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WM 2014: Warum Standardsituationen so wichtig sind

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Ein Drittel aller Tore fallen nach ruhenden Bällen  

Warum Standardsituationen bei der WM so wichtig sind

18.06.2014, 11:26 Uhr | sid, t-online.de

WM 2014: Warum Standardsituationen so wichtig sind . Mats Hummels (weißes Trikot) köpft das 2:0 gegen Portugal.  (Quelle: imago/BPI)

Mats Hummels (weißes Trikot) köpft das 2:0 gegen Portugal. (Quelle: BPI/imago)

Die Regel "drei Ecken - ein Elfer" gilt zwar nur auf dem Bolzplatz, doch auch auf der großen WM-Bühne sind Standardsituationen derzeit eines der vielversprechendsten Mittel zum Erfolg. Selbst die deswegen häufig gescholtene DFB-Auswahl hat das altbewährte Mittel wiederentdeckt. "Das ist ein wichtiges Thema", sagte Bundestrainer Joachim Löw, dessen Team in den vergangenen Jahren eher selten nach Standards erfolgreich war. Beim 4:0 gegen Portugal trafen Thomas Müller per Elfmeter und vor allem Mats Hummels per Kopf nach einer Ecke von Toni Kroos. "Standards haben ein Gewicht. Da haben wir mit den Spielern drüber gesprochen", sagte Löw.

Das haben allerdings fast alle Mannschaften verinnerlicht. Nach den ersten 17 WM-Spielen fielen von den 49 Toren 16 nach Ecken, Freistößen oder Elfmetern - knapp 33 Prozent. Zum Vergleich: Vor vier Jahren in Südafrika waren es insgesamt lediglich 25,5 Prozent gewesen (37 von 145 Treffern).

Aus nach Kopfball

In den letzten Jahren war Löw häufiger dafür kritisiert worden, dass er angeblich zu wenige Varianten einstudieren ließ. Diesmal überließ die DFB-Auswahl aber nichts dem Zufall. Wohl auch aus den Erfahrungen der letzten Jahre. 2010 bei der WM schieden die Deutschen nach einem Puyol-Kopfball im Anschluss an eine Ecke aus. Diesmal durften sich sogar die Spieler selbst Ausführungen überlegen. "Wir haben einige Varianten geübt, die wir demnächst noch anwenden können", sagte Innenverteidiger Hummels. Zudem sah man einige neu einstudierte Dinge: Bei einem Freistoß von Kroos liefen gleich drei Spieler zuvor über den Ball.

UMFRAGE
Wer ist der beste Standardschütze der WM?

Standardsituationen sind in Brasilien enorm wichtig. Auf absolutem Topniveau unterscheiden viele Teams nur noch Nuancen. Wenn die Abwehrreihen keine Fehler machen, bleiben fast nur noch Standards, um Torgefahr zu erzeugen. Zuletzt profitierten davon auch die Schweiz und die USA. Das Team von Ottmar Hitzfeld drehte die Partie gegen Ecuador mit zwei Standards, die USA gewannen gegen Ghana durch ein spätes Kopfballtor des Berliners John Anthony Brooks - nach einer Ecke. Für US-Trainer Jürgen Klinsmann war dies aber kein Zufall. Die "Set Pieces" (Standardsituationen) habe er "trainieren, trainieren, trainieren lassen", sagte Klinsmann nach dem Spiel.

Mit wenig Energieaufwand Chancen kreieren

Zudem verhindern die klimatischen Verhältnisse in den meisten Spielorten einen 90-minütigen Hochgeschwindigkeitsfußball. Umso wichtiger ist es, mit möglichst wenig Energieaufwand Torchancen zu kreieren. "Das Freistoß-Training ermüdet auch nicht so. Unser Trainer lässt uns 20 oder 30 Mal diese Situationen üben. Da kann man schon einiges verbessern", sagte der brasilianische Stürmer Fred. Das ist für den Gastgeber auch wichtig, schließlich haben die Brasilianer bei Standards einige Probleme. Von den bisher 62 Toren unter Luiz Felipe Scolari fielen nur zehn nach Standards. Und in der Defensive haben sie in dem Bereich Probleme: Das WM-Aus 2006 gegen Frankreich und 2010 gegen die Niederlande lag zu einem großen Teil an ihren Schwächen dort.

Der WM-Trend ist im Klub-Fußball schon länger zu erkennen. Die Bayern machten in der Champions League gleich zweimal böse Erfahrungen mit Standards. 2012 durch Didier Drogba und im diesjährigen Halbfinale durch Sergio Ramos. Und auch im Endspiel traf der Real-Innenverteidiger nach einem Standard.

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