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Aus Bewunderung wird Häme: Welt spottet über Spanien

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Fußball  

Aus Bewunderung wird Häme: Welt spottet über Spanien

19.06.2014, 15:40 Uhr | dpa

Aus Bewunderung wird Häme: Welt spottet über Spanien. Für Spanien ist bei der WM bereits in der Vorrunde Schluss.

Für Spanien ist bei der WM bereits in der Vorrunde Schluss. Foto: Marcelo Sayao. (Quelle: dpa)

Berlin (dpa) - Von der Fußball-Weltmacht zur globalen Witz-Elf sind es nur ein paar kleine Schritte - oder zwei WM-Niederlagen.

Herrschten in den vergangenen sechs Jahren Ehrfurcht, Respekt, ja fast Angst vor den spanischen Ballbesitzkünstlern, werden sie nach ihrem überraschenden WM-Aus in der Vorrunde nun gnadenlos mit Spott überzogen - und das nicht nur von namenlosen Twitterern.

In die vorderste Reihe der Schlammwerfer stellt sich der kleine Fußballverband Tahitis. Eine auf Twitter verbreitete Fotomontage des TFT zeigt die spanischen Spieler Sergio Ramos, Gerard Piqué, Cesc Fábregas und Iker Casillas auf dem Deck der Titanic, Geige spielend. "Titanic, dieser Film gefällt uns. Und Euch?", lautet die Überschrift. Beim Ozeanien-Meister von 2012 scheint der Stachel der 0:10-Niederlage gegen Spanien beim Confed-Cup im vergangenen Jahr noch tief zu sitzen.

Auch in Spanien selbst herrschte nicht nur Trauer über das WM-Aus. Statt "Tiki-Taka" heiße es jetzt "taca-taca", ätzten Fans in sozialen Netzwerken. Tiki-Taka ist der berühmte Kombinationsfußball der "selección", taca-taca werden in Spanien Rollatoren genannt.

Ein eher witziges, denn hämisches Wortspiel brachte Twitter-Nutzer @deinetagessau: "AUS TRALIEN, AUS SPANIEN, AUS KAMERUN." Und ZDF-Reporter Thomas Skulski (@Skulle2014) schrieb bei dem Kurznachrichtendienst: "Thronwechsel heute in Spanien, den im Fußball gab's gestern, Chile haut einstige Kolonialmacht raus" und schließt mit dem Bob-Dylan-Klassiker "The Times They Are A-Changing".

Nach dem Motto "Schadenfreude ist die schönste Freude" postete der einstige Twitter-Deutschland-Chef Rowan Barnett (@rowbar, heute Director Market Development & Media) zwei identische Bilder des stets etwas mürrisch dreinblickenden Nationaltrainers Vicente del Bosque mit der Überschrift: "Links: Del Bosque nach #WM2010-Sieg - Rechts: Del Bosque nach #WM2014-Debakel".

Und Ivo Hrstic (@HrsticIvo), Nachrichtenchef des TV-Senders Sport1, brachte es bereits nach dem 1:5 der Spanier gegen die Niederlande in Baby-Fäkalsprache auf den Punkt: "Das Ende von Tiki Taka, das war eher Pipi Kacka." Es ist also wahr: "Wer den Schaden hat, braucht für den Spott nicht zu sorgen."

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