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Oranje muss Mexiko fürchten - "Noch nichts erreicht"

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WM 2014  

Oranje muss Mexiko fürchten - "Noch nichts erreicht"

28.06.2014, 21:55 Uhr | dpa

Oranje muss Mexiko fürchten - "Noch nichts erreicht". Holland-Coach Louis van Gaal und sein Star Arjen Robben.

Holland-Coach Louis van Gaal und sein Star Arjen Robben. Foto: Koen Van Weel. (Quelle: dpa)

Fortaleza (dpa) - Halb Holland sieht sich schon im Halbfinale, doch Bayern-Star Arjen Robben warnt vor zu großer Euphorie. Schließlich hat Achtelfinal-Kontrahent Mexiko schon dem Titelfavoriten Brasilien beim 0:0 im Gruppenspiel Riesenprobleme bereitet.

"Mexiko hat eine fantastische Mannschaft, es wird ein schweres Spiel", mahnte der Flügelflitzer vor der Hitzeschlacht in Fortaleza. "Hunderttausend Menschen haben mir schon gesagt, dass der Weg frei ist bei Gegnern wie Mexiko und Costa Rica oder Griechenland. Als würden wir schon im Halbfinale stehen. Aber so einfach ist es nicht."

Die Mittelamerikaner trumpfen bei der Copa do Mundo bisher stark auf. Sie verpassten nur wegen des etwas schlechteren Torverhältnisses gegenüber den ebenfalls ungeschlagenen WM-Gastgebern den ersten Platz in der starken Gruppe A. Miguel Herrera strotzt nicht von ungefähr vor Selbstbewusstsein vor der Partie am Sonntag. "Natürlich wollen wir auch sie schlagen", kündigte der mexikanische Kult-Coach völlig entspannt den nächsten Coup im Estadio Castelao an. Er hat auch keine Angst vorm niederländischen Sturmduo Robben/van Persie. "Die Mannschaft hat es verteidigend bislang sehr gut gemacht. Wir haben erst ein Gegentor kassiert und das beim Stand von 3:0 gegen Kroatien", sagte Herrera am Samstagabend.

Aber nicht nur aus Respekt vor dem überzeugenden Widersacher, sondern auch aus leidvoller Erfahrung herrscht bei den niederländischen Stars Vorsicht. Die EM-Enttäuschung von 2008 ist noch in den Köpfen. Damals stürmte Oranje ebenfalls durch die Vorrunde, schied im Viertelfinale aber gegen Russland mit 1:3 nach Verlängerung aus. "Das habe ich noch nicht vergessen. Das darf uns auf keinen Fall noch einmal passieren", sagte Kapitän Robin van Persie, der nach seiner Gelbsperre wieder auf Torejagd gehen kann.

Spielmacher Wesley Sneijder mahnte ebenfalls zur Bodenhaftung. "Wir haben eine großartige Vorrunde gespielt, keine Frage. Aber wir haben noch nichts erreicht. Erst recht nicht, wenn wir am Sonntag rausfliegen", meinte der Routinier. "Wir müssen gegen Mexiko mindestens genauso gut spielen wie gegen Chile."

Gefahr droht dem Vize-Weltmeister aber nicht nur von den extrem diszipliniert, organisiert und trotzdem offensiv agierenden Mexikanern. Die Mittagshitze von mehr als 30 Grad und 90 Prozent Luftfeuchtigkeit wird die Europäer viel mehr schlauchen als die in der heimischen Liga häufig bei 40 Grad geforderten Mittelamerikaner. Herrera hob diesen Vorteil genüsslich hervor. "Hoffentlich scheint die Sonne stark. Wir wollen sie körperlich killen", sagte er martialisch.

"Es wird wichtig sein, dass die Spieler sehr viel trinken", meinte Bondscoach Louis van Gaal. Er hoffe, dass der Schiedsrichter darauf Rücksicht nehme. Personell nimmt er Rücksicht auf die extremen Bedingungen. So wird Feyenoord-Profi Bruno Martins Indi nach seiner Gehirnerschütterung vorerst nur auf der Bank sitzen, für ihn spielt wieder Dirk Kuyt in seinem 100. Länderspiel hinten links. Überraschend stand beim Training am Freitag auch Augsburgs Paul Verhaegh in der vermeintlichen Startelf.

Die "Tri" will aber auch spielerisch dagegenhalten. "Wir haben uns noch gegen kein Team hinten reingestellt und wir haben auch noch nie den Torjäger direkt gedeckt", sagte Kapitän und Abwehrchef Rafael Márquez. Auch gegen die Oranje-Elf werde diese Philosophie des Trainers umgesetzt. Schließlich streben die Mexikaner Historisches an: Sie wollen nach 28 Jahren endlich wieder ins Viertelfinale. Letztmals gelang das 1986 bei der Heim-WM. "Wir wissen, dass wir Geschichte schreiben können", sagte Márquez.

Selbst der Präsident fiebert mit. Nach dem Achtelfinaleinzug beglückwünschte Enrique Peña Nieto den Trainer-Irrwisch telefonisch und bat: "Ich möchte euch zum siebten Spiel begleiten, zum Finale. Da will ich bei euch sein." Sollte Herrera die "Tri" nicht nur zum insgesamt erst dritten Mal in die Runde der letzten acht Teams führen, sondern gar den Herzenswunsch des Staatschefs erfüllen können, dann würde sein Heldenstatus ins Unermessliche steigen.

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