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Deutsche WM-Malocher wollen "das Ding"

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Fußball  

Deutsche WM-Malocher wollen "das Ding"

06.07.2014, 18:50 Uhr | dpa

Deutsche WM-Malocher wollen "das Ding". Die Leistungskurve von Bastian Schweinsteiger zeigt wieder nach oben, der Mittelfeldmotor freut sich auf das Duell mit Brasilien.

Die Leistungskurve von Bastian Schweinsteiger zeigt wieder nach oben, der Mittelfeldmotor freut sich auf das Duell mit Brasilien. Foto: Andreas Gebert. (Quelle: dpa)

Santo André (dpa) - Jetzt geht es gegen ein ganzes Land - und die deutschen Malocher fühlen sich bereit für den bisher härtesten WM-Job. "Wir haben eine große Möglichkeit, das Ding in der Hand zu halten", sagte Miroslav Klose mit funkelnden Augen.

"Es ist eine große Ehre, gegen den Gastgeber anzutreten, aber auch eine große Herausforderung", ergänzte Bastian Schweinsteiger in der "Ruhe-Oase" Campo Bahia, wie Joachim Löw das Basisquartier im idyllischen Santo André titulierte. "Wir sind schon sehr fokussiert auf das Spiel", sagte Vize-Kapitän Schweinsteiger bereits 53 Stunden vor dem ersehnten Anpfiff in Belo Horizonte.

Oldie Klose spürt wie alle seine Kollegen die historische Chance auf den ganz großen Coup im Fußball-Traumland. "Das Projekt ist noch nicht beendet", haben sich Bundestrainer Löw und seine Spieler nach dem hart erkämpften 1:0-Viertelfinalsieg gegen Frankreich geschworen. Alle wollen noch einmal zurück ins Maracanã, um am 13. Juli im Endspiel der 20. WM den goldenen Weltpokal abzuholen.

Der Respekt vor Rekordweltmeister Brasilien, der nach dem Ausfall von Superstar Neymar weiterhin unter Schock steht, ist im deutschen Lager groß. Noch größer ist die Freude auf das faszinierende Gigantenduell am Dienstag (22.00 Uhr). "Glückwunsch, Brasilien! Ihr spielt und organisiert eine fantastische WM. Das wird ein großes Spiel in Belo Horizonte", erklärte Löw und wünschte dem aus dem Turnier gefoulten Neymar (Wirbelbruch) schnelle Genesung.

"Wir sind alle sehr traurig, dass Neymar nicht spielen kann. Es ist immer das Beste, wenn alle großen Spieler bei einem großen Spiel auf dem Platz stehen", erklärte Schweinsteiger. Vorteil Deutschland? Das muss nicht sein, mahnte Schweinsteiger: "Die brasilianischen Spieler wollen den Titel für ihn holen, das kann schon Kräfte freisetzen." Und Löw erklärte am Sonntag in der ARD-Sportschau sogar: "Brasilien ohne Neymar ist viel schwieriger als mit Neymar, ich hätte ihn gern dabei gehabt."

Der Seleção fehlt neben Stürmerstar Neymar auch Kapitän Thiago Silva wegen einer Gelbsperre. "Brasilien wird das kompensieren können", warnte Hansi Flick vor falschen Schlüssen. Der Gastgeber würde auch nicht nur Samba tanzen, sondern könne körperlich ganz schön hinlangen, sagte Löws Assistent: "Sie gehen auch an die Grenze des Erlaubten."

200 Millionen Brasilianer werden dem Team von außen Kraft geben. "Jetzt erwartet uns eine der schwierigsten Herausforderungen im Weltfußball, Brasilien im eigenen Land zu schlagen", sagte der neue deutsche Kopfball-Gigant Mats Hummels.

Löw ist nach seinen aufgegangenen taktischen und personellen Entscheidungen gegen Frankreich optimistisch: "Wir waren bei den letzten fünf Turnieren unter den letzten Vier. Jetzt wollen wir den nächsten Schritt machen." Schweinsteiger warnte aber auch vor den Ideen der Trainerfüchse Luiz Felipe Scolari und Carlos Alberto Parreira: "Sie sind die größten Gegner. Hier holt eine Mannschaft den Titel, die einen intelligenten Trainer hat." Löw zählt er dazu.

