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Verlieren verboten für Argentinien beim Messi-Jubiläum

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Verlieren verboten für Argentinien beim Messi-Jubiläum

29.06.2014, 16:35 Uhr | dpa

Verlieren verboten für Argentinien beim Messi-Jubiläum. Auf ihm ruhen wieder einmal die argentinischen Hoffnungen: Lionel Messi.

Auf ihm ruhen wieder einmal die argentinischen Hoffnungen: Lionel Messi. Foto: Sebastiao Moreira. (Quelle: dpa)

Belo Horizonte (dpa) - Verlieren verboten - erst recht für Lionel Messi zehn Jahre und zwei Tage nach seinem (Tor-)Debüt in weiß und himmelblau.

Auch vor der Abreise zum ersten Spiel der argentinischen Fußball-Nationalmannschaft "um Leben und Tod" (Verteidiger Pablo Zabaleta) bei der WM in Brasilien gegen Ottmar Hitzfelds Schweizer trainierten Messi & Co. in der "Cidade do Galo" bei Belo Horizonte wieder hinter verschlossenen Türen. Beim Feinschliff der durch den Ausfall von Sergio Agüero umformierten Mannschaft waren neugierige Blicke unerwünscht.

Dabei scheint es kein ganz großes Geheimnis, wen Messi anstelle von Kumpel Agüero an die Seite gestellt bekommt. Viel deutet auf Ezequiel Lavezzi hin, ein 1,73 Meter großes Kraftpaket, der wie Messi aus Rosario stammt. Der Angreifer vom französischen Meister Paris Saint-Germain war beim Spiel geben Nigeria für Agüero (Muskelverletzung im linken Oberschenkel) eingewechselt worden.

Lavezzi könnte auch dafür sorgen, dass der Übergang zwischen Mittelfeld und Sturm fließender wird. Lässt er sich leicht zurückfallen, würde das genau die Breite in dem Mannschaftsteil ermöglichen, die die Argentinier gegen die Hitzeld-Schützlinge um Bayerns bestens aufgelegten Xherdan Shaqiri brauchen.

"Um mehr Gleichgewicht zu erreichen, würde es uns nützen, wenn wir einen Spieler mehr im Mittelfeld hätten", meinte Abwehrspieler Pablo Zabaleta. Ähnlich sieht es auch Argentiniens Weltmeister-Trainer von 1978, César Luis Menotti. "Ich glaube, dass die Verletzung von Agüero Argentinien auch begünstigen kann", sagte er in einer Videokolumne der Nachrichtenagentur dpa. Es gebe der Mannschaft die Möglichkeit, breiter zu spielen.

Ständige Systemwechsel fordern aber auch die Spieler zusätzlich. Je eingespielter ein Team, umso einfacher. Die Vorbereitung der Argentinier war aber eher kurz und verlief auch nicht optimal. Am 26. Mai trafen sie sich in der Sportschule des Verbandes in Ezeiza bei Buenos Aires - 20 Tage vor ihrem ersten WM-Spiel in Brasilien.

Gonzalo Higuaín, einer der "4 fantásticos" mit Messi, Agüero und Ángel di María war angeschlagen. Er wirkt immer noch schwerfällig, der Mittelstürmer ist bislang weit von seiner Bestform und Torgefährlichkeit entfernt. Di María bekam nach dem Gewinn der Champions League mit Real Madrid noch ein paar Tage frei. Zwei eminent wichtige Spieler - in welchem System die Argentinier auch immer spielen.

Gegen die Schweiz und deren erfahrenen Trainer Hitzfeld muss bei den Argentiniern aber alles stimmen. Man müsse "die Fehlerquote reduzieren", betonte Keeper Sergio Romero in einem dpa-Gespräch. Ob drei Stürmer oder zwei, vier im Mittelfeld oder drei, fünf in der Abwehr oder vier - am Ende hängt wohl eh wieder alles von Messi ab, der vor zehn Jahren am 29. Juni 2004 erstmals das Nationaltrikot bei einem Spiel der U20 Argentiniens gegen Paraguay (8:0) trug.

Messi war in der zweiten Halbzeit für Lavezzi eingewechselt worden und erzielte im Estádio Diego Armando Maradona in Buenos Aires vor gerade mal 300 Zuschauern gleich bei seinem Debüt einen Treffer. Er bekam den Ball in der 80. Minute rund 45 Meter vor dem Tor, ließ einfach alle gegnerischen Spieler stehen, umkurvte auch noch den Torwart und schob das Leder in den Kasten. "Die konnten ihn einfach nicht aufhalten", hat Zabaleta, damals auch in der Junioren-Auswahl, einmal über den Treffer gesagt. Er hofft auf einen ähnlichen Geniestreich von Messi am Dienstag in Sao Paulo.

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