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Uruguays Staatspräsident ergreift Partei für Luis Suárez

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WM 2014  

Uruguays Staatspräsident ergreift Partei für Suárez

26.06.2014, 15:35 Uhr | dpa

Uruguays Staatspräsident ergreift Partei für Luis Suárez. Uruguays Stürmerstar Luis Suarez droht eine Bestrafung.

Uruguays Stürmerstar Luis Suarez droht eine Bestrafung. Foto: Emilio Lavandeira Jr. (Quelle: dpa)

Natal (dpa) - Uruguays Fußballverband schließt die Reihen um den weltweit kritisierten Luis Suárez - und selbst Staatspräsident Jose Mujica schaltet sich in die Beißattacken-Debatte ein.

Mit einer beeindruckenden Welle der Unterstützung versuchen die Südamerikaner ihren Edelstürmer vor der fälligen Strafe durch die FIFA und dem WM-Aus in Brasilien zu bewahren. "Ich habe ihn niemanden beißen sehen", behauptete Mujica ungeachtet der entlarvenden TV-Bilder. "Er wird nicht dafür gelobt, ein großer Philosoph oder Mechaniker oder ein Mensch mit guten Manieren, sondern ein guter Fußballspieler zu sein."

Bisher hat die Disziplinarkommission des Weltverbands noch nicht ihr mit Höchstspannung erwartetes Urteil über Suárez gefällt. Nach Angaben des uruguayischen Verbands AUF sollen die Untersuchungen im Fall Luis Suárez fortgesetzt werden. Man habe keine FIFA-Benachrichtigung erhalten, sagte AUF-Präsident Wilmar Valdéz uruguayischen Medienberichten zufolge. "Wir wissen nicht, warum es noch keine Entscheidung gab."

Die FIFA habe als einzigen Beweis ein Video vorgebracht, auf dem aber kein Biss von Suárez gegen seinen italienischen Gegenspieler Giorgio Chiellini zu sehen gewesen sei, erklärte Valdéz. "Basierend auf den Beweisen gibt es keinen Grund für eine Strafe", behauptete der Verbandschef. Der Profi des FC Liverpool lasse sich von dem globalen Sturm der Entrüstung nicht unterkriegen. "Luis geht es gut. Er hat schon 1001 Kämpfe mitgemacht. Wir alle wissen, wer Luis ist und deshalb müssen wir ihn verteidigen", sagte Valdéz.

Suárez droht allerdings nach dem Vergehen bei der WM in Brasilien eine lange Sperre. "Es ist unsere Pflicht, dass Gerechtigkeit waltet", sagte FIFA-Gremiumsmitglied Martin Hong. Der Weltverband hatte zuvor erklärt, zum schwebenden Verfahren keine Detailauskünfte zu geben. Man sei sich aber der Dringlichkeit des Falles bewusst. Vor dem Achtelfinale gegen Kolumbien am Samstag sollte es Klarheit geben.

Der Sportartikelhersteller Adidas will über mögliche Konsequenzen für Werbepartner Suárez erst nach dem FIFA-Urteil entscheiden. Die Disziplinarkommission berät nach Suárez' vermeintlicher Beißattacke über eine eventuelle Sperre. "Wir warten die Untersuchung der FIFA ab und werden uns danach entsprechend äußern", teilte Adidas dazu mit.

Der nationale Verband brachte nach eigenen Angaben bei der Anhörung "starke Argumente" zur Verteidigung von Suárez vor. Der Verband sei von der Unschuld des Stürmers überzeugt, sagte AUF-Exekutivkomitee-Mitglied Alejandro Balbi. Er sei sich aber "sehr bewusst, dass es großen Druck von ausländischen Medien, europäischen und amerikanischen, gebe, ebenso von einigen kolumbianischen und brasilianischen". Balbi sprach von "einer Kampagne" und witterte gleich einen WM-Komplott: "Man darf nicht vergessen, dass wir die Rivalen von vielen sind und auch für den Gastgeber (Brasilien) in der Zukunft werden können." Der Verband habe "per Fax und Mail verschiedene Dokumente" zur Entlastung eingebracht.

Auch Kapitän Diego Lugano stellte sich erneut vor Suárez. In einem Interview des britischen Senders BBC erklärte der momentan verletzte Innenverteidiger, die Fernsehbilder würden nichts zeigen. Auf die Frage, was er zum Zwischenfall während des 1:0-Sieges sage, meinte Lugano: "Welcher Zwischenfall? Ich weiß nicht, wovon Sie sprechen. Sprechen Sie über die Nationalmannschaft oder die Premier League? Haben Sie etwas gegen Luis?" Der Profi von West Bromwich Albion vermutet eine Kampagne der britischen Medien gegen Suárez. Chiellini hatte er bereits zuvor als "Heulsuse" tituliert.

Der erste Widerspruch aus dem eigenen Land kam vom letzten lebenden Weltmeister von 1950. Suárez "spielt gut, aber er hat Dinge getan, die weder normal für einen Spieler noch für ein Fußballspiel sind", sagte Alcides Ghiggia der Nachrichtenagentur AP. "Ich denke, die FIFA kann ihn sanktionieren."

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