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WM 2014  

Messi-Manie in Brasilien: Wie Maradona 1986

02.07.2014, 17:38 Uhr | dpa

Messi-Manie in Brasilien: Wie Maradona 1986. Angel di María traf nach dem genialen Pass von Lionel Messi.

Angel di María traf nach dem genialen Pass von Lionel Messi. Foto: Diego Azubel. (Quelle: dpa)

São Paulo (dpa) - Der "Engel" di María pries das "Wunder" Messi und in der Heimat atmeten 40 Millionen Menschen erstmal ganz tief durch. Die Geschichte des WM-Triumphes der Argentinier 1986 könnte sich in Brasilien wiederholen.

Die Mannschaft berauscht nicht, aber sie marschiert bislang mit vier Siegen in vier Spielen durch das WM-Turnier im Land des Erzrivalen und Nachbarn. "Wir wollen hier keinen Schönheitspreis holen, wir wollen hier gewinnen", betonte der umjubelte Siegtorchütze Ángel di María nach dem mühevollen 1:0 im WM-Achtelfinale gegen die Schweiz.

Die Mannschaft ist wie das Team vor 28 Jahren abhängig von den Geniestreichen eines einzigen Spielers. "Genauso wie die Spieler von damals von Maradona profitieren konnten, können wir heute von Messi profitieren", hatte di María schon vor seinem Tor auf Zuspiel von Messi gesagt.

Und wie 1986 kommt es nun in der K.o.-Runde zum Duell der Weiß-Himmelblauen mit den "Roten Teufeln" aus Belgien. "Wir sind uns bewusst, dass alle Spiele sehr ausgeglichen sind und dass Details über den Sieg entscheiden", betonte Messi. "Diese Weltmeisterschaft zeigt: Jedes Spiel ist hart", pflichtete Trainer Alejandro Sabella bei. Dass er gegen die Belgier am Samstag in Brasilía auf seinen gesperrten Außenverteidiger Marcos Rojos verzichten muss, macht es nicht leichter.

Zumal die Mannschaft noch immer nicht zeigt, was eigentlich in ihr stecken müsste. Im Mittelfeld läuft Fernando Gago seiner Form hinterher, im Angriff wirkt Gonzalo Higuain eher wie ein Fremdkörper. Diego Maradona macht das wütend. Argentinien habe bisher nur 40 Prozent seines Potenzials erreicht, meinte der 53-Jährige, der 2010 als Trainer mit der "Albiceleste" im Viertelfinale kläglich an Deutschland gescheitert war. "Einige Spieler müssen endlich aufwachen, sonst kann das schiefgehen", forderte er als Kommentator des venezolanischen TV-Senders Telesur.

Allerdings war auch die Mannschaft, mit der er den Titel in Mexiko gewann, von einer Person abhängig. Nämlich von ihm. Nachdem er im Viertelfinale mit der "Hand Gottes" und dem Jahrhunderttor - einem Solo übers halbe Feld - England buchstäblich im Alleingang 2:1 besiegt hatte, entschied Maradona auch das Halbfinal-Duell gegen die Belgier mit einem Doppelpack.

Fünf Tore erzielte Maradona damals insgesamt, Messi ist jetzt bei vier. Geht man nach Lothar Matthäus sind es sogar 4,5. "Der Treffer wäre ohne Messi nicht gefallen, es war ein halbes Messi-Tor", sagte der deutsche Rekordnationalspieler im brasilianischen Fernsehen zum Siegtor gegen die Schweizer: "Das war galareif."

Messi hatte in der 118. Minute den Ball bekommen, legte ein kurzes Solo hin und legte auf di María auf. Der 26-Jährige, der wie Messi aus Rosario stammt, schob den Ball mit seinem wie Messi begnadeten linken Fuß am Schweizer Keeper Diego Benaglio vorbei ins Tor. Aber selbst di María hatte nach der Partie fast mehr Anerkennung und Bewunderung für Messi als Lobgesänge auf die eigene starke Leistung während der gesamten 120 Minuten parat: "Für mich wird er der Torjäger dieser WM."

Messi hier, Messi da. Doch Neu-Rentner Ottmar Hitzfeld warnte die Konkurrenz davor, den Rest der Mannschaft außer Acht zu lassen. "Sie haben auch di María, Mascherano, Palacio oder vorher Lavezzi", sagte er. "Man muss seine Konzentration auch die ganze Zeit auf sie lenken." Dennoch titelte "La Nación": "Messi ist ein Wunder".

Hinzu kommt ein bisschen himmlischer Beistand. Die Zeitung "Olé" taufte den rechte Längsbalken, an den Sekunden vor Schluss der Kopfball von Blerim Dzemaili klatschte, "El Palo de Dios" - den Pfosten Gottes. Auf einer Fotomontage wurde auch noch der argentinische Papst Franziskus, bekennender Fußball-Fan, eingebaut. 28 Jahre nach der "Hand Gottes" also der "Pfosten Gottes". Die Geschichte scheint sich zu wiederholen, mit anderen Hauptdarstellern. Aber wenn es nach Messi und auch Maradona geht: Mit demselben Ausgang.

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