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Fußballfans machen sich über "Das Wort zum Sonntag" lustig

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Übertriebene Metaphorik  

Fußballfans machen sich über "Das Wort zum Sonntag" lustig

15.06.2014, 14:16 Uhr | LS, t-online.de

Fußballfans machen sich über "Das Wort zum Sonntag" lustig. Verena Maria Kitz beim "Wort zum Sonntag" (Quelle: Screenshot ARD Mediathek)

Verena Maria Kitz beim "Wort zum Sonntag" (Quelle: Screenshot ARD Mediathek)

"Das Wort zum Sonntag" in der Halbzeitpause des WM-Spiels England gegen Italien? Gute Idee, dachte man wohl bei der ARD. Und schielte damit sicher auch auf die hohen Zuschauerzahlen trotz der spätnächtlichen Stunde. Doch das Thema "Seitenwechsel" rief bei den Fußballfans eher Belustigung statt Nachdenklichkeit hervor.

"Halt, warten Sie bitte noch einen Moment, bevor Sie gleich das Bier holen für die zweite Halbzeit. Die Fußballspieler in Manaus, die hören ja schließlich auch gerade die Kabinenpredigt von ihren Trainern und werden ins Gebet genommen! Und für Sie gibt es hier das 'Wort zum Sonntag'", begann die Frankfurter Pastoralreferentin Verena Maria Kitz. Das Wort "Seitenwechsel" als Metapher auf das Leben - mal die Perspektiven zu wechseln, eine andere Rolle einzunehmen - war sicher gut gemeint, ging im Kontext zum Fußball aber weit am Tor vorbei, um mal in der Metaphorik zu bleiben.

"Huch, die spielen ja aufs falsche Tor"

Wer sich bei den ersten Worten von Verena Maria Kitz wirklich vom Bier holen abhalten ließ, bekam dann folgenden Satz zu hören: "Also ich, ich bekomme am Anfang der zweiten Halbzeit immer erst mal einen Schreck. Und denke: Huch, die spielen ja aufs falsche Tor."

UMFRAGE
Fußball-Metaphern beim "Wort zum Sonntag" in der Halbzeit eines WM-Spiels - eine gute Idee?

Dann forderte Frau Kitz die Zuschauer zum selbst praktizierten Seitenwechsel auf. Thema Bier holen: "Wenn etwa die, die sonst immer das Bier holen müssen, in der zweiten Halbzeit gemütlich sitzen bleiben können und von den anderen bedient werden."

Auch die "Sportschau" lästerte

Die Reaktion der Fußballfans in den sozialen Netzwerken ließ da natürlich nicht lange auf sich warten. "Hab jetzt meine Kinder geweckt. Bier holen von der Tanke. Haben gefragt warum? Ich geantwortet : Seitenwechsel!", twitterte TV-Koch Steffen Henssler. "Wir sind zu nüchtern für diese Predigt, oder?", so ein User namens Jan. Selbst die Kollegen der ARD-"Sportschau" konnten sich einen hämischen Kommentar nicht verkneifen und schrieben: "Huch, die spielen ja aufs falsche Tor!"

Dass es beim "Wort zum Sonntag" dann um wirklich ernste Themen wie die Politik in Brasilien, die Proteste in den Favelas und ungerechte Verteilung auf der Welt geht, ging nach dem überambitionierten Start leider völlig unter: "Zwanghafter Fußballbezug kann auch kräftig nach hinten losgehen", kommentierte Christoph Borschel treffend auf Twitter und brachte es auf den Punkt.

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