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Argentininien - Niederlande: Duell der Superstars Robben und Messi

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Messi vs. Robben  

Das Superstar-Duell im Halbfinale

07.07.2014, 12:21 Uhr | dpa

Argentininien - Niederlande: Duell der Superstars Robben und Messi. Beide Spieler sind unverzichtbar. Lionel Messi und Arjen Robben beweisen immer wieder wieso sie so wertvoll sind. (Quelle: imago)

Beide Spieler sind unverzichtbar. Lionel Messi und Arjen Robben beweisen immer wieder wieso sie so wertvoll sind. (Quelle: imago)

Die Frage nach Argentiniens Wunderkind Lionel Messi kontert das Oranje-Lager ganz gelassen. Der niederländische Star Arjen Robben will den Argentinier im Halbfinale (ab 21.45 Uhr im t-online.de Live-Ticker) ausstechen - und die nächste titellose WM-Enttäuschung verhindern.

Schluss mit der Messi-Manie! Vor dem Halbfinal- Showdown mit Argentiniens Superstar geben sich Niederlandes WM-Überflieger ganz entspannt - und verweisen lieber auf ihren eigenen Angreifer von Weltformat. "Messi stoppen?", fragte der niederländische Co-Trainer Patrick Kluivert rhetorisch. "Auch wir haben Spieler, die eine Partie mit nur einer Aktion entscheiden können. Wie wollen sie Robben aufhalten?" Nicht nur Lionel Messi, sondern auch Bayerns nahezu unermüdlicher Flügelsprinter Arjen Robben will im direkten Duell die Krönung seiner Karriere - und die nächste WM-Enttäuschung ohne den ersehnten Titel um jeden Preis verhindern.

Selbst kurz vor der Abreise nach São Paulo zum brisanten Semifinale gegen Costa Rica war die äußere Gelassenheit beim 30-Jährigen noch nicht gewichen. Ein paar Fan-Fotos mit Rios Christus-Statue als Kulisse im Hintergrund, ein Plausch mit dem Pressesprecher - "wir müssen jetzt schlafen, essen und regenerieren, damit wir am Mittwoch wieder fit sind", verkündete Robben den Masterplan nach einem Monat kräftezehrender WM-Strapazen.

"Er ist unglaublich fit"

Auf dem Platz erwartet die Albiceleste wieder einen Robben, der mit ähnlich wilder Entschlossenheit wie beim Münchner Champions-League-Triumph 2013 agiert. "Er ist unglaublich fit. Ich bin eigentlich schrecklich neidisch auf den Arjen Robben von heute", beschrieb der frühere Bondscoach Bert van Marwijk die Wandlung des Offensivmotors. Vor vier Jahren hatte dieser im Finale noch die große Chance zum Sieg gegen Spaniens Keeper Iker Casillas vergeben. "Wer der Beste ist, Messi oder Robben? Arjen. Kein Zweifel möglich", betonte van Marwijk nun.

Ob das Trainerteam, frühere Weggefährten oder Helden vergangener Tage - niemand im Oranje-Lager wird müde, den vermeintlichen Vorteil im Aufeinandertreffen der Top-Angreifer zu betonen. "Arjen Robben überstrahlt alle. Er ist zum Beispiel auch besser als Lionel Messi", verkündete auch der zweimalige Vize-Weltmeister Willy van de Kerkhof.

Beide Spieler sind unverzichtbar

Beide sind für das Offensivspiel ihrer Mannschaften unverzichtbar, sie erfüllen jedoch unterschiedliche Rollen. Nachdem Trainer Louis van Gaal den Dreifach-Torschützen während des Turniers teilweise auch schon in einer zentraleren Rolle eingesetzt hatte, ackerte Robben im Viertelfinale gegen Costa Rica wieder unermüdlich auf seiner angestammten rechten Seite die Linie auf und ab.

Sein argentinischer Gegenpart legte in der Mitte hingegen nach FIFA-Angaben erstaunliche 14 Kilometer weniger zurück, erreicht auch nicht so hohe Tempo-Spitzenwerte - pflegt aber die hohe Kunst der Improvisation mit Dribblings auf engen Raum gepaart mit höchster Torgefahr. "Messi bringt nicht nur Tore, sondern auch Ballbesitz. Er zieht Gegner auf sich und schafft Räume für seine Kameraden", schwärmte Argentiniens Coach Alejandro Sabella und bezeichnete den 27-Jährigen, der bislang viermal traf, als "Wasser in der Wüste" für seinen Angriff.

Lob von beiden Seiten

Auch gegenseitig schätzen sich die beiden Kontrahenten. "Er ist sehr unberechenbar. Er ist sehr schnell mit seinen Dribblings und kann mehrere Spieler mit nur einem Antritt hinter sich lassen", lobte Messi den Niederländer vergangene Saison. Vor einigen Jahren hatte Robben seinerseits noch bekannt, dass der inzwischen viermalige Weltfußballer "in einer anderen Liga" spiele. Bei der Halbfinal-Begegnung kann er beweisen, dass dies insgeheim in seinem Selbstverständnis womöglich nur Koketterie war.

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