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Blau-weiß-rotes Farbenmeer und tiefe Enttäuschung

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Blau-weiß-rotes Farbenmeer und tiefe Enttäuschung

04.07.2014, 22:22 Uhr | dpa

Blau-weiß-rotes Farbenmeer und tiefe Enttäuschung. Französische Fans schwenken in Paris vor dem Rathaus die Trikolore.

Französische Fans schwenken in Paris vor dem Rathaus die Trikolore. Foto: Ian Langsdon. (Quelle: dpa)

Paris (dpa) - Nach einem blau-weiß-roten Farbenmeer auf Plätzen und Straßen folgte die tiefe Enttäuschung: Die Fans der französischen Mannschaft wurden in der Heimat von dem 0:1 der "Bleus" im WM-Viertelfinale gegen Deutschland aus allen Finalträumen gerissen.

Selbst in der sonst am Freitagabend quicklebendigen Hauptstadt herrschte auch an zentralen Orten nach dem Schlusspfiff leicht deprimierte Ruhe. "Deutschland hat das Abenteuer der Bleus beendet", schrieb "Le Monde", das Internet-Portal "Le Matin Online" titelte: "Am Ende hat Deutschland gewonnen, wie immer".

In vielen französischen Städten wurde das Spiel auf großen Leinwänden übertragen. In Paris trafen sich dafür Zehntausende vor dem Rathaus der Hauptstadt, auch in Lyon gab es Public Viewing. Vor dem Stadion in Toulouse fieberten die Fans genauso wie auf dem Kléberplatz mitten in Straßburg. Blau-weiß-rotes Farbenmeere auch in Lille oder Nizza. Die Menschen in Marseille, Montpellier oder Bordeaux mussten dagegen auf Bistros oder den heimischen Fernseher ausweichen - dort gab es kein Public Viewing.

In Paris lieferten sich die Gäste des "Kiez", nach eigene Angaben erster Biergarten der Stadt, ein deutsch-französisches Wettsingen. Auf "Allez les Bleus" vonseiten der Franzosen folgte umgehend ein "Auf geht's, Deutschland, noch ein Tor" aus der deutschen Ecke der Kneipe. Die deutsch-französischen Wirte Niklas Riehm (27) und Maxim Huguenot (28) setzten Kölsch und Weißbier gegen Rotwein und Pastis.

Pünktlich zum WM-Viertelfinale konnten Urlauber auch in Nizza wieder ihre Nationalflagge wehen lassen. Das Verwaltungsgericht der Mittelmeerstadt hob noch am Freitag ein entsprechendes Verbot auf. Zuvor war die "demonstrative Nutzung" ausländischer Flaggen für die Zeit der Weltmeisterschaft untersagt worden. Aus Sicht des Verwaltungsgerichts war das Verbot aber "nicht verhältnismäßig".

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