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WM 2014: Wayne Rooney sorgt für Ärger im englischen Team

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Three Lions genervt  

"Rooney Gate" überschattet englische Mannschaft

18.06.2014, 06:40 Uhr | sid

WM 2014: Wayne Rooney sorgt für Ärger im englischen Team. Wayne Rooney kann mit der bisherigen Leistung nicht zufrieden sein. (Quelle: dpa)

Wayne Rooney kann mit der bisherigen Leistung nicht zufrieden sein. (Quelle: dpa)

Das Theater um den englischen Stürmerstar Wayne Rooney nimmt kein Ende und droht die "Mission Achtelfinale" der Three Lions akut zu gefährden. Erst der Ärger über die beißende Kritik nach dem WM-Auftakt gegen Italien (1:2), dann die nächste Phase in der Diskussion um seinen Platz im Team. Und jetzt auch noch ein handfester Streit mit den Medien: Für den 28-Jährigen kommt es knüppeldick.

"Manchmal frage ich mich echt, was die da machen", schimpfte Rooney via Facebook über einige heimische Blätter. Diese hatten zuvor berichtet, Rooney sei von Teammanager Roy Hodgson nach seiner schwachen Vorstellung gegen die Azzurri zum Training mit Englands zweiter Garde verbannt worden. Tatsächlich übte der Stürmer von Manchester United mit den Ersatzspielern - allerdings auf eigenen Wunsch, wie er betonte.

"Ich habe von Anfang an gesagt, dass ich alles dafür tun werde, um für die Spiele bei der WM bereit zu sein. Deshalb habe ich schon vorher Extraschichten eingelegt - und genau das habe ich jetzt wieder getan. Weil ich es wollte", schrieb Rooney.

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Die Mannschaft ist genervt

Die Berichte über die angebliche Strafversetzung schlugen auf der Insel hohe Wellen und riefen sogar den Verband FA auf den Plan. Der sah sich genötigt, via Twitter zu dementieren - und sperrte zwei Reporter vorübergehend aus.

Wie sehr die Mannschaft das anhaltende Theater um Rooney nervt, machte Routinier Frank Lampard klar. Im Trainingscamp der Briten erklärte er, Rooney sei zwar ein "großer Spieler", es sei aber "schädlich" sich immer nur auf ihn zu konzentrieren. Das Team, das gegen Uruguay am Donnerstag in Sao Paulo ein vorzeitiges Aus verhindern soll, gehe dabei völlig unter, klagte Lampard.

"Für die Außenpositionen gibt es bessere Spieler"

Die Frage, die die ganze Fußball-Insel spaltet, ist nun, ob Rooney Teil dieses Teams sein soll. Und wenn ja, auf welcher Position? Stürmerlegende Alan Shearer hat dazu eine klare Meinung. Der 43-Jährige glaubt, dass Rooney auf dem linken Flügel, von wo er gegen Italien immerhin eine Torvorlage gab, eine Fehlbesetzung ist.

"Wenn Wayne nicht auf der Zehner-Position hinter Angreifer Daniel Sturridge spielt, dann sollte man ihn ganz rausnehmen", sagte Shearer der BBC und begründete: "Für die Außenpositionen gibt es bessere Spieler im Team."

Neben den jungen Wilden Raheem Sterling, Sturridge und Danny Welbeck wirkte Rooney zuletzt wie ein Auslaufmodell. Das hohe Tempo seiner Nebenleute konnte er im Tropenkick von Manaus kaum mitgehen. Dazu drängen der genesene Alexander Oxlade-Chamberlain, Ross Barkley und Adam Lallana ins Team.

Der kleine George soll es richten

Welbeck gab Rooney Rückendeckung. "Er ist ein klasse Spieler mit Erfahrung. Und egal, wo Wayne spielt, er kann einen erheblichen Einfluss auf das Spiel haben. Er kann den Unterschied ausmachen", sagte er. Der frühere Nationalspieler Phil Neville nannte es "unfassbar", dass über ihn überhaupt diskutiert wird. "Würde Brasiliens Coach Neymar auf die Bank setzen? Oder Portugals Trainer Cristiano Ronaldo?", fragte Neville entgeistert.

Die stets bissige Presse hat die Lösung schon gefunden - der knapp elfmonatige Prinz George soll's richten. "Kannst du am Donnerstag für uns spielen, George?", flehte die "Daily Mail" augenzwinkernd, unter der Zeile kickte der Kleine mit einem Stoffball. Rooney hat bislang 39 Treffer für England erzielt. Bei einer WM hat er jedoch noch nicht getroffen.

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