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WM 2014: Iran und Nigeria spielen nicht auf WM-Niveau

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Erstes Unentschieden  

Nigeria und der Iran nicht auf WM-Niveau

17.06.2014, 15:14 Uhr | dpa, t-online.de

WM 2014: Iran und Nigeria spielen nicht auf WM-Niveau. Irans Reza Ghoochannejhad wird von John Obi Mikel (re.) attackiert. (Quelle: Reuters)

Irans Reza Ghoochannejhad wird von John Obi Mikel (re.) attackiert. (Quelle: Reuters)

Schwaches Spiel, keine Tore: Nigeria und der Iran haben sich in in einer langweiligen Partie der WM-Gruppe F vor 39.000 Zuschauern 0:0 getrennt. Es ist das erste Unentschieden im Turnier und es war ein Spiel, das einer WM-Endrunde unwürdig war.

Der Iran war zwar engagiert und spielte auf technisch ordentlichem Niveau, blieb aber aus dem Spiel in der Offensive wirkungslos. Auch Nigeria mühte sich, aber es fehlte jegliche Struktur. Unter diesen Voraussetzungen wäre der Achtelfinal-Einzug eines der beiden Teams in der Gruppe mit Argentinien und Bosnien-Herzegowina (2:1 zum Auftakt) eine große Überraschung.

Davari auf der Bank

Beiden Mannschaften gelang es nicht, ihre WM-Negativserien zu beenden. Nigeria ist seit sechs Spielen sieglos, war 2002 und 2010 jeweils als Vorrundenletzter ausgeschieden. Die Iraner hatten ihre letzten vier WM-Partien nicht gewonnen und haben als letzten Sieg das legendäre 2:1 gegen den Klassenfeind USA bei der WM 1998 in der WM-Chronik stehen. Im Tor der Iraner stand Alireza Haghighi, nicht Daniel Davari. Der Schlussmann von Bundesliga-Absteiger Eintracht Braunschweig, der zu Grasshopper Zürich wechseln wird, saß nur auf der Bank.

Auch Irans Ashkan Dejagah, einst deutscher Junioren-Nationalspieler und 2009 Deutscher Meister mit dem VfL Wolfsburg, konnte dem Spiel seines Teams vom rechten Flügel aus keine Impulse verleihen. Er wurde in der 78. Minute ausgewechselt.

Wie aus heiterem Himmel

Nigeria war überlegen und entwickelte vor allem über die linke Angriffsseite mit Victor Moses vom FC Liverpool etwas Druck - die beste Chance der ersten Hälfte hatten aber wie aus heiterem Himmel die Iraner. Nach einer Ecke von Dejagah kam Reza Ghoochannejad völlig frei zum Kopfball, den aber Nigerias Torwart Vincent Enyeama glänzend hielt (35.).

Nach der Pause blieb Nigeria leicht spielbestimmend, entwickelte aber keinerlei Torgefahr. Erst in den Schlusssekunden kam man zu Gelegenheiten.

Die Iraner konzentrierten sich weiter auf ihre defensive Ordnung und zeigten wenig Interesse an einem konstruktiven Spiel nach vorne. Beide Mannschaften gönnten sich zudem eine immens hohe Fehlerquote in Pass- und Aufbauspiel.

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