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Belgien gegen Russland: Joker Origi rettet Geheimfavorit Belgien

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Glücklicher Sieg gegen Russland  

Joker Origi rettet Geheimfavorit Belgien

22.06.2014, 19:50 Uhr | sid, dpa

Belgien gegen Russland: Joker Origi rettet Geheimfavorit Belgien. Belgiens Kapitän Vincent Kompany (li.) im Duell mit dem Russen Alexander Kokorin. (Quelle: dpa)

Belgiens Kapitän Vincent Kompany (li.) im Duell mit dem Russen Alexander Kokorin. (Quelle: dpa)

Geheimfavorit Belgien hat sich durch einen Duselsieg ins WM-Achtelfinale gequält. Beim glücklichen 1:0 (0:0) gegen Russland erlöste der eingewechselte Joker Divock Origi in der 88. Minute das Team von Trainer Marc Wilmots nach einer über lange Strecken enttäuschenden Vorstellung. Russland droht dagegen das Vorrunden-Aus.

Vor den Augen des belgischen Königs Philippe und 73.819 Zuschauern in der Endspielarena Estadio do Maracana in Rio de Janeiro lieferten beide Teams eine ganz schwache Partie ab.

Brychs Pfeife bleibt stumm

Der Münchner Schiedsrichter Felix Brych hatte seine zweiten WM-Auftritt. Er pfiff größtenteils gut, lag aber bei einer sehr kniffligen Situation wohl daneben: Beim Foul des Belgiers Toby Alderweireld an Maxim Kannunikow im Strafraum (26. Minute) hätte er Elfmeter geben können.

Wilmots hatte die Partie zu einem "Sechs-Punkte-Spiel" erklärt, und dementsprechend engagiert ging sein Team die Aufgabe auch an. Anders als beim mühsamen 2:1 zum Auftakt gegen Algerien wollte der WM-Mitfavorit von der ersten Sekunde an die Initiative übernehmen. Die gegen die Nordafrikaner erst eingewechselten Torschützen Marouane Fellaini und Dries Mertens standen diesmal in der Startelf.

Hazard und Lukaku gelingen wenig

Vor allem der agile Mertens vom italienischen Pokalsieger SSC Neapel sorgte über die rechte Seite für mächtig Schwung und hatte bei zwei gefährlichen Schüssen (20./22.) auch die besten Chancen seiner Mannschaft vor der Pause. Darüber hinaus lief bei den hochgelobten Belgiern nach ordentlichem Beginn aber nicht mehr viel zusammen. Chelseas Eden Hazard blieb auf der linken Seite genauso blass wie Evertons Angreifer Romelu Lukaku.

Kokorin vergibt Riesenchance

Die Russen, beim 1:1 zu Turnierbeginn gegen Südkorea noch überraschend nervös, präsentierten sich bei ihrem zweiten Auftritt wesentlich ruhiger und taktisch disziplinierter. Das Team von Coach Fabio Capello gab Belgien wenig Raum zur Entfaltung, mehr als ein paar eigene Zufallskonter sprangen bei der Safety First-Taktik aber auch nicht heraus.

Immerhin hatte Alexander Kokorin 60 Sekunden vor der Pause mit einem Kopfball aus acht Metern frei vor dem belgischen Keeper Thibaut Courtois die beste Chance der ersten Hälfte.

Gellendes Pfeifkonzert nach 60 Minuten

Wo war der Esprit der Belgier, wo der Tempofußball, mit dem die eher schwerfällige Abwehrreihe der Russen in ernsthafte Verlegenheit hätte gebracht werden können? So erlebte Russlands Abwehrstratege Sergej Ignaschewitsch in seinem 100. Länderspiel einen relativ ruhigen Nachmittag.

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Hazard ans Aluminium

Immer wieder forderte Wilmots seine Akteure zu mehr Zielstrebigkeit auf - lange vergeblich. Die Russen wurden mutiger, aber nicht gefährlicher. Die geduldigen Fans quittierten die Langeweile nach einer guten Stunde dann doch mit einem gellenden Pfeifkonzert - und wurden mit einer zumindest packenden Schlussphase noch entschädigt.

Nach einem knapp verzogenen Schuss des eingewechselten Andrej Jeschtschenko (81.) klatschte ein Hazard-Freistoß an den Pfosten (84.). Origi sorgte mit dem goldenen Treffer dann für die kollektive Erleichterung bei den Belgiern.

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