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WM 2014: Algerien-Coach Halilhodzic teilt wieder aus

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Nach historischem Sieg  

Algerien-Coach Halilhodzic teilt wieder aus

23.06.2014, 09:33 Uhr | sid

WM 2014: Algerien-Coach Halilhodzic teilt wieder aus. Der Bosnier Vahid Halilhodzic trainert das algerische Nationalteam seit 2011. (Quelle: imago/Xinhua)

Der Bosnier Vahid Halilhodzic trainert das algerische Nationalteam seit 2011. (Quelle: Xinhua/imago)

Vahid Halilhodzic klatschte jeden einzelnen seiner Spieler ab, ließ sich von den algerischen Fans für einen "historischen Erfolg" feiern - dann fuhr der Algerien-Coach mal wieder schweres Geschütz auf. "Ich weiß doch ganz genau, dass sich einige von euch darüber nicht freuen", herrschte der Bosnier die algerischen Journalisten im Bauch des Estadio Beira-Rio in Porto Alegre an. "Gerüchte und Lügen wurden verbreitet, meine Familie wurde angegriffen. Ich hätte schon längst aufhören können, aber ich bin gut erzogen und habe trotzdem mit euch gesprochen."

Das über weite Strecken begeisternde 4:2 (3:0) seiner Mannschaft gegen Südkorea, der erste WM-Sieg der Wüstenfüchse seit 32 Jahren - mit Halilhodzics Attacken war ein Stück algerische Fußball-Geschichte in den Hintergrund gerückt. Nach all den Querelen der vergangenen Tage und Wochen sah sich der 61-Jährige mal wieder gezwungen, verbal auszuteilen.

Afrikanischer WM-Torrekord

Halilhodzic hatte jedenfalls gute Argumente. Vier Tore hatte bei einer WM zuvor noch keine afrikanische Mannschaft erzielt, das Achtelfinal-Ticket ist in Gruppe H plötzlich wieder in greifbarer Nähe.

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Der umstrittene Coach fühlte sich also gewappnet für die nächste Runde im Kampf mit den heimischen Medien. "Das war nah an der Perfektion", sagte Halilhodzic über die erste Halbzeit, in der Islam Slimani (26. Minute), Rafik Halliche (28.) und Abdelmoumene Djabou (38.) die Tore erzielt hatten. Dass nach dem Seitenwechsel nur noch Yacine Brahimi (62.) traf und die Bundesliga-Legionäre Heung-Min Son (50.) und Ja-Cheol Koo (72.) Schwächen in der algerischen Abwehr offenbarten, war zu diesem Zeitpunkt vollkommen egal.

Nach Niederlage gegen Belgien im Kreuzfeuer

"Ich bin vor drei Jahren nach Algerien gekommen, und die Lage glich einem Desaster. Wir mussten von vorne beginnen und ein neues Team entwickeln", sagte Halilhodzic, ehe er seinen Anteil am wegweisenden Erfolg gegen die Asiaten verdeutlichte: "Ich habe die Taktik gegen Südkorea vorbereitet, ich war es."

Halilhodzic war in den vergangenen Wochen, vor allem aber nach der 1:2-Niederlage zum Auftakt gegen Belgien ins Kreuzfeuer der Journalisten geraten. Zu defensiv habe er spielen lassen, der Verbandspräsident wollte danach sogar die Aufstellung bestimmen, ein Nachfolger stehe auch schon in den Startlöchern. "Die Kritik war unfair", sagte der Trainer nun.

"Es hat alles perfekt funktioniert"

Demonstrativ stellten sich die Schützlinge daher hinter ihren Chef. "Man muss dem Trainer danken", sagte Slimani, "er hat klare Anweisungen gegeben. Es hat alles perfekt funktioniert." Bis auf wenige Ausnahmen zeigten die anderen Spieler den Journalisten nach dem Spiel die kalte Schulter. Statements? Nicht mit uns!

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Halilhodzic machte auch klar, wem er den Erfolg widmete. "Den Fans und dem algerischen Volk. Ihr Journalisten habt mich immer kritisiert, aber die Fans standen immer hinter mir. Das ist ein wundervolles Geschenk, auf das wir lange warten mussten", sagte er.

Gegen Russland ums Achtelfinale

Und die Reise soll noch lange nicht zu Ende sein. Ein Punkt gegen Russland könnte bereits reichen, um erstmals in das Achtelfinale einzuziehen. Mit dem neu gewonnenen Selbstvertrauen aber ist das Ziel der Wüstenfüchse ein anderes. "Wir spielen natürlich auf Sieg", sagte Kapitän Madjid Bouguerra.

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