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Zaccheroni tritt nach Japans WM-Aus zurück

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Prominenter Nachfolger?  

Zaccheroni tritt nach Japans WM-Aus zurück

25.06.2014, 23:06 Uhr | dpa

. Trainer Alberto Zaccheroni: "Japan war eine unglaubliche Erfahrung." (Quelle: dpa)

Trainer Alberto Zaccheroni: "Japan war eine unglaubliche Erfahrung." (Quelle: dpa)

Nach dem blamablen WM-Vorrundenaus hat Japans Nationaltrainer Alberto Zaccheroni mit seinem Rücktritt die Konsequenzen gezogen. Damit war das deprimierende 1:4 (1:1) in Cuiabá gegen Kolumbien zugleich das traurige Ende einer langen Erfolgsgeschichte, nachdem Zaccheroni die "Blauen Samurai" 2010 als Nachfolger des Japaners Takeshi Okada übernommen hatte.

Der ehemalige Coach des AC Mailand sollte die Mannschaft eigentlich auf ein neues Niveau heben, doch am Ende scheiterte die Mission bitter. Schon nach der letzten Partie war Zaccheroni sentimental geworden. "Die vier Jahre in Japan haben mir sehr viel gegeben. Mehr, als ich zurückgeben konnte. Das war eine unglaubliche Erfahrung", sagte der 61-Jährige.

Pekermann schwärmt von Fernost

In japanischen Medien wurde bereits kurz nach der WM-Blamage der Japaner Kolumbiens Coach José Pekerman als möglicher Nachfolger gehandelt. Ein klares Dementi vermied der Argentinier, als er darauf angesprochen wurde.

"Ich weiß, dass die Japaner immer meine Karriere verfolgen. Ich war Trainer in Argentinien und wir hatten viele Kontakte. Japan ist ein wundervolles Land. Jetzt kann ich nichts weiter dazu sagen, denn ich bin ganz auf Kolumbien konzentriert", erklärte Pekerman.

Nur ein Punkt aus drei Spielen

Shinji Kagawa hatte nach dem Vorrunden-Aus noch voller Scham Abbitte geleistet. "Ich war einfach nicht gut genug, um hier etwas zu erreichen", übte der frühere Dortmunder schonungslos Selbstkritik und entschuldigte sich bei den Fans. "Es tut mir leid, sie im Stich gelassen zu haben. Es ist frustrierend, dass die Weltmeisterschaft nun vorbei ist." Kagawa war in Brasilien weit unter seinen Möglichkeiten geblieben.

Nach nur einem Punkt aus drei Spielen bei der WM in Brasilien und dem nicht für möglich gehaltenen Vorrunden-Aus war auch Zaccheroni hart mit sich ins Gericht gegangen. "Das Team hätte sehr, sehr viel mehr erreichen können. Ich habe eine Mannschaft nach Brasilien gebracht, die dazu in der Lage war. Leider haben wir das nicht geschafft. Und dafür übernehme ich als Trainer die Verantwortung", sagte er.

"Es ist unfassbar, aber Realität"

Dabei war Zaccheroni mit einem Coup gestartet. Gleich in seinem ersten Länderspiel als Nippon-Coach hatten seine Männer erstmals den zweimaligen Weltmeister Argentinien geschlagen. Mehr als ein Jahr lang von Oktober 2010 bis November 2011 blieb seine Truppe sogar ungeschlagen. Doch insbesondere bei dieser WM fand der Italiener kein passendes taktisches Konzept für Kagawa und seine Teamkollegen.

Zaccheronis Spieler hatten zuvor in Reih und Glied am Spielfeldrand Aufstellung genommen und sich tief vor den weit gereisten Fans verneigt. Es wirkte weniger wie ein Dank als vielmehr wie eine Entschuldigung. Japan hatte sich als erste Mannschaft für die WM qualifiziert. Entsprechend ambitioniert trat das Team um Stürmer-Ass Keisuke Honda in Brasilien an. "Ich habe gesagt, dass wir den Titel gewinnen können, und es tut mir so leid, dass wir das nicht sicherstellen konnten", erklärte der Mann vom AC Mailand und ergänzte: "Es ist unfassbar enttäuschend, aber es ist Realität."

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