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WM 2014: Die positiven Folgen für die Nationalelf aus dem Ghana-Spiel

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Wichtige Grenzerfahrung  

Die positiven Folgen aus dem Ghana-Spiel

23.06.2014, 07:54 Uhr | , t-online.de

WM 2014: Die positiven Folgen für die Nationalelf aus dem Ghana-Spiel. Per Mertesacker (li.) und Mats Hummels (Quelle: AP/dpa)

Per Mertesacker (li.) und Mats Hummels klatschen nach dem Abpfiff ab. (Quelle: AP/dpa)

Aus Fortaleza (Brasilien) berichtet Thomas Tamberg

Man kann nur hoffen, dass die Heimatredaktion bei der Bestellung des Mietwagens eine gute Zusatzversicherung abgeschlossen hat. Den täglichen Weg entlang der Küstenstraße vom Hotel zum DFB-Medienzentrum hat der Brasilianer mit dermaßen hohen Betonbuckeln entschleunigt, dass diese nur mit absoluter Schrittgeschwindigkeit zu passieren sind, will man nicht kräftig mit dem Unterboden des Autos aufzusetzen. Es gibt Hinweisschilder, die weisen darauf hin, dass eine solch archaische "Tempo 5 Zone" in 100 Metern kommt, manche weisen darauf hin, dass sie in 20 Metern kommt. Und dann gibt es die ganz fiesen Buckel, die ohne Hinweisschild aus dem Nichts vor einem auftauchen.

Wer im falschen Moment den Blick von der Straße nimmt und auf die Palmen und das Meer blickt, der hat schon verloren. Es waren schmerzhafte Erfahrungen. Mittlerweile jedoch begegnet man jedem dieser kleinen Monsterwälle mit einem Siegerlächeln. "Meinen Auspuff kriegst du nicht". 

Auf diesen schmerzhaften Lerneffekt hofft die deutsche Nationalmannschaft. Auch wenn sie zuvor Grenzerfahrungen der ganz anderen Art bewältigen musste. Beim zweiten WM-Spiel gegen Ghana lag zweifelsohne vieles im Argen und es drohte sogar eine Niederlage. Doch die Hitzeschlacht von Fortaleza zeigte auch, dass die Mannschaft von Bundestrainer Joachim Löw Moral und Kämpferherz hat. Zwei Eigenschaften, die im weiteren Turnierverlauf zweifelsohne den Unterschied ausmachen können.

"Eigentlich bin ich ganz zufrieden, denn wir haben nach dem 1:2 und bei diesen Temperaturen eine tolle Moral gezeigt und hatten am Ende gegen eine kampfstarke und spielerisch gute Mannschaft noch ein paar gute Chancen", zog auch Löw bei all den taktischen Dingen, die nicht funktionierten, durchaus etwas Positives aus dem Spiel.  

Mertesacker: "Wir mussten leiden"

Vor allem der offene Schlagabtausch in der Schlussviertelstunde stand im Blickpunkt. Der war taktisch wahrlich kein Glanzstück, aber auf der anderen Seite haben Thomas Müller und Co. ihn auch angenommen und spielten ebenso voll auf Sieg wie Ghana. "Ich glaube, das Spiel hat uns weitergebracht", stellte daher Per Mertesacker fest.

Auch der Abwehrspieler war nach seinem 100. Länderspiel total erschöpft, aber dennoch zufrieden. "Wir mussten richtig leiden, aber wir konnten sehen, was es heißt, bis zum Ende durchzuhalten, zu kämpfen und noch Chancen herauszuarbeiten. Weil wir es mussten und weil wir dazu in der Lage sind." 

Teamgeist gestärkt

In der Tat zeigte die Mannschaft, dass sie tatsächlich Charakter besitzt. Nach dem Doppelschlag der Ghanaer zum 1:2, verzagte die DFB-Elf keinesfalls, sondern drängte mit Macht auf den Ausgleich. Der ihr auch relativ schnell durch Miroslav Klose gelang.  

Dass obendrein mit Bastian Schweinsteiger und Klose zwei Spieler die Schlussakzente setzten, die bisher nur eine Zuschauerrolle innehatten, dürfte ebenso wie die Grenzerfahrung gegen Ghana den Teamgeist stärken. "Wir haben gesehen, dass die Spieler, die von außen reinkommen, auch immer den Unterschied ausmachen können", bestätigte Mertesacker die Aussage des Trainers, dass auf die Spezialkräfte von der Bank bei diesem Turnier eine ganz besondere Rolle zukommt. 

Hitzeschlacht in Fortaleza 
Ghanas Disziplin überrascht die DFB-Elf

Unser Redakteur Thomas Tamberg analysiert das zweite Gruppenspiel. Video

Spannung gegen USA ist da

Nun muss gegen die USA mindestens ein Remis her. "Das hält die Spannung hoch", kann Mertesacker auch der Tatsache etwas Positives abgewinnen, dass ein Sieg gegen Ghana verpasst wurde. Der 29-Jährige weiß, dass die deutsche Mannschaft mit dem zurückliegenden Spiel anderen Teams eine Erfahrung voraus hat, die noch einmal wichtig werden könnte. "Wir sind gerüstet für den weiteren Weg."

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