Startseite
Sie sind hier: Home > Sport > Fussball > WM 2014 >

Fan-Favorit Redknapp lässt kein gutes Haar an den Three Lions

...
t-online.de ist ein Angebot der Ströer Content Group

Weltmeister 2022? "Im Leben nicht!"  

Fan-Favorit Redknapp lässt kein gutes Haar an England

22.06.2014, 14:18 Uhr | sid

Fan-Favorit Redknapp lässt kein gutes Haar an den Three Lions. Harry Redknapp hat kein Interesse mehr daran, die englische Nationalmannschaft zu trainieren. (Quelle: imago/BPI)

Harry Redknapp hat kein Interesse mehr daran, die englische Nationalmannschaft zu trainieren. (Quelle: BPI/imago)

Er ist der Favorit der Fans auf die Nachfolge von Teammanager Roy Hodgson, doch nun hat Harry Redknapp eindrucksvoll unterstrichen, warum er nicht Coach der englischen Nationalmannschaft werden will. In einem Interview mit der "BBC" fällte der 67-Jährige ein vernichtendes Urteil über die Three Lions.

"Wir fahren immer zu Turnieren, schon angefangen bei der U17, und jeder hat schon eine Entschuldigung parat", sagte der Coach, der mit Queens Park Rangers in die Premier League aufgestiegen ist: "Als ich in Tottenham war, kamen zwei oder drei Spieler zu mir und baten darum, sie nicht für Länderspiele freizugeben. Sie wollten nicht für ihr Land spielen. Und seitdem ist es noch schlimmer gewonnen."

Keine Zweifel an der fußballerischen Qualität

Dies habe mit der Anfeindung der Fans zu tun: "Die Spieler stehen Woche für Woche in der Premier League auf dem Platz, sie verdienen viel Geld und sie spielen Champions League. Da denken sie sich: Warum soll ich mir diese Aggression antun?"

An der Qualität könne das vorzeitige Vorrunden-Aus bei der WM nicht liegen, betonte Redknapp. Man habe nur eine "mittelmäßige Gruppe gehabt. Italien hat die schlechteste Mannschaft seit Jahren. Uruguay hat nur zwei gute Stürmer. Dass Costa Rica gegen beide gewonnen hat, sagt doch alles".

England Weltmeister? "Im Leben nicht!"

England habe "Spieler, die Woche für Woche in der Premier League spielen. Andere spielen mit welchen, die bei uns auf der Bank sitzen. Wir haben eindeutig bessere Spieler als sie, aber wir scheitern seit Jahren, mit einem guten Trainer nach dem anderen."

Auf die Frage, ob er die Prognose von Verbandspräsident Greg Dyke teile, dass England 2022 Weltmeister werden könne, erklärte Redknapp: "Machen Sie Witze? Im Leben nicht!"

Rooney fordert mehr Boshaftigkeit

2012 war der Coach lange Favorit auf den Posten des Teammanagers, fühlte sich aber übergangen, als ihm Hodgson vorgezogen wurde. Als er nun eine Umfrage nach einem Nachfolger des noch nicht entlassenen Hodgson gewann, stellte Redknapp aber klar: "Das Thema ist vorbei und abgehakt."

Hitzeschlacht in Fortaleza 
Ghanas Disziplin überrascht die DFB-Elf

Unser Redakteur Thomas Tamberg analysiert das zweite Gruppenspiel. Video

Für Teammanager Hodgson geht es im letzten Gruppenspiel gegen Costa Rica um den Job. "Wir werden rausgehen, kämpfen und unseren Stolz zeigen", versprach Stürmerstar Wayne Rooney für sein vielleicht letztes WM-Spiel. Rooney glaubt den Grund für das Scheitern auch schon erkannt zu haben.

"Wir sind zu ehrlich und zu brav", erklärte der 28-Jährige: "Bei allen Teams, die in den vergangenen Jahren Titel geholt haben, hat man eine Boshaftigkeit erkannt, die uns fehlt. Und auch Uruguay hat gegen uns unglaublich viele clevere Fouls begangen. Und sie haben ständig den Schiedsrichter bequatscht. Das werde ich ab jetzt auch tun."

Urlaub 
Weltmeister verabschieden sich

Bastian Schweinsteiger und Co. legen nun erst einmal ein paar Tage die Füße hoch. mehr

Cahill: WM ein absoluter Karriere-Tiefpunkt

"Das wird ein harter Sommer", unkt Rooney bereits: "Wo immer wir auftauchen, werden Fans uns ansprechen. Aber wir müssen immer dran denken: Für sie ist das alles härter als für uns. Sie warten schon seit 48 Jahren auf einen Titel." 1966 gewann England die WM im eigenen Land, unter anderem durch das Wembley-Tor im Finale gegen Deutschland.

Bis zum Spiel gegen die starken Mittelamerikaner muss aber erst einmal der Schock verdaut werden. "Vor ein paar Wochen war die WM ein Highlight meiner Karriere. Nun ist sie ein absoluter Tiefpunkt", sagte Abwehrspieler Gary Cahill, der sich jetzt schon davor fürchtet, "was in den nächsten Monaten alles über uns gesagt und geschrieben wird".

Hodgson: "Es gibt nichts, was ich bereuen muss"

Gegen Costa Rica müssen die Briten erst einmal ihren Treuebekenntnissen für Hodgson Taten folgen lassen. Wobei dieser seine Chancen auf Erfüllung des Vertrages bis 2016 mit flapsigen und wenig feinfühligen Aussagen verschlechtert haben dürfte. Während Spieler wie Rooney sich offiziell bei den Fans entschuldigten und Cahill "die volle Verantwortung übernahm" erklärte der Coach: "Ich würde alles wieder genauso tun. Es gibt nichts, was ich bereuen muss. Wir waren gut vorbereitet, wir sind auf dem richtigen Weg und wir hatten die richtigen Spieler dabei. Wir hatten nur nicht die richtigen Ergebnisse."

Diese Mannschaft werde "bald viel Gutes leisten", versprach Hodgson. Ob mit ihm?: "Das liegt nicht in meinen Händen." Der Verband hat ihm den Rücken gestärkt, die Spieler auch.

In der Nachspielzeit 
Last-Minute-Messi entzaubert Iran

Doch WM-Mitfavorit Argentinien kann erneut nicht überzeugen. Video

Liebe Leser, bitte melden Sie sich an, um diesen Artikel kommentieren zu können. Mehr Informationen.
Neue Kommentare laden
Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre Adresse an.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht

Wählen Sie aus dem Pull-Down-Menü Ihren gewünschten Ansprechpartner aus. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail
Anzeige
Video des Tages
Anzeige

Shopping
tchibo.deOTTObonprix.deESPRITC&ACECILzalando.dedouglas.deKlingel.de
Sport von A bis Z

Anzeige
shopping-portal