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Bastian Schweinsteiger nutzt Khedira-Pause gegen USA

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WM 2014  

"Stratege" Schweinsteiger nutzt Khedira-Pause

27.06.2014, 10:34 Uhr | dpa

Bastian Schweinsteiger nutzt Khedira-Pause gegen USA. Joachim Löw schätzt die Qualitäten von Bastian Schweinsteiger auf dem Platz.

Joachim Löw schätzt die Qualitäten von Bastian Schweinsteiger auf dem Platz. Foto: Andreas Gebert. (Quelle: dpa)

Recife (dpa) - Sprechen wollte der Vizekapitän über seine Position in der deutschen WM-Mannschaft 2014 zwar noch immer nicht. Doch auf dem aufgeweichten Rasen der Arena Pernambuco von Recife warb Bastian Schweinsteiger mit einem starken Startelf-Comeback wieder für seine Qualitäten.

Endlich. "Im Mittelfeld waren wir schon sehr, sehr stark. Unser Mittelfeld hat das Spiel beherrscht", erklärte Joachim Löw nach dem 1:0-Sieg im letzten WM-Gruppenspiel gegen die USA und stellte den Anteil des Münchner Routiniers dabei heraus. "Schweinsteiger war - solange die Kräfte gereicht haben - kämpferisch sehr, sehr gut", sagte der Bundestrainer.

Nach 90 harten Minuten auf der Bank gegen Portugal (4:0) und einem Kurzeinsatz als Einwechsel-Spezialkraft gegen Ghana (2:2) durfte der 29 Jahre alte Schweinsteiger gegen die USA wieder von Beginn an auf den Platz. Und der Münchner Mittelfeldmann packte seine Chance, die sich ihm durch die Spielpause für Sami Khedira eröffnete, konsequent beim Schopfe. "Er ist ein Stratege. Man sieht, dass er das Spiel auch kontrolliert und den Rhythmus vorgibt. Da tut uns einfach gut, dass jemand ein bisschen die Kontrolle hat. Man merkt einfach, dass er wieder da ist", erklärte Schweinsteigers Clubkollege Manuel Neuer.

Auch dank der Organisation des 104-maligen Nationalspielers vom FC Bayern hatte Torwart Neuer im Gruppenendspiel gegen den ehemaligen DFB- und Bayern-Coach Jürgen Klinsmann wenig zu klären. "Wir haben über 90 Minuten wenig zugelassen, außer vielleicht in der Nachspielzeit. Wir haben das Spiel kontrolliert, deshalb haben wir wieder einen guten Schritt nach vorn gemacht", fasste Kapitän Philipp Lahm den Auftritt gegen körperlich robuste, couragierte, aber auch spielerisch vor allem offensiv limitierte US-Amerikaner zusammen.

"Heute war unser Mittelfeld mit Toni Kroos, mit Schweinsteiger, solange die Kräfte gereicht haben, und mit Philipp Lahm absolut dominant", sagte Cheftrainer Löw. "Super wichtig" sei Schweinsteigers Auftritt gegen die USA gewesen, stellte sein langjähriger Auswahl-Gefährte Per Mertesacker fest, "weil er auch die Erfahrung mitbringt. Bei einem Spitzenverein hat er diese Qualität auch über Jahre bewiesen, von daher ist er ein wichtiger Spieler." Aber man habe 23 wichtige Spieler.

Da beginnt das neue "Problem" für Löw. "Es war der richtige Zeitpunkt, Sami Khedira eine Pause zu geben und ihn mal zu schonen nach zwei harten Spielen", erläuterte der Bundestrainer den Wechsel in der so wichtigen Schaltzentrale des deutschen Spiels. Der Profi von Real Madrid hatte sich nach einem Kreuzbandriss mit viel Ehrgeiz zurückgekämpft in den Hochleistungsbereich, der letzte Kick fehlte Khedira in Brasilien aber verständlicherweise noch. Doch auch Schweinsteiger hatte die abgelaufene Saison oft mit gesundheitlichen Problemen gekämpft. Eine Patellasehen-Blessur am Saisonende hatte sogar seinen WM-Start infrage gestellt.

Schweinsteiger arbeitete hart in der Rehabilitation, im Aufbautraining und in den Übungseinheiten in Brasilien. "Wir können jeden auf jeder Position fast 1:1 ersetzen. Das ist unheimlich wichtig. Heute hat Sami einmal nicht gespielt. Und es hat genauso super funktioniert wie mit Sami im ersten Spiel", analysierte Stürmer-Oldie Miroslav Klose. Schon im WM-Achtelfinale am Montag gegen Algerien könnte Löws Personalpuzzle wieder anders aussehen.

Schweinsteigers Bayern-Kollege Kroos wollte keine Vergleiche zwischen seinem Club-Mitspieler und Khedira treffen: "Das ist nicht meine Aufgabe. Dass es etwas unterschiedliche Spielertypen sind, ist ja kein Geheimnis." Doch der gebürtige Mecklenburger sagte auch deutlich zum Münchner Trio in der Mittelfeld-Zentrale: "Wir haben das zu dritt sehr oft bei Bayern gespielt in dieser Saison. Wir harmonieren da gut." Und eine Grundkompaktheit sei ganz wichtig, unterstrich Neuer. "Er war sehr präsent", hatte auch DFB-Präsident Wolfgang Niersbach Schweinsteiger Spiel gegen die USA beurteilt.

Was er nun weiter mit Schweinsteiger und Khedira vor hat, ließ Löw offen. "Das Entscheidende ist: Im Training ist jeder da und zieht voll mit. Damit der Trainer die Qual der Wahl hat", meinte Klose. "Basti hat ein sehr gutes Spiel gemacht. Wir waren dominant im Mittelfeld. Nach 70 Minuten war er ein bisschen platt", sagte Matchwinner Thomas Müller: "Die Diskussionen habe ich nie verstanden, die es gibt und die nächsten Jahre noch geben wird." Ob auch Schweinsteiger die Auszeichnung "Man of the Match" verdient gehabt hätte, wurde Müller noch gefragt und kitzelte seinen Kollegen: "Da muss man schon ein Tor schießen, glaube ich."

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