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WM 2014: Schweiz feiert Last-Minute-Sieg über Ecuador

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Joker Seferovic trifft  

Schweiz feiert Last-Minute-Sieg über Ecuador

15.06.2014, 20:01 Uhr | dpa

WM 2014: Schweiz feiert Last-Minute-Sieg über Ecuador. Der eingewechselte Haris Seferovic schießt die Schweiz gegen Ecuador in der dritten Minute der Nachspielzeit zum Sieg. (Quelle: Reuters)

Der eingewechselte Haris Seferovic schießt die Schweiz gegen Ecuador in der dritten Minute der Nachspielzeit zum Sieg. (Quelle: Reuters)

Ottmar Hitzfelds Joker haben gestochen! Der vom deutschen Trainer-Routinier eingewechselte Admir Mehmedi (48.) leitete die Wende zum Schweizer 2:1 (0:1)-Auftaktsieg gegen Ecuador ein. Der Freiburger Bundesliga-Profi glich nach nur drei Minuten in seinem ersten WM-Spiel aus, in der dritten Nachspielzeit traf der ebenfalls eingewechselte Haris Seferovic zum Sieg.

Enner Valencia (22. Minute) hatte die Südamerikaner nach einem Patzer von HSV-Profi Johan Djourou in Führung gebracht.

Benaglio und Djourou patzen beim Gegentor

Der 65-jährige Hitzfeld setzte wie erwartet auf einen deutschen Block, gleich sechs Bundesligaprofis standen in der Startelf. Etwas überraschend spielte Johan Djourou vom Hamburger SV in der Innenverteidigung. Der Einsatz von Torwart Diego Benaglio, Ricardo Rodriguez (beide Wolfsburg), Josip Drmic (Nürnberg) Granit Xhaka (Mönchengladbach) und Xherdan Shaqiri (Bayern München) war hingegen erwartet worden. Für Ecuador begann der 19-jährige Carlos Gruezo, seit der Winterpause beim VfB Stuttgart unter Vertrag.

Die Eidgenossen taten sich von Beginn an schwer. Zwar prüften Drmic und Shaqiri Ecuadors teils unsicheren Torwart Alexander Domínguez, der für Maximo Banguera zwischen den Pfosten stand. Spielerisch zeigte der Weltranglisten-Sechste gegen den 26. allerdings zu wenig. Die Schweiz war um Ballkontrolle und Sicherheit bemüht. Flott nach vorne spielte die Nati allerdings zu selten, Fehlpässe und Ungenauigkeiten häuften sich. Besser machte es Ecuador: Die präzise Freistoßflanke von Walter Ayovi köpfte Valencia völlig unbedrängt von Djourou ins Tor. Auch Benaglio agierte im Fünfmeterraum zu passiv.

Xhaka als Spielmacher überfordert

Vieles im Schweizer Offensivspiel blieb Stückwerk. Allein Einzelaktionen oder Standards brachten Gefahr. Vor allem nach dem Gegentreffer wurde das Aufbauspiel der Schweizer immer fahriger. Etliche Fehlpässe verhinderten, dass Hitzfelds Elf trotz mehr Ballbesitz in die Nähe des Strafraums kam. Der Trainer gab Anweisungen, doch seine Mannschaft vermochte das nicht umzusetzen. Xhaka, vom Coach auf die Spielmacher-Position beordert, konnte keine Akzente setzen. Und Shaqiri blieb bei seinen Vorstößen über rechts meist hängen oder spielte Pässe in den leeren Raum.

In der zweiten Halbzeit bewies Hitzfeld eine glückliche Hand. Der eingewechselte Freiburger Mehmedi köpfte eine Ecke von Wolfsburgs Rodriguez sein erstes WM-Tor. Gruezo sah nur zu und auch Torhüter Dominguez sah nicht gut aus.

Seferovic sorgt für das Happy End

Danach bekam die Schweiz das Spiel immer besser in den Griff. Der Treffer von Drmic wurde wegen Abseits zu Unrecht aberkannt (70.), auch Shaqiri hatte kurz darauf eine gute Chance. Auf der Gegenseite machte Djourou seinen Fehler vom Gegentor wett und rettete für Benaglio vor dem leeren Tor. Kurz vor Schluss musste Steve von Bergen für Benaglio einen abgefälschten Weitschuss klären. Dann aber traf der eingewechselte Seferovic zum Schweizer Happy End.

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