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Argentinien schlägt Belgien und zieht ins Halbfinale ein

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Sieg über Belgien  

Higuain schießt Argentinien ins Halbfinale

05.07.2014, 20:00 Uhr | dpa

Argentinien schlägt Belgien und zieht ins Halbfinale ein. Argentinien feiert den Halbfinaleinzug. (Quelle: Reuters)

Argentinien feiert den Halbfinaleinzug. (Quelle: Reuters)

Die Albiceleste schwebt im siebten Himmel: Dank Gonzalo Higuain hat Argentinien einen weiteren Schritt Richtung Traumfinale bei der WM 2014 gemacht und mutlosen Belgiern den Weg unter die Top Vier verbaut. Durch ein glanzloses 1:0 (1:0) erreichten die Weiß-Himmelblauen zum ersten Mal seit 1990 wieder ein WM-Halbfinale. Am Mittwoch treffen die Südamerikaner auf Holland.

Mit seinem ersten Turnier-Tor machte Higuain in der 8. Minute den dritten 1:0-Erfolg des zweifachen Weltmeisters perfekt, der vor 68.551 Zuschauern in Brasilia seinen Viertelfinal-Fluch besiegte. Belgiens Rote Teufel verpassten nach ihrer schwächsten Vorstellung in Brasilien den ersten Einzug in die WM-Vorschlussrunde seit 1986.

Die Südamerikaner bangen um di Maria

Die Argentinier überließen den Belgiern zunächst das Spiel, doch die Europäer konnten kein Kapital daraus schlagen. Gegen taktisch sehr disziplinierte Südamerikaner blieben sie wirkungslos - und Lionel Messi bekamen sie nur selten in den Griff. In der 8. Minute war der Star mit einem Zuspiel auf Angel di Maria Ausgangspunkt des Führungstores. Dessen von Jan Vertonghen abgefälschter Pass landete bei Higuain, der nicht lange fackelte und Torwart Thibaut Courtois mit seinem Direktschuss aus 16 Metern überwand.

Für den Stürmer war der erste WM-Treffer in Brasilien eine Erlösung. Higuain, der nicht topfit in die WM gestartet war und sich schon heftige Kritik gefallen lassen musste, wurde im Spielverlauf immer stärker und machte auch den Ausfall von di Maria wett. Der Flügelflitzer von Real Madrid musste nach 33 Minuten seinen Platz wegen einer Oberschenkelblessur für Enzo Perez räumen.

Mertens mit der besten belgischen Chance

Die Wechsel in Argentiniens Abwehr zahlten sich aus. Der frühere Münchner Martin Demichelis, der nach zweieinhalb Jahren ohne Länderspiel von Trainer Alejandro Sabella überraschend für die WM berufen worden war, fügte sich in die zur Hälfte neu formierte Viererabwehrkette bestens ein. Lucas Biglia, der einige Jahre in der belgischen Liga spielte, meldete zumeist Wolfsburgs Kevin De Bruyne ab.

Die vor dem Spiel noch so selbstbewussten Roten Teufel ließen ihren vollmundigen Worten keine Taten folgen und agierten die meiste Zeit ohne Biss und Kreativität. Erst in der 26. Minute hatte Argentiniens Keeper Sergio Romero beim Schuss von de Bruyne seine erste Prüfung zu bestehen. Der Schlussmann konnte den Ball nur nach vorne abklatschen, doch kein belgischer Angreifer hatte nachgesetzt. Die beste Gelegenheit vor der Pause verpasste Kevin Mirallas, der von Coach Marc Wilmots den Vorzug vor Dries Mertens erhalten hatte. Sein Kopfball nach Flanke von Vertonghen flog knapp am Tor vorbei (42.).

Van Buytenn zum Schluss mit in der Spitze

Dank Higuain blieb die Albiceleste auch nach dem Seitenwechsel die dominierende Mannschaft. In der 55. Minute scheiterte der 26-Jährige nach tollem Solo, bei dem er sogar Belgiens Abwehrchef Vincent Kompany tunnelte, mit einem Schuss an die Latte. Erst die Einwechslungen von Mertens und Romelu Lukaku für Mirallas und den schwachen Divock Origi brachten nach gut einer Stunde frischen Wind in die belgische Offensive.

Doch zwingende Torchancen vermochte sich das Wimots-Team nicht mehr zu erspielen, obwohl Abwehrspieler Daniel van Buyten in der Schlussphase mit in die Spitze ging.

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