Der Chef der Titelmission, der mit dem Vorstoß unter die Top Vier auch die Debatten um seine Position und Zukunft abwürgen konnte, genehmigte seinen WM-Arbeitern nach dem Frankreich-Erfolg nur eine kurze Auszeit. Die Frauen und Familien durften nochmals ins Quartier, bevor Löw alle Konzentration auf Brasilien ausrichtete. Zweimal wurde am Wochenende trainiert. Auch Per Mertesacker konnte nach einem leichten Infekt wieder mitwirken. "Wir sind in der wunderbaren Situation, dass alle 22 Spieler jetzt endlich fit und gesund sind", verkündete Flick.

Und die wollen mehr, nicht nur gegen Brasilien. "Ich brauche nicht mehr um Platz drei zu spielen - definitiv", verkündete Kapitän Philipp Lahm. Ein drittes Mal ein Spiel um die "Goldene Ananas" würde keiner im DFB-Lager mehr als Erfolg ansehen. Zu aufreibend, zu anstrengend war dafür der bisherige Weg.

Löw hat für die Revanche für das verlorene WM-Finale gegen die Brasilianer 2002 in Japan alle Optionen. Seine Umstellungen gegen Frankreich, zu denen er sich auch nach einigen kontroversen Diskussionen in der Sportlichen Leitung und im Team durchgerungen hatte, passten und gaben dem Spiel des dreimaligen Weltchampions neuen Esprit. "Wir machen keine Dinge, die wir stur verfolgen", betonte Flick. Alles sei auf den Erfolg ausgerichtet.

Lahm zurück auf rechts, Klose als Angriffsspitze, Bastian Schweinsteiger und Sami Khedira wieder gemeinsam in der Mittelfeldzentrale, dazu das neue Innenverteidiger-Duo Hummels und Jérome Boateng - das alles brachte in einem nun starrer praktizierten 4-3-3-System mehr Organisation und Struktur. Ob dies auch sein Matchplan für Brasilien sein wird, ließ der Bundestrainer offen.

"Das weiß ich noch nicht. Wichtig wird sein zu sehen, wie die Spieler dieses Frankreich-Spiel verkraften. Man hat natürlich schon gemerkt, dass einige Spieler, die auch länger verletzt waren, ans Limit mussten", erklärte Löw. Sami Khedira ist nach langer Pause noch nicht auf Topniveau, Mesut Özil fremdelt weiter auf den Flügel-Positionen.

Regeneration steht im Vordergrund, der Abflug nach Belo Horizonte wurde auf einen Tag vor dem Spiel verschoben. "Jetzt heißt es einfach, die Kräfte zu bündeln, das Viertelfinale aus den Knochen zu schütteln und uns gut zu regenerieren. Dann muss man sehen, wie entschieden wird", sagte Löw zu seinen Maßnahmen fürs Halbfinale.

Die Kollegen wie Toni Kroos bewerteten gerade Lahms neue alte Rolle positiv. "Philipp gibt uns absolut Optionen im Spiel nach vorne. Er kann es ankurbeln von rechts. Das macht unser Spiel ein bisschen unberechenbarer." Löw sah für die Rückkehr des Kapitäns einen taktischen Hintergrund: "Wir mussten von außen mehr erwirken."

Der Freiburger nimmt in seinem vierten Turnier als Chef auch keine Rücksicht mehr auf persönliche Befindlichkeiten, Abwehrchef Per Mertesacker saß plötzlich auf der Bank. Ein Erfolgsfaktor liegt in der wiedergewonnenen Defensivstabilität. "Wir arbeiten defensiv hart, viele von uns haben das gefordert. Man kann eine WM nicht mit einem Schnitt von zwei Gegentoren gewinnen", betonte Torschütze Hummels. Die vielleicht entscheidende Trumpfkarte sehen alle in Torwart-Gigant Manuel Neuer. "Manu ist einfach der beste Torwart der Welt", sagte Jérome Boateng. Und Neymar scheidet als Bezwinger aus.

Die voraussichtliche Aufstellung:

Neuer - Lahm, Boateng, Hummels, Höwedes - Khedira, Schweinsteiger, Kroos - Müller, Klose, Özil

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