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Brasilien bezahlt Sieg gegen Kolumbien teuer: Neymar verletzt

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Neymar erleidet Wirbelbruch  

Brasilien macht das Traumhalbfinale gegen Deutschland perfekt

05.07.2014, 07:59 Uhr | dpa

Brasilien bezahlt Sieg gegen Kolumbien teuer: Neymar verletzt. Brasiliens Kapitän Thiago Silva bejubelt seinen Treffer gegen Kolumbien. (Quelle: AP/dpa)

Brasiliens Kapitän Thiago Silva bejubelt seinen Treffer gegen Kolumbien. (Quelle: AP/dpa)

Deutschland kann kommen! WM-Gastgeber Brasilien hat die Überraschungsmannschaft Kolumbien mit einem 2:1 (1:0)-Erfolg aus dem Turnier geworfen und fordert nun im Halbfinal-Kracher die Elf von Joachim Löw. In einem der härtesten Spiele bislang bei der WM 2014 mit unerreichten 54 Fouls auf beiden Seiten schossen die Innenverteidiger Thiago Silva (7. Minute) und David Luiz (69.) den Sieg im Südamerika-Duell heraus.

Kolumbiens Shootingstar James Rodríguez konnte vor 60.342 tobenden und lärmenden Zuschauern in Fortaleza mit seinem sechsten Turniertreffer (80./Foulelfmeter) nur noch verkürzen.

Dante winkt WM-Debüt, Neymar fällt aus

Am kommenden Dienstag kommt es in Belo Horizonte in einer Revanche des WM-Finals von 2002 zum spannungsgeladenen Kampf zwischen der DFB-Elf und den Brasilianern (ab 21.45 Uhr im t-online.de Live-Ticker). Fehlen wird dann allerdings Superstar Neymar. Er erlitt in einem Zweikampf kurz vor Spielende einen Wirbelbruch und fällt für den Rest des Turniers aus.

Auch Brasiliens Kapitän Thiago Silva ist dann wegen einer Gelb-Sperre nicht dabei. Weil er den kolumbianischen Torwart David Ospina bei einem Abschlag behinderte, wurde der Kapitän zum zweiten Mal im Turnierverlauf verwarnt und muss gegen die Auswahl von Bundestrainer Löw zuschauen. Damit winkt Bayern-Profi Dante gegen seine Bundesliga-Kollegen Lahm, Müller & Co. das ersehnte WM-Debüt.

Überharter, erbitterter Kampf

Vor den Augen von Kolumbiens Präsident Juan Manuel Santos, der im roten Trikot auf der Tribüne saß, gerieten die Cafeteros erstmals bei dieser WM in Rückstand. Nach einem Eckball von Superstar Neymar stand Thiago Silva völlig frei am langen Pfosten und kickte den Ball mit dem Knie ins Tor. Viel wurde im Gastgeberland diskutiert über die bislang wenig berauschenden Auftritte der Selecao - die Antwort gaben die Profis in Gelb schon nach weniger als zehn Minuten.

Die Kolumbianer wirkten etwas verschreckt vom frühen Gegentor und der lauten Kulisse. Juan Cuadrado versuchte es aus der Distanz, verfehlte aber knapp das Tor (11.). Ansonsten bestimmten die Brasilianer Tempo und Rhythmus. Hulk scheiterte zweimal an Torwart Ospina (20./28.); beide Teams lieferten sich in den ersten 45 Minuten einen erbitterten, bisweilen etwas überharten, Kampf.

Brasilien geht gegen James hart zur Sache

Bei den Gastgebern ersetzte Paulinho wie erwartet den gesperrten Wolfsburger Luiz Gustavo im defensiven Mittelfeld. Zudem durfte Maicon erstmals von Beginn an für den zuletzt nicht immer sicheren Rechtsverteidiger Dani Alves auflaufen. Auch Kolumbiens Coach Jose Pekerman änderte seine Startformation nach dem 2:0 gegen Uruguay auf zwei Positionen. Víctor Ibarbo rückt anstelle von Angreifer Jackson Martínez ins Team, im Mittelfeld kam der zuletzt eingewechselte Fredy Guarín statt Abel Aguilar zum Einsatz. Dortmunds neuer Stürmer Adrian Ramos saß erst auf der Bank und wurde in Hälfte zwei eingewechselt.

Schmerzlich vermisst wurde diesmal Radamel Falcao. "Ich trage schon das Trikot, um mein Team anzufeuern #Vamos Colombia", twitterte der Angreifer des AS Monaco vor dem Anpfiff mit dem passenden Foto. Der 28-Jährige hatte wegen eines Kreuzbandrisses nicht den Sprung ins WM-Team geschafft, wurde bislang allerdings von Shootingstar James Rodríguez mehr als gleichwertig ersetzt. In seinem fünften Spiel allerdings blieb Letzterer anfangs blass - auch weil seine Gegenspieler sehr robust mit ihm umgingen. Kurz vor der Pause haute er wütend auf den Boden, nachdem ihn Fernandinho von den Beinen geholt hatte.

UMFRAGE
Nach dem Sieg über Frankreich: Was ist jetzt drin für das DFB-Team?

Cesar verschuldet Foulelfmeter

In der Pause reagierte Pekerman mit dem Wechsel von Ramos für Ibarbo. Der ehemalige Berliner rückte in den Sturm neben Teo, James rückte wieder auf seine angestammte Position nach Linksaußen. Richtig gefährlich wurden die Kolumbianer aber erst in den letzten zehn Minuten. Nachdem Keeper Julio Cesar den gegnerischen Angreifer Carlos Bacca im Strafraum gefoult hatte, ließ sich James die Chance vom Punkt nicht entgehen und baute seine Führung in der WM-Torschützenliste aus - mehr Tore werden ihm nun nicht mehr gelingen. In den dramatischen Schlussminuten warf Kolumbien alles nach vorne, der Ausgleich wollte aber nicht mehr fallen.

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