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WM 2014: Kolumbien souverän, Griechenland siegt durch späten Elfmeter

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Kolumbien mit drittem Sieg  

Später Elfmeter lässt Griechenland jubeln

25.06.2014, 11:01 Uhr | t-online.de

WM 2014: Kolumbien souverän, Griechenland siegt durch späten Elfmeter. Griechenlands Matchwinner Giorgios Samaras bejubelt seinen Elfmetertreffer gegen die Elfenbeinküste. (Quelle: Reuters)

Griechenlands Matchwinner Giorgios Samaras bejubelt seinen Elfmetertreffer gegen die Elfenbeinküste. (Quelle: Reuters)

Kolumbien souverän, Griechenland jubelt dank späten Elfmeterglücks - die Entscheidung in der Gruppe C über den Einzug ins WM-Achtelfinale ist gefallen. Während der Gruppensieger aus Südamerika auch im dritten Spiel erfolgreich war und Japan mit 4:1 (1:1) besiegte, sicherten sich die Griechen dank des dramatischen 2:1-Erfolges gegen die Elfenbeinküste den Sprung in die Runde der besten 16. Im Achtelfinale trifft Griechenland auf Costa Rica.

Durch das Tor von Georgios Samaras in der dritten Minute Nachspielzeit siegte der Europameister von 2004 und schob sich noch in der Tabelle an den Afrikanern vorbei. Für Griechenland ist es der erste Einzug in die K.-o.-Runde bei einer WM. Der eingewechselte Wilfried Bony hatte die Ivorer zwischenzeitlich hoffen lassen, nachdem Andreas Samaris das 1:0 für die Hellenen erzielt hatte. Die Griechen hatten das Pech, dass sie durch Jose Holebas (33.) und Georgios Karagounis (68.) zwei Lattentreffer verzeichneten.

Griechen beginnen gelassen

Die Elfenbeinküste drängte in der zweiten Halbzeit vehement auf den Ausgleich. Die gute Defensive der Griechen hielt beim zunehmend offenem Schlagabtausch lange stand - aber nicht lange genug. Der eingewechselte Bony schoss die Ivorer vermeintlich ins Glück - bis zur letzten Aktion des Spiels in der Nachspielzeit. Dafür, dass die Griechen unbedingt gewinnen mussten, hatten sie das Spiel erstaunlich gelassen begonnen. Sie vertrauten auf die bekannte Taktik: hinten gut stehen, dann kontern und auf Standards hoffen.

In den vorhergehenden acht WM-Begegnungen hatte das nicht sonderlich gut geklappt, nur sieben Treffer hatten die Griechen dabei erzielt. Diesmal gingen sie mit dieser Taktik sogar erstmals in einem WM-Spiel in Führung. Das Team um den BVB-Verteidiger Sokratis hatte noch zweimal Pech. Zunächst musste Patagonis Kone vom FC Bologna verletzt vom Feld (13.) - für ihn kam Samaris. Fünf Minuten später musste sich dann Torhüter Orestis Karnezis am Rücken behandeln lassen, was ihm aber erkennbar keine Linderung brachte: Er machte kurz darauf Panagiotos Glykos Platz (24.).

Beide Mannschaften kamen anschließend mit wesentlich mehr Tempo aus der Kabine. Vor allem die Ivorer, zunächst viel zu hektisch und verspielt, drängten nun nach vorne, sie mussten zumindest den Ausgleich erzielen. Es entwickelte sich ein offener Schlagabtausch, den erst der späte Elfer entschied.

Okazakis Treffer zu wenig

Die Kolumbianer legten bei ihrem dritten Sieg unterdessen durch Juan Cuadrado (17./Foulelfmeter) vor. Dank des Treffers des Mainzer Profis Shinji Okazaki (45+2.) durften die Japaner noch einmal hoffen. Doch Jackson Martinez (55./83.) mit seinem Doppelpack und James Rodriguez (90.) machten alle Träume der Asiaten vom Achtelfinale zunichte. In diesem sind die Kolumbianer nun gegen Uruguay gefordert.

Japan verpasste es, als erstes asiatisches Team zum dritten Mal ein WM-Achtelfinale zu erreichen. In der 85. Minute kam Kolumbiens Ersatztorwart Faryd Mondragon ins Spiel und avancierte drei Tage nach seinem 43. Geburtstag zum ältesten Spieler, der bislang bei einer WM auf dem Feld stand. Der frühere Kölner brach den Rekord von Kameruns Ikone Roger Milla (42 Jahre und 39 Tage).

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Pekerman wechselt durch

Kolumbiens Trainer Jose Pekerman hatte im Vergleich zum 2:1-Sieg gegen die Elfenbeinküste munter durchgewechselt und insgesamt acht neue Spieler gebracht. Unter anderem Jungstar Rodriguez erhielt zunächst eine Verschnaufpause. Gefordert war am Anfang vor allem Kolumbiens Defensive. Die Japaner hatten viel Ballbesitz, aber auch die altbekannten Probleme mit der Durchschlagskraft im Sturm. Auch die Standards, wie ein Freistoß von Honda rechts am Tor vorbei (33.), kamen nicht genau genug. Drei Minuten später schoss Yoshito Okubo per Seitfallzieher spektakulär übers Tor.

In der 42. Minute vergab Jackson Martinez nach Vorarbeit von Adrian Ramos die große Chance zum 2:0, als er aus neun Metern links am Tor vorbei schoss. Stattdessen glich Okazaki mit einem sehenswerten Kopfball nach Flanke von Honda aus. Nach der Pause kam Rodriguez und mit ihm auch neuer Schwung ins Spiel der Südamerikaner. Der Spielmacher von AS Monaco hatte gleich zwei gute Aktionen (50. und 54.) und bereitete dann das 2:1 mit einem feinen Pass vor. Japan kämpfte, vergab aber weiter leichtfertig seine Chancen: In der 66. Minute schoss Okuba aus vollem Lauf und kurzer Distanz weit über das Tor. Danach brachen bei Japan in der Abwehr alle Dämme.

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