Startseite
Sie sind hier: Home > Sport > Fussball > WM 2014 >

FIFA sieht vierten Auswechselspieler in Zukunft als Option

...
t-online.de ist ein Angebot der Ströer Content Group

WM 2014  

FIFA: Vierter Auswechselspieler künftig als Option

03.07.2014, 12:25 Uhr | dpa

FIFA sieht vierten Auswechselspieler in Zukunft als Option. Die FIFA denkt über eine vierte Auswechslung nach.

Die FIFA denkt über eine vierte Auswechslung nach. Foto: Marcus Brandt. (Quelle: dpa)

Rio de Janeiro (dpa) - Der gnadenlose Tempo-Fußball bei der WM in Brasilien hat auch die Expertengruppe der FIFA in Begeisterung versetzt und vom "besten Turnier der Geschichte" sprechen lassen.

Bei aller Euphorie über das Spektakel am Zuckerhut denkt das Gremium um den ehemaligen Frankreich-Trainer Gérard Houllier und den einstigen Bundesliga-Profi Sunday Oliseh aber bereits an mögliche Konsequenzen. Angesichts der hohen physischen Belastung könnte das Auswechselkontingent bei Spielen in der Verlängerung künftig auf vier Spieler aufgestockt werden.

"Es stellt sich uns die Frage, ob wir einen weiteren Auswechselspieler brauchen. Wir werden das erörtern. Das Spiel ist unglaublich schnell geworden", sagte Houllier, in einer ersten WM-Bilanz in Rio de Janeiro. Erstmals seit 1938 gingen fünf Achtelfinal-Partien bei einer WM in die Verlängerung - bei anhaltend hohem Tempo und intensivem Spiel. "Wir hätten weniger Spieler mit Krämpfen", fügte Houllier an.

Bei den WM-Seminaren der Fußball-Konföderationen im Herbst will Houllier den Vorschlag diskutieren lassen. Anschließend müsste das International Football Association Board (IFAB) eine entsprechende Änderung im Fußball-Regelbuch beschließen. Eine Einführung bei einem internationalen Turnier wäre also theoretisch schon bei der EM 2016 in Frankreich möglich.

In ihrer ersten Analyse sparten Houllier und Oliseh nicht mit Superlativen. "Das ist das schnellste Turnier der WM-Geschichte", sagte Houllier. "Wir haben Top-Qualität gesehen, Drama und eine noch nie erlebte Intensität." Die Gründe für den Qualitätssprung seien vielfältig. An oberster Stelle stehe aber eine außergewöhnlich hohe Qualität der Stürmer, eine hervorragende körperliche Konstitution und - wie Oliseh betonte - ein noch nie dagewesener Teamgedanke anstelle von Egoismen der Führungskräfte.

"Der magische Moment im modernen Fußball ist das Umschaltspiel", sagte Houllier in seiner Taktikanalyse. "Wir sehen einen Schwarm an Spielern, der nach vorne ausströmt." Dabei gäbe es nur wenige grundsätzliche taktische Veränderungen bei den Formationen der WM-Teilnehmer. Signifikant sei nur eine Rückkehr zu drei Verteidigern und einem Fünfer-Mittelfeld bei mehreren Teams wie Chile oder den Niederlanden.

Ein Lob bekamen die WM-Trainer von den Experten: Bessere Vorbereitung, besseres Trainingsprogramm und eine bessere Regeneration zwischen den Spielen, lauten die Beobachtungen der Studiengruppe, die alle WM-Partien intensiv analysiert. "Wenn man sieht, wie sie trainieren, wie dosiert wird. Das ist alles viel besser als zu meinen Zeiten", sagte Oliseh.

Die These, dass sich die Profis vom speziellen Fußball-Ambiente im Land des Rekordchampions Brasilien zu mehr Angriffslust inspirieren ließen, wollten Houllier und Oliseh nicht bestätigen. Denn: Ein Leistungsrückgang sei auch beim kommenden Turnier 2018 in Russland angesichts der generellen Fußball-Entwicklung nicht zu erwarten.

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre Adresse an.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht

Wählen Sie aus dem Pull-Down-Menü Ihren gewünschten Ansprechpartner aus. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail
Anzeige
Video des Tages
Brutale Methode 
Therapie mit langer Nadel nichts für schwache Nerven

Diese Behandlung ist garantiert nichts für zartbesaitete Menschen. Video

Anzeige

Shopping
tchibo.deOTTObonprix.deESPRITC&ACECILzalando.dedouglas.deKlingel.de
Sport von A bis Z

Anzeige
shopping-portal