fandel monierte diese Regelung kurz vor der WM. 2006 war er selbst dem Länder-Proporz zum Opfer gefallen.

Wie werden die WM-Referees auf das Turnier vorbereitet?

Die Referees wurden in einem intensiven Auswahlprozess seit 2012 auf ihre Aufgabe vorbereitet. Von einer Liste von 52 Kandidaten "qualifizierten" sich letztlich 25. Diese Unparteiischen wurden von der FIFA permanent beobachtet und in mehreren Schulungslehrgängen für ihre Aufgabe präpariert, inklusive Sprach- und Mentaltraining. Bei der WM wohnen die Referees wie eine Mannschaft gemeinsam in einem festen Quartier nahe Rio de Janeiro, wo sie bereits seit Anfang Juni sind.

Warum gibt es nicht wie in der Champions League oder bei der EM die Assistenten hinter den Toren?

Das für die Fußball-Regeln zuständige International Football Association Board IFAB erlaubt seit Juli 2012 den Einsatz von sogenannten Torlinien-Assistenten und der Torlinientechnologie. Welche Option zum Einsatz kommt, obliegt allein dem Veranstalter - bei einer WM also der FIFA. Der Weltverband entschied sich im Gegensatz zur UEFA, die die Champions League und die EM veranstaltet, gegen Torrichter und für die Torlinientechnik. Dafür gibt es bei UEFA-Events keine technische Unterstützung für die Referees.

Gibt es Konsequenzen aus dem Elfmeter-Fall von São Paulo?

Direkte Auswirkung auf das Turnier gibt es nicht. Mit Fehlern werden Teams wie Fans leben müssen. Wahrscheinlich wird Nishimura keine wichtigen Spiele mehr leiten. Und so paradox es klingt: FIFA-Chef Joseph Blatter profitiert von dem Fehlpfiff von São Paulo. Nur einen Abend zuvor hatte er beim FIFA-Kongress überraschend eine Kehrtwende gemacht und erstmals die Einführung des Video-Beweises als Option proklamiert. Nun kann sich der Schweizer bestätigt fühlen. Diese Diskussion wird während und nach der WM intensiv geführt werden.

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