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Lionel Messi schießt Argentinien zum Sieg - auch Nigeria weiter

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Nigeria trotz Niederlage weiter  

Superstar Messi führt Argentinien zum nächsten Sieg

25.06.2014, 20:37 Uhr | dpa

Lionel Messi schießt Argentinien zum Sieg - auch Nigeria weiter. Ezequiel Lavezzi (li.) und Angel di Maria (re.) feiern ihren Superstar Lionel Messi. (Quelle: AP/dpa)

Ezequiel Lavezzi (li.) und Angel di Maria (re.) feiern ihren Superstar Lionel Messi. (Quelle: AP/dpa)

Doppelter Messi - angeführt von seinem Superstar hat Argentinien auch im dritten Gruppenspiel einen Sieg gefeiert und ist ins WM-Achtelfinale eingezogen. Mit seinen Turniertreffern Nummer drei und vier ebnete Lionel Messi (3./45.+1) dem Titelkandidaten den Weg zum 3:2-(2:1)-Erfolg über Nigeria. Den dritten Treffer erzielte Marcos Rojo (50.) für die Gauchos, die nun gegen die Schweiz gefordert sind.

Nach dem offenen Schlagabtausch durften sich auch die Afrikaner freuen. Trotz der Niederlage steht Nigeria - Ahmed Musa (4./47.) hatte zweimal ausgeglichen - in der Runde der besten 16 Teams. Die Mannschaft profitierte vom gleichzeitigen 3:1-Erfolg Bosnien-Herzegowinas gegen den Iran und spielt Achtelfinale gegen Frankreich.

Argentiniens Superstar nimmt genau Maß

Zumindest in den ersten Spielminuten schienen die bisher wenig überzeugenden Argentinier auf gutem Weg zu ihrer ersten WM-Gala. In der Heimspiel-Atmosphäre von Porto Alegre, das nur rund 600 Kilometer von der heimischen Grenze entfernt liegt, gelang ihnen ein Start nach Maß. Nach einem Lattentreffer von Angel di Maria war Messi zur Stelle und schoss den Ball im Vollspann von Höhe des Elfmeterpunktes unhaltbar ins Tor. Doch die Freude der rund 40.000 argentinischen Fans im Stadion über den Treffer des Superstars währte nur wenige Sekunden.

Denn die Afrikaner zeigten sich vom fulminanten Start des Gegners unbeeindruckt und schlugen eiskalt zurück. Mit einem sehenswerten Schuss von der seitlichen Strafraumgrenze ins lange Eck sorgte Musa für das 1:1.

Damit war der Anfangsschwung der Südamerikaner fürs Erste dahin. Wie schon in den ersten Spielen gegen Bosnien-Herzegowina (2:1) und Iran (1:0) tat sich der WM-Mitfavorit vor allem im Angriffsspiel schwer. Gute Torchancen waren deshalb Mangelware: Bis auf einen Fernschuss von di Maria (29.) und einen Messi-Freistoß war lange wenig zu sehen. Es passte ins Bild, dass der zweite Treffer aus einer Standardsituation resultierte: In der Nachspielzeit der ersten Halbzeit nahm Messi bei seinem Freistoßversuch Maß und traf in unnachahmlicher Manier zum 2:1.

Doch auch die zweite Führung war schnell dahin. Kurz nach Wiederanpfiff traf auch Musa zum zweiten Mal ins Netz. Der neuerliche Ausgleich schien die Südamerikaner aber diesmal eher zu inspirieren als zu lähmen. Für ihre nun couragiertere Vorstellung wurden sie schnell belohnt: Nach Ecke war Rojo zur Stelle und stellte die Führung wieder her. Im Gefühl des sicheren Achtelfinaleinzuges konnte es sich Trainer Alejandro Sabella leisten, Messi für kommende Aufgaben zu schonen. Begleitet von Ovationen der Fans wurde der Matchwinner in der 63. Minute ausgewechselt.

WM-Neuling Bosnien verabschiedet sich mit Sieg

Endrunden-Novize Bosnien-Herzegowina hat sich derweil mit dem historischen ersten WM-Sieg aus Brasilien verabschiedet und damit Irans leise Achtelfinal-Hoffnungen zunichte gemacht. Ashkan Dejagah und Co. verloren in Salvador mit 1:3 (0:1) gegen das engagiert aufspielende Team vom Balkan und müssen auch bei ihrer vierten WM-Teilnahme bereits nach der Vorrunde die Heimreise antreten. Nur ein Sieg hätte dem Team von Carlos Queiroz die theoretische Chance auf ein Weiterkommen eröffnet.

Dies verhinderten der frühere Bundesliga-Torschützenkönig Edin Dzeko (23.), Miralem Pjanic (59.) und Avdija Vrsajevic (83.) mit ihren Treffern, das erste Endrunden-Tor in Brasilien durch Resa Ghoochannejhad (82.) war nur ein schwacher Trost für die wieder früh gescheiterten Iraner.

Bosniens Coach Safet Susic, der im Vorfeld der Partie seinen Abschied nach viereinhalb Jahren im Amt angedeutet hatte, veränderte sein Team nach dem ernüchternden 0:1 gegen Nigeria auf fünf Positionen. Die Bundesliga-Profis Emir Spahic, Sead Kolasinac und Vedad Ibisevic behielten indes ihren Platz in der Startelf. Drei Minuten vor der Pause verpasste der von Dzeko freigespielte Vrsajevic mit einem Schuss aus spitzem Winkel die mögliche Vorentscheidung.

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