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Löw setzt auf Sieg gegen USA

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WM 2014  

Löw setzt auf Sieg gegen USA

26.06.2014, 16:35 Uhr | dpa

Löw setzt auf Sieg gegen USA. Im letzten Gruppenspiel gegen die USA setzt Joachim Löw auf Sieg.

Im letzten Gruppenspiel gegen die USA setzt Joachim Löw auf Sieg. Foto: Srdjan Suki. (Quelle: dpa)

Recife (dpa) - Regenspiel statt Rechenspiele: Die deutsche Fußball-Nationalmannschaft muss sich in ihrem letzten WM-Gruppenspiel gegen die USA auf ganz neue Bedingungen in Brasilien einstellen.

Im Spielort Recife regnete es vor dem Anpfiff am Abend (18.00 Uhr MESZ) seit Stunden ununterbrochen. In der Stadt an der Atlantikküste waren ganze Straßenzüge komplett überschwemmt. Die wolkenbruchartigen Regenfälle machten es den Fans schwer, das weit außerhalb gelegene Stadion zu erreichen. Die Partie soll aber wie geplant um 13.00 Uhr Ortszeit angepfiffen werden, teilte der Weltverband FIFA knapp zwei Stunden vor Spielbeginn mit.

Die Mehrheit der deutschen Fans rechnet fest mit einem Sieg, der Bundestrainer will sich im Kampf um den Einzug in das Achtelfinale nicht auf Rechenspiele einlassen. "Wenn man bewusst auf ein Unentschieden ausgeht, geht es meistens schief", sagte Joachim Löw zur Ausgangsposition gegen das von Jürgen Klinsmann betreute US-Team. Ein Punkt würde beiden Kontrahenten zum Weiterkommen reichen.

Einen entsprechenden Pakt mit seinem früheren Weggefährten und Freund Klinsmann verwies Löw ins Reich der Fabel. "Wir stehen beide dafür, Spiele zu gewinnen, und nicht für Absprachen", sagte der 54-Jährige. Sowohl er als auch Klinsmann könnten sich "völlig freimachen" von der Brisanz des Duells gegeneinander, behauptete der Bundestrainer. "Unser Verhältnis bleibt zu hundert Prozent intakt, egal, wie das Spiel ausgeht", versicherte Löw.

DFB-Präsident Wolfgang Niersbach meinte zu Bedenken, es könnte erneut zu einer "Schande von Gijón" kommen, in der "Süddeutschen Zeitung": "Ach, das können Sie vergessen. Es wird ganz sicher keine Absprache geben." 1982 in Spanien gewann die deutsche Auswahl 1:0 gegen Österreich, beide stellten ihre Bemühungen im Lauf der Partie weitgehend ein und kamen gemeinsam auf Kosten Algeriens weiter.

Drei Viertel der Deutschen sind davon überzeugt, dass sich Löw und Klinsmann nicht abgesprochen haben, wie eine Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov ergab. Nur zehn Prozent meinen, dass sich die beiden Auswahltrainer im Vorfeld geeinigt haben. Zwei Drittel gehen davon aus, dass die DFB-Auswahl gewinnt. Nur sechs Prozent erwarten eine Niederlage, 20 Prozent ein Unentschieden.

Die deutschen Spieler wollen mit aller Macht ins Achtelfinale einziehen, gehen aber mit Respekt in das letzte Vorrundenspiel. "Wir wissen, wie gefährlich die USA sein können, wenn wir sie nicht ernst nehmen", sagte Mittelfeldspieler Mesut Özil.

Löw ließ offen, ob er seine Startelf verändern wird. "Ich habe meine Entscheidungen getroffen, wie wir beginnen", sagte er vor dem Abschlusstraining. Wichtiger als die Aufstellung sei für ihn die Einstellung, mit der seine Mannschaft das Spiel angehen werde. Löw setzt klar auf Sieg: "Wenn wir etwas erreichen wollen bei der WM, müssen wir jeden Gegner auf dem Wege schlagen."

Nach den erfolgbringenden Einwechslungen von Miroslav Klose und Bastian Schweinsteiger beim 2:2 gegen Ghana sind 44 Prozent der Deutschen dafür, dass Löw beide Routiniers von Anfang an bringt. Für Klose in der Startelf und Schweinsteiger auf der Bank plädierten 18 Prozent, die umgekehrte Variante befürworteten 15 Prozent.

WM-Rekordtorschütze Klose will sich mit seinem 15. Endrundentreffer nicht zufriedengeben, wie er im Fachmagazin "kicker" (Donnerstag) erneut betonte: "Das 16. Tor muss her!" Er sei mit dem Ziel nach Brasilien gekommen, mindestens drei Tore zu machen. "Also muss ich noch nachlegen", erklärte der 36-Jährige.

Unabhängig vom WM-Abschneiden der deutschen Nationalmannschaft in Brasilien geht DFB-Chef Niersbach davon aus, dass Löw die Auswahl auch zur EM in zwei Jahren nach Frankreich führen wird. "Wir haben es klar gesagt: Es gibt den Vertrag bis 2016, und es bleibt unsere Absicht, ihn zu erfüllen", betonte der Präsident des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) in der "Süddeutschen Zeitung".

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