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Portugal gegen Ghana: Cristiano Ronaldo und Presse pessimistisch

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Portugal ist pessimistisch  

"Das 'Adeus' ist praktisch unvermeidlich"

26.06.2014, 14:01 Uhr | sid, t-online.de

Portugal gegen Ghana: Cristiano Ronaldo und Presse pessimistisch. Optimismus sieht anders aus: Portugals Kapitän Cristiano Ronaldo am Boden. (Quelle: dpa)

Optimismus sieht anders aus: Portugals Kapitän Cristiano Ronaldo am Boden. (Quelle: dpa)

Während zahlreiche Topstars wie Neymar, Arjen Robben oder Lionel Messi in Brasilien bisher die große Show abliefern, dürfte ausgerechnet Weltfußballer Cristiano Ronaldo die WM-Bühne frühzeitig verlassen. Portugal kann vor dem abschließenden Spiel in der deutschen Gruppe G (Donnerstag, ab 17.45 Uhr im t-online.de Live-Ticker) gegen Ghana nur noch ein Wunder vor dem Aus bewahren - doch an die Minimalchance glaubt selbst "CR7" nicht mehr. "Wir sind ein Team mit Grenzen und nicht auf unserem besten Niveau", sagte der 29-Jährige vor dem Duell mit dem viermaligen Afrika-Meister.

"Wir sind einfach viel zu limitiert. Und wenn dann noch Ausfälle wie Hugo Almeida und Fabio Coentrao dazukommen, sind wir ein durchschnittliches Team. Andere Mannschaften sind besser und verdienen es eher", stellte der sichtlich nicht in körperlicher Bestform auftretende Superstar nach der Niederlage gegen Deutschland (0:4) und dem glücklichen Punktgewinn gegen die USA (2:2) resigniert fest.

Ronaldo: "Es gibt keine Wunder"

Portugals Krise ist auch Ronaldos Krise: Brillierte der 29-Jährige in der Königsklasse in der abgelaufenen Saison noch mit 17 Treffern für Real Madrid und avancierte dabei zum Albtraum für Schalke, Dortmund und den FC Bayern, bringt er es in Brasilien nach 180 Minuten gerade einmal auf eine Torvorlage. "Gegen gutklassige Gegner reicht es nicht. Es gibt keine Wunder", sagte der Stürmerstar. Ein Favorit auf den WM-Titel sei das Team ohnehin nie gewesen.

UMFRAGE
Schafft Portugal noch den Sprung ins Achtelfinale der WM?

Ein hoher Sieg und gleichzeitig ein deutlicher Erfolg der DFB-Auswahl gegen das vom ehemaligen Bundestrainer Jürgen Klinsmann trainierte US-Team wären notwendig, damit Portugal doch noch unter die besten 16 Mannschaften der Welt vorstößt.

"Portugal kippt, nur fallen muss es noch"

Portugals Medienlandschaft ist ähnlich pessimistisch. "Das 'Adeus' (der 'Abschied') bei der WM 2014 ist praktisch unvermeidlich", schrieb die Zeitung "Diário de Notícias". "Portugals Schicksal hängt an der Rechenmaschine", titelte die Zeitung "Record". Die Zeitung "A Bola" lästerte bereits: "Portugal kippt, nur fallen muss es noch." Auch für "O Jogo" steht bereits fest, wohin der Weg führt: "Brasilia (Der Spielort gegen Ghana) wird unsere letzte Bastion".

Einen kleinen Hoffnungsschimmer gibt es dennoch. Das Fußball-Fachblatt "A Bola" wünscht sich einen "letzten genialen Schachzug" von Trainer Paulo Bento: "Ronaldo muss gegen Ghana den Mittelstürmer geben. Was anderes bleibt Bento nicht übrig". Dafür spricht, dass Almeida und Hélder Postiga nach wie vor verletzt sind. Und Eder ist nach seinen bislang mageren Vorstellungen außen vor. Die offensiven Flügel könnten demnach Silvestre Varela (links) und Nani (rechts) besetzen.

Sollte es mit dem Sprung ins Achtelfinale nicht klappen, will der in der Heimat stark in die Kritik geratene Bento trotzdem im Amt bleiben. Ein Rücktritt sei nicht seine Absicht, sagte er zur Sportzeitung "O Jogo". Der Vertrag des 45-Jährigen läuft noch bis 2016.

Pepe: "Hoffnung stirbt zuletzt"

Auch die Rückkehr von Innenverteidiger Pepe, der nach seiner Roten Karte gegen Deutschland gesperrt war, scheint nur ein kleiner Hoffnungsschimmer zu sein. "Ich habe meine Teamkollegen gegen Deutschland im Stich gelassen, das tut mir leid", gab der Real-Verteidiger mittlerweile kleinlaut zu. An ein Weiterkommen glaubt er trotzdem: "Die Hoffnung stirbt zuletzt. Wir haben es in der Hand, alles für die Seleccao zu geben", so Pepe weiter.

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