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WM-Halbfinale: Welcher Trainer hat das Zeug zum Weltmeister?

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Kampf an der Seitenlinie  

Welcher Trainer hat das Zeug zum Weltmeister?

07.07.2014, 13:42 Uhr | t-online.de, sid

WM-Halbfinale: Welcher Trainer hat das Zeug zum Weltmeister?. Die vier Trainer im WM-Halbfinale: Joachim Löw, Alejandro Sabella, Louis van Gaal und Felipe Scolari (v. o. li.). (Quelle: dpa und imago/Sven Simon, Team2, Gribauld)

Die vier Trainer im WM-Halbfinale: Joachim Löw, Alejandro Sabella, Louis van Gaal und Felipe Scolari (v. o. li.). (Quelle: dpa und imago/Sven Simon, Team2, Gribauld)

Im WM-Halbfinale sind die vier weltbesten Nationalteams unter sich. Jetzt kommt es wie zu keiner anderen Phase des Turniers vor allem auf die Trainer an. Wer hat noch ein Ass im Ärmel und kann den Gegner überraschen? Wer schickt seine Elf mit der richtigen Balance aufs Feld? Wer hat den Mumm, zum Elfmeterschießen einen anderen Torhüter einzuwechseln? Kurzum: Welcher Trainer hat das Zeug zum Weltmeister?

Luiz Felipe Scolari (Brasilien) hat anders als seine Kollegen Louis van Gaal (Niederlande), Alejandro Sabella (Argentinien) und Joachim Löw (Deutschland) bereits bewiesen, dass er es drauf hat: 2002 triumphierte er beim WM-Turnier in Japan und Südkorea mit der Selecao. Nichts anderes erwarten 200 Millionen Brasilianer auch bei der Heim-WM. "Wenn ich den Titel nicht hole, ist hier die Hölle los", sagte Scolari.

Scolari auf schwieriger Mission

Wer den 65-Jährigen während der WM erlebt, der muss feststellen: Der Verband hätte keinen besseren Trainer für diese schwierige Mission wählen können. Scolari, der Hitzkopf, bändigt in Pressekonferenzen die manchmal aufmüpfigen Journalisten. Scolari, der Einfühlsame, besorgt seinen mental angeschlagenen Spielern eine Psychologin.

Ein guter Motivator ist Scolari selbst. Vor dem Achtelfinale gegen Chile schob er seinen Spielern kleine Kärtchen unter die Zimmertüren. Darauf zitierte er den britischen Theologen William George Ward: "Der Pessimist beklagt den Wind. Der Optimist hofft, dass er sich dreht. Der Realist rückt die Kerzen zurecht."

Immer nach Lösungen suchen, das ist Scolaris Motto. Dabei agiert der Patriarch der "Família Scolari" kompromisslos, aber seine Spieler folgen ihm vorbehaltlos.

Oranje liegt van Gaal zu Füßen

Das ist auch bei Louis van Gaal so. Der Niederländer wurde in seiner Heimat noch kritischer beäugt als Scolari in Brasilien, doch spätestens nach seinem mutigen Torwartwechsel kurz vor dem Elfmeterschießen gegen Costa Rica liegt ihm Oranje zu Füßen.

Schon eine Runde zuvor gegen Mexiko hatte van Gaal mit einer überraschenden Taktik-Änderung in der Schlussphase das fast sichere Aus verhindert. Nach seinen Geniestreichen lobt der 62-Jährige vor allem sich selbst. Der "Tulpen-General" ist mit Abstand der egozentrischste Trainer der vier WM-Halbfinalisten, bislang aber auch der gewiefteste Taktiker.

Imponiergehabe ist Sabella fremd

In dieser Hinsicht fiel der Argentinier Alejandro Sabella noch nicht groß auf. Ganz im Gegenteil: Nach der massiven Kritik seines Superstars Lionel Messi stellte der Trainer sein System wieder auf ein 4-3-3 um. "Wie jeder Mensch mache auch ich Fehler", erklärte Sabella. Imponiergehabe wie bei van Gaal ist dem 59-Jährigen fremd, er ist ein Mann der leisen Töne.

Unterschätzen sollte man diesen eher unscheinbaren Trainer aber nicht. Sabella, seit 40 Jahren im Profi-Geschäft tätig, atmet Fußball, studiert ihn bis ins letzte Detail.

Löw sprang über seinen Schatten

In dieser Hinsicht ähnelt er Joachim Löw. Akribisch, erfolgsbesessen, teamorientiert - so beschreiben Wegbegleiter die Arbeit des Bundestrainers.

Löw ist bei dieser WM auch schon über seinen Schatten gesprungen. Entgegen seiner Planung beorderte er Kapitän Philipp Lahm vom defensiven Mittelfeld auf die rechte Verteidigerposition. Mit Erfolg. Kritiker aber meinen, Löw musste erst zu seinem Glück gezwungen werden.

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"Beliebtheit ist keine Kategorie, die im Sport zählt"

Der 54-Jährige kann ein Sturkopf sein, Leverkusens Torjäger Stefan Kießling kann ein Lied davon singen. Seinem Ansehen in Deutschland schadet das jedoch nicht. Der Bundestrainer genießt nach wie vor höchste Sympathiewerte, auch wenn ihn das weniger interessiert: "Beliebtheit ist keine Kategorie, die im Sport zählt."

Ein WM-Titel dagegen schon. Im Fußball ist er sogar das Größte. Die Trainer haben es selbst in der Hand.

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