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WM 2014: Brasiliens Präsidentin ziert sich vor Pokal-Übergabe

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Wegen Pfiffen der Zuschauer?  

Brasiliens Präsidentin ziert sich vor WM-Pokal-Übergabe

28.06.2014, 13:10 Uhr | sid, dpa

WM 2014: Brasiliens Präsidentin ziert sich vor Pokal-Übergabe. Brasiliens Staatsoberhaupt Dilma Rousseff (li.) und FIFA-Präsident Sepp Blatter. (Quelle: dpa)

Brasiliens Staatsoberhaupt Dilma Rousseff (li.) und FIFA-Präsident Sepp Blatter. (Quelle: dpa)

Brasiliens Präsidentin Dilma Rousseff hat Zweifel aufkommen lassen, ob sie tatsächlich nach dem WM-Finale den Pokal an den neuen Weltmeister überreichen wird. Davon habe ihr niemand etwas gesagt, habe die Staatschefin bei einer Parteiveranstaltung auf die Frage eines Reporters geantwortet, schrieb die Zeitung "Estado de Sao Paulo". "Das wusste ich nicht", habe Rousseff betont, die sich sichtlich überrumpelt gefühlt habe.

Zuvor hatte FIFA-Generalsekretär Jerome Valcke angekündigt, Rousseff werde den Pokal gemeinsam mit FIFA-Präsident Sepp Blatter am 13. Juli im Maracana-Stadion von Rio de Janeiro an den Sieger des WM-Endspiels überreichen.

Spaniens Ex-Teamkapitän Carles Puyol werde als WM-Champion von 2010 gemeinsam mit dem brasilianischen Supermodel Gisele Bündchen die Trophäe zur Übergabe bringen.

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Rousseff bei Confed-Cup gnadenlos ausgepfiffen

Zuletzt hatte es mehrfach Gerüchte gegeben, Blatter und Rousseff würden den Goldpokal nicht an den Sieger überreichen, um Pfiffen des Publikums zu entgehen. Bei der Eröffnung des Confederations Cups 2013 war die Politikerin in der Hauptstadt Brasilia bei ihrer Ansprache gnadenlos ausgepfiffen worden. Blatter hatte damals erfolglos versucht, die Zuschauer zu besänftigen.

Parallelen zur WM 2006

Aus diesem Grund hatte es bei der Eröffnungsfeier zur WM 2014 in Sao Paulo erstmals keine Ansprachen gegeben. Doch auch beim Eröffnungsspiel zwischen Brasilien und Kroatien (3:1) hatte es Pfiffe gegeben, als das Gesicht von Rousseff auf den Stadionbildschirmen erschien.

2010 hatte Blatter gemeinsam mit Südafrikas Staatschef Jacob Zuma den WM-Pokal an Sieger Spanien überreicht. Vier Jahre vorher hatte Blatter die Siegerzeremonie bei Deutschlands Heim-WM dem damaligen UEFA-Chef Lennart Johansson überlassen - gerüchteweise ebenfalls, weil er Pfiffe der Fans im Berliner Olympiastadion befürchtet hatte.

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