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Furiose Verlängerung - Belgien schlägt die USA

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Großer Kampf der USA  

Belgien feiert Viertelfinal-Einzug im Nachsitzen

02.07.2014, 00:40 Uhr | sid, t-online.de

Furiose Verlängerung - Belgien schlägt die USA. In der dritten Minute der Verlängerung ist Tim Howard (Mi.) überwunden. (Quelle: Reuters)

In der dritten Minute der Verlängerung ist Tim Howard (Mi.) überwunden. (Quelle: Reuters)

Es war ein echter Thriller in Salvador: Die Roten Teufel aus Belgien sind als letztes Team in die Runde der letzten Acht der WM in Brasilien eingezogen. Der vielbeschworene Geheimfavorit setzte sich nach einer packenden Verlängerung im Achtelfinale mit 2:1 (0:0) gegen die USA mit deren Nationaltrainer Jürgen Klinsmann durch.

Nach einer bereits turbulenten aber torlosen zweiten Halbzeit gelang den Belgiern dank Kevin de Bruyne (93. Minute) und Romelu Lukaku (105.) im Nachsitzen der umjubelte Triumph. Der Anschlusstreffer durch Bayern-Youngster Julian Green (107.) in einer furiosen Verlängerung reichte den Amerikanern nicht mehr.

Ein großartig kämpfendes US-Team wurde nicht mehr mit dem Elfmeterschießen belohnt. Belgien trifft nun auf den zweimaligen Weltmeister Argentinien.

Rote Teufel überlegen - Tim Howard überragend

Belgiens Coach Marc Wilmots gewann dennoch verdient das mit Spannung erwartete Duell der beiden früheren Bundesliga-Profis gegen Klinsmann. Die über weite Strecken klar überlegenen Roten Teufel zogen zum zweiten Mal nach 1986 ins Viertelfinale ein.

Nach dem 14. Pflichtspiel-Sieg in Folge unter dem ehemaligen Schalker "Eurofighter" Wilmots war auch klar: In sämtlichen acht Achtelfinals setzten sich in Brasilien die Gruppensieger durch. Im letzten Duell in Salvador de Bahia hätte dies vor 51.227 Zuschauern beinahe US-Torwart Tim Howard verhindert, der überragend hielt, aber sein Team am Ende nicht retten konnte.

Beide Teams zunächst ohne Präzision

Beide Trainer waren von Beginn an sichtlich angespannt. Klinsmann und Wilmots standen zumeist an der Seitenlinie und versuchten wild gestikulierend, Einfluss auf das Spiel zu nehmen. Denn es lief zunächst nicht viel zusammen. Beiden Teams fehlte die Präzision im Aufbauspiel.

In der 21. Minute musste Belgiens Torwart Thibaut Courtois erstmals eingreifen und war bei der Direktabnahme von Clint Dempsey zur Stelle. Zwei Minuten später kam der bis dahin starke Wolfsburger Kevin De Bruyne frei zum Schuss, verfehlte aber das Tor. Kurz danach musste DaMarcus Beasley in höchster Not vor dem einschussbereiten Marouane Fellaini klären - es war die Phase, in der sich die spielerische Überlegenheit der Belgier erstmals deutlich bemerkbar machte.

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USA mit viel Kraft- und Laufeinsatz

Ohne den verletzten künftigen Gladbacher Fabian Johnson, der nach einer guten halben Stunde mit einer Muskelverletzung das Feld verlassen hatte, versuchten die USA, mit viel Kraft- und Laufeinsatz dagegen zu halten. Sie kamen gegen die quirligen und technisch viel stärkeren Belgier nun aber häufiger einen Schritt zu spät. Auswirkung hatte dies zunächst nicht.

Dennoch schien auch nach der Pause der belgische Führungstreffer nur eine Frage der Zeit. Schon in der 48. Minute musste Howard bei einem Kopfball des kleinen Dries Mertens erneut sein ganzes Können aufbieten. Doch den klar überlegenen Belgiern fehlte der letzte Punch vor dem US-Tor.

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Immer wieder Howard

Bezeichnend war eine Situation in der 54. Minute, als de Bruyne und Origi nacheinander um Zentimeter an einer Hereingabe von Jan Vertonghen vorbeirutschten. Die US-Abwehr geriet zunehmend ins Schwimmen. Origi traf per Kopf die Latte (56.), Vertonghen war mit einem Volleyschuss gefährlich (57.), Mertens verfehlte das Tor per "Schürrle-Hacke" knapp (60.).

Klinsmann hoffte auf einen "Lucky Punch", während Belgien weiter anrannte. Origi (71./85.) scheiterte am exzellenten Howard, ebenso der eingewechselte Kevin Mirallas (76.), Eden Hazard (79.) und Kapitän Vincent Kompany (90.).

Klinsmann-Truppe hört nicht auf zu kämpfen

Belgien stürmte in der Verlängerung einfach weiter und wurde endlich belohnt. Nach Zuspiel des eingewechselten Lukaku machte es de Bruyne mit seinem Schuss ins Eck ganz genau - diesmal hatte auch Howard das Nachsehen. Als Lukaku wenig später traf, schienen die USA geschlagen.

Doch die Klinsmann-Truppe hörte nicht auf zu kämpfen: Nach dem Anschlusstor des eingewechselten Green hatte der Ex-Schalker Jermaine Jones die Riesenchance zum Ausgleich, zielte mit dem Außenrist aber knapp daneben. Auch Dempsey (114.) und Green (117.) vergaben noch große Ausgleichschancen.

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