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Toni Schumacher: "Neuer nicht überfordern"

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Fußball  

Toni Schumacher: "Neuer nicht überfordern"

03.07.2014, 12:33 Uhr | dpa

Toni Schumacher: "Neuer nicht überfordern". Toni Schumacher kennt sich mit Länderspielen gegen Frankreich ganz gut aus.

Toni Schumacher kennt sich mit Länderspielen gegen Frankreich ganz gut aus. Foto: Henning Kaiser. (Quelle: dpa)

Düsseldorf (dpa) - Der 8. Juli 1982 war für Ex-Nationaltorwart Harald "Toni" Schumacher ein unvergesslicher Tag und ein Höhepunkt seiner Fußball-Karriere.

Im WM-Halbfinale gegen Frankreich wurde er durch ein böses Foul an Patrick Battiston erst zum Buhmann der Grande Nation und später für das DFB-Team durch zwei gehaltene Elfmeter zum Wegbereiter ins Finale. "In der Gesamtheit war es das aufregendste, emotionalste Herzinfarktspiel aller Zeiten", sagte der heute 60 Jahre alte Kölner in einem Interview der Nachrichtenagentur dpa.

Welche Erinnerungen verbinden Sie mit dem legendären WM-Halbfinalspiel gegen Frankreich bei der WM 1982, das Ihr deutsches Team mit 5:4 im Elfmeterschießen gewann?

Harald "Toni" Schumacher: Das war das aufregendste Spiel meines Lebens. Ich habe ja zwei WM-Finals erlebt und Pokal- und andere Endspiele. Da waren Highlights dabei. In der Gesamtheit war es aber das aufregendste, emotionalste Herzinfarktspiel aller Zeiten.

Was ist mehr in Erinnerung geblieben: Ihr Foul an Patrick Battiston, bei dem der Franzose schwer verletzt wurde, oder Ihre tolle Leistung am Ende der Partie mit zwei gehaltenen Elfmetern?

Schumacher: Ich suche mir immer das Positive raus. Doch in all den Jahren wollten die Leute nichts über das Elfmeterschießen wissen, sondern nur etwas über Battiston. Das ist nun 32 Jahre her. Für mich und Patrick ist die Sache verarbeitet und erledigt, seitdem ich mich mit ihm ausgesprochen und entschuldigt habe. Punkt!

Fühlen Sie sich als Matchwinner des WM-Spiels von 1982?

Schumacher: Es gibt immer mehrere Matchwinner. Wir mussten immerhin erstmal ein 1:3 aufholen. Klaus Fischer schoss den 3:3-Ausgleich in der Verlängerung und Horst Hrubesch den entscheidenden Elfmeter zum 5:4-Sieg. Mir haben aber Eins-zu-Eins-Situationen immer Spaß gemacht. Das waren ja nicht die einzigen Elfmeter, die ich gehalten habe.

Wie sehen Sie die Chancen der deutschen Mannschaft in Brasilien - nach der wenig berauschenden Leistung gegen Algerien - gegen Frankreich im WM-Viertelfinale?

Schumacher: Jetzt wird gesagt, Hauptsache gegen Algerien weitergekommen, doch das haben wir 1982 nach dem Spiel von Österreich auch gesagt. Ich erwarte ein großes Spiel, aber nicht, dass die eine Mannschaft die andere abschießt. Ich denke, es wird ein knappes Ergebnis werden. Am Ende wird sich die Klasse der einzelnen Spieler durchsetzen. Es ist unglaublich schwer, Weltmeister zu werden.

Wenn es ein Elfmeterschießen geben würde, was trauen Sie Ihrem Nach-Nachfolger im deutschen Tor, Manuel Neuer, zu?

Schumacher: Ich traue ihm zu, ein Elfmeterschießen zu entscheiden. Das liegt aber auch daran, was man vorher schon an herausragenden Leistungen in den Spielen gebracht hat. Da wird das Tor für den Schützen immer kleiner, wenn dort einer steht wie Neuer, der so gut gespielt hat und sogar Torwart des WM-Turniers werden kann.

Neuer hat gegen Algerien mit seinen Ausflügen auf dem Spielfeld auch wie ein Libero gespielt. Was sagen Sie dazu?

Schumacher: Das ist das Spiel, das ich auch gerne gespielt habe. Doch: Achtung Battiston. Man darf Manuel Neuer auch nicht überfordern.

Zur Person: Harald "Toni" Schumacher (60) hat zwischen 1979 und 1986 insgesamt 76 Länderspiele als Nationaltorwart bestritten. Der heutige Vizepräsident des 1. FC Köln wurde 1982 und 1986 Vizeweltmeister sowie 1980 Europameister.

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