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Blatter, Beckenbauer und Co: Peinlicher geht es nicht

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Kommentar zur FIFA  

Blatter, Beckenbauer und Co: Peinlicher geht es nicht

14.06.2014, 09:10 Uhr |

Blatter, Beckenbauer und Co: Peinlicher geht es nicht. Eigenwillige Ansichten: Franz Beckenbauer und Sepp Blatter überraschen mal wieder. (Quelle: imago/EQ-Images)

Eigenwillige Ansichten: Franz Beckenbauer und Sepp Blatter überraschen mal wieder. (Quelle: imago/EQ-Images)

Ein Kommentar von Jörg Runde

Peinlicher geht es nicht mehr: Anders kann man die Auftritte der Funktionäre rund um die WM 2014 nicht beschreiben. Wie es sich gehört, geht der oberste aller aktueller und ehemaliger Fußball-Mandatsträger bei den verbalen Aussetzern voran: Da stellte sich Sepp Blatter am Mittwoch doch tatsächlich vor die Delegierten des Weltverbandes und sprach davon, dass eine neue FIFA aufgebaut werden müsste. Gleichzeitig kündigte der 78-jährige Verbands-Präsident  die Kandidatur für seine fünfte Amtszeit an. Was anderswo als ein Widerspruch in sich gilt, ist bei der FIFA Normalität.

Ab zum Mond oder zum Mars

Als Blatter auch noch von Fußball auf anderen Planeten und einer intergalaktischen WM sprach, dürfte zumindest jedem neutralen Beobachter der Szene endgültig bewusst geworden sein: Für diesen Mann ist auf der Erde kein Platz mehr. Soll er doch zum Mond fliegen oder zum Mars. Oder irgendwo hin, wo ihm ewige Amtszeiten garantiert werden.

Vielleicht hat Blatter in seiner Funktionärs-Raumfähre auch noch Platz für Franz Beckenbauer. Der Kaiser scheint, so lassen es seine Reaktionen auf die 90-Tage-Sperre erahnen, dieser Welt nicht weniger entrückt zu sein als sein Freund Blatter. Es passt ins Bild, dass Beckenbauer mit einem WM-Boykott reagiert, obwohl er längst Stadionverbot hat.

UMFRAGE
Ist der Fußball-Weltverband FIFA noch glaubwürdig?

Was spricht gegen klare Antworten?

Wie sonst, als mit dem Leben in einer eigenen Welt, ist es zu erklären, dass er die Untersuchungen der FIFA-Ethikkommission als Majestätsbeleidigung empfindet und als "Aprilscherz" bezeichnet? Was spricht eigentlich gegen eine ernsthafte Beantwortung der gestellten Fragen zu möglichen illegalen Geschäften rund um die Vergabe der WM nach Katar?

Wenn das ehemalige Mitglied der FIFA-Exekutive nichts zu verbergen hat, sollten ihm die Antworten doch genauso leicht über die Lippen kommen, wie seine flapsigen Aussagen zu den Arbeitsbedingungen auf den Baustellen im WM-Gastgeberland 2022.

"Ich habe noch keine Sklaven gesehen"

Zur Erinnerung: Über die katastrophalen Zustände, die mehr als 1000 Zwangsarbeiter das Leben kosteten, hatte sich Beckenbauer vor Wochen lustig gemacht. "Ich habe noch keinen einzigen Sklaven in Katar gesehen. Die laufen alle frei rum. Weder in Ketten, gefesselt noch mit Büßerkappe auf dem Kopf. Das habe ich noch nicht gesehen."

Bisher ist Beckenbauer mit seiner "Ahnungslosen-Masche" immer durchgekommen. Damit scheint jetzt Schluss zu sein. Auch eine Lichtgestalt verdient Kritik, wenn sie ethische Maßstäbe nicht erfüllt.

DFB steht hinter Beckenbauer

Übrigens: Vom DFB wird Beckenbauer trotz Witzchen über Sklaven und mögliche Verwicklungen in seltsame Geschäfte weiter unterstützt: "Franz ist ein absoluter Ehrenmann", sagte Präsident Wolfgang Niersbach zur kaiserlichen Sperre.

Und Sepp Blatter? Der hat sich zum "Fall Beckenbauer" noch nicht geäußert. Was auch immer der FIFA-Boss sagen wird: Peinlicher als das, was Blatter und Co. bisher so von sich gegeben haben, kann es nicht werden.

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