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Brasilien - Kolumbien: James Rodríguez will Neymar-Party beenden

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WM 2014  

Brasilien - Kolumbien: James Rodríguez will Neymar-Party beenden

03.07.2014, 15:27 Uhr | dpa

Brasilien - Kolumbien: James Rodríguez will Neymar-Party beenden. Neymar oder James Rodriguez: Für einen der beiden Stars ist die WM bald zu Ende.

Neymar oder James Rodriguez: Für einen der beiden Stars ist die WM bald zu Ende. Foto: Felipe Trueba/Paolo Aguilar. (Quelle: dpa)

Fortaleza (dpa) - James Rodríguez würde nur allzu gerne in die Rolle des Partycrashers schlüpfen. Die ganze Fußball-Welt erwartete in Brasilien ein Duell der beiden Megastars Neymar und Messi um den Titel des WM-Helden, aber Rodríguez?

Plötzlich verschafft sich Kolumbiens Nummer zehn Platz auf der ganz großen Bühne. Nach seinen bisher fünf WM-Toren könnte der kolumbianische Überflieger am Samstag im Viertelfinale sogar die Neymar-Manie bei dieser WM frühzeitig beenden. "Ich will Geschichte schreiben", kündigte Rodríguez vor dem brisanten Südamerika-Gipfel im heißen Fortaleza (22.00 Uhr) an.

Für den gleichaltrigen Neymar ist Rodríguez "ein exzellenter Spieler, ein Crack, vor allem, weil er so jung ist." Lächelnd meinte der Brasilianer am Mittwoch bei einer Pressekonferenz unter großem Medienaufkommen im Trainingscamp in Teresópolis: "Ich hoffe, dass sein Zeitalter bei der WM jetzt zu Ende geht und die brasilianische Mannschaft weiterkommt."

Der Weg der 22-Jährigen ins Rampenlicht hätte unterschiedlicher kaum sein können. Neymar reifte beim heimischen FC Santos zur Extraklasse und wechselte erst vor der vergangenen Saison für 57 Millionen Euro zum FC Barcelona. Rodríguez wagte schon als 18-Jähriger den Sprung nach Europa, kämpfte sich gegen das Heimweh beim FC Porto durch - und trumpft beim Weltturnier überraschend stark auf. "Dieser Kerl namens James Rodríguez ist aufgetaucht und hat die WM von Messi und Neymar gesprengt", schwärmte der frühere Weltmeister Diego Armando Maradona über das Offensiv-Juwel vom AS Monaco. "Er ist das Sahnehäubchen."

Auch wenn im brasilianischen Spiel dieser Glanz meist fehlte, konnte Neymar zumindest mit vier Treffern und dem letzten verwandelten Elfmeter im Achtelfinale gegen Chile die monströsen Erwartungen der fußballverrückten Nation weitgehend erfüllen. In den vergangenen Tagen gab es Spekulationen über seine Fitness, Neymar zeigte sich aber tiefenentspannt und meinte zu den Journalisten: "Ich verspüre keine Schmerzen, bleibt ganz ruhig!"

Der gefährliche Außenseiter Kolumbien will sich ohnehin nicht vom Hype um Neymar blenden lassen und warnt regelmäßig vor einer zu starken Fokussierung auf den Offensiv-Fixpunkt der Brasilianer. "Er ist ein Star der WM", sagte Mittelfeldakteur Carlos Sanchez. "Aber es wäre respektlos bei der ganzen Auswahl voller Stars, nur über ihn zu sprechen. Es wird ein Kampf gegen das ganze Team und nicht nur gegen Brasiliens Neymar."

Auch der Gastgeber äußert sich voller Respekt über "King James" ("Marca"), der beim 1:1 im bisher einzigen Duell im November 2012 ohne Tor geblieben war. "Er ist der Crack Kolumbiens", sagte Chelseas Verteidiger Ramires. "Wir müssen auf ihn genauso aufpassen wie die Kolumbianer auf Neymar aufpassen werden. Ich habe ihn schon zu seiner Zeit bei Porto verfolgt und jetzt spielt er eine ausgezeichnete WM." Wie sein brasilianischer Gegenpart startet Rodríguez mit der zehn auf dem Rücken meist auf der linken Seite, entwickelt aber mit großer Laufintensivität starken Drang in die Mitte.

Seit dem Abgang der goldenen, aber ungekrönten Generation um Carlos Valderrama hatte das lange vom Drogenkrieg gebeutelte Land einen Nachfolger für den charismatischen Anführer herbeigesehnt. "Die Suche ist seit Brasilien 2014 beendet", schrieb "El Espectador". Nach der quälend langen Wartezeit von 16 Jahren auf eine WM-Teilnahme zeigt sich auch der inzwischen als Radiokommentator tätige Valderrama von seinem Erbprinzen begeistert. "Er ist einzigartig. Er ist anders als ich und ein Spieler, der große Dinge erreichen kann", pries der 52-Jährige Rodríguez. "Er hat das Potenzial, der beste kolumbianische Spieler aller Zeiten zu werden und vielleicht einer der größten der Fußball-Geschichte."

Mit seinen fünf Treffern ist der Angreifer des AS Monaco zumindest schon zum besten Torschützen der Historie seines Landes aufgestiegen. Für Neymar wäre es hingegen noch ein deutlich weiterer Weg, um in der Ahnengalerie an Pelé, Ronaldo oder Zico vorbeizuziehen - besonders, wenn ein knapp sieben Monate älterer Kolumbianer den Traum vom ersehnten "Hexacampeão", dem sechsten WM-Titel, jäh beendet.

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