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WM 2014  

Brasiliens neue Motivation: Alles für Neymar

07.07.2014, 23:58 Uhr | dpa

Brasiliens neue Motivation: Alles für Neymar. Brasiliens Trainer Luiz Felipe Scolari hat seine Mannschaft in die Pflicht genommen: "Jeder von uns ist jetzt ein bisschen Neymar.

Brasiliens Trainer Luiz Felipe Scolari hat seine Mannschaft in die Pflicht genommen: "Jeder von uns ist jetzt ein bisschen Neymar." Foto: Andreas Gebert. (Quelle: dpa)

Belo Horizonte (dpa) - Im Namen von Neymar! Nach dem Ausfall ihres Superstars will die Seleção alle Energien bündeln und mit einer Trotzreaktion im Halbfinal-Kracher von Belo Horizonte Deutschland aus dem Weg räumen.

Die Fußball-Welt und 200 Millionen Brasilianer werden am Dienstag im Estádio Mineirão vor allem den verletzten Stürmer suchen, dessen Anwesenheit noch offen ist. "Dieses Spiel werden wir nicht nur für uns spielen, sondern für das Land, für unser Publikum. Und jeder von uns ist jetzt ein bisschen Neymar", sagte Nationaltrainer Luiz Felipe Scolari und versuchte sein Team auf den nationalen Großauftrag einzuschwören. Jetzt erst recht, lautet die Botschaft.

Der Hype um den verletzten Profi vom FC Barcelona lässt auch nach dessen WM-Aus wegen eines Lendenwirbelbruchs nicht nach. Brasiliens Mannschaftsarzt José Luiz Runco musste sogar Berichte von einem möglichen Wunder-Comeback Neymars im möglichen WM-Finale energisch zurückweisen. "Es gibt nicht die geringste Chance, dass Neymar das Spiel am 13. Juli bestreiten kann, falls Brasilien ins Finale kommt", sagte der Mediziner in der TV-Sendung "Domingão do Faustão".

Er dementierte damit Gerüchte, wonach der berühmteste Patient Brasiliens gemeinsam mit einem Ärzteteam seines früheren Clubs FC Santos die Chancen für eine etwaige Rückkehr prüfe. Bestenfalls als Glücksbringer könne Neymar bei der Heim-WM wieder auftauchen. Vielleicht schon beim Gigantengipfel gegen Deutschland, spätestens aber im Finale - wenn Brasilien es erreicht.

Für Scolari ist der Ausfall Neymars "eine Katastrophe", aber der Weltmeister-Coach von 2002 ist bemüht, Gelassenheit an den Tag zu legen. In vielen Einzelgesprächen stimmte er seine Akteure auf die Partie ein. Er sei "ruhig" und "sehr zuversichtlich" für das Deutschland-Spiel, verkündete der 65-Jährige und meinte zum Dauerthema Neymar: "Die Spieler haben begriffen, dass er seinen Teil dazu beigetragen hat, und dass wir jetzt unseren Teil dazu beizutragen haben."

Zu ersetzen ist der vierfache Torschütze nicht. Vor der Abreise nach Belo Horizonte beschäftigte die Brasilianer vor allem die Frage: Wer soll für Neymar spielen? "Wir sind über seinen Verlust traurig, gehen aber gestärkt daraus hervor, um unseren Traum wahr zu machen, ins Finale zu kommen und Weltmeister zu werden", sagte Willian. Der offensive Mittelfeldspieler vom FC Chelsea gilt als erster Anwärter für den freien Platz, zumal er neben Clubkollege Oscar auflaufen könnte.

Eine Alternative wäre auch Bernard von Schachtjor Donezk. "Der hat Fröhlichkeit in den Füßen", so Scolari einmal über den Edeltechniker. Bernard wurde bisher nur gegen Kroatien und Mexiko eingewechselt. "Wir sind alle sehr traurig über diese Situation. Aber Neymar - abgesehen davon, dass er ebenfalls traurig ist - motiviert uns sehr", berichtete der 21-Jährige vom Innenleben der Seleção. "Er sagte, er sei mit uns und wird uns positive Energie vermitteln. Wir dürfen nicht in Panik geraten." Die ganz große Angst, sich beim Heimturnier zu blamieren, ist seit dem Viertelfinal-Sieg gegen Kolumbien verflogen in Scolaris Team.

"Wir müssen jetzt nach vorne schauen. Das ist ein Klassiker des Weltfußballs und ich glaube nicht, dass die Deutschen jetzt wirklich der große Favorit sind", sagte auch Brasiliens WM-Rekordtorschütze Ronaldo auf fifa.com. Dass Brasilien bislang am Tropf Neymars hing, blieb selbst Laien nicht verborgen. Bundestrainer Joachim Löw meinte dagegen, Brasilien sei ohne Neymar schwerer auszurechnen, das System weniger auf einen Spieler zugeschnitten.

"Wir sind in der Schlussrunde der WM angekommen ohne den Zauber von Neymar. Wenn wir auch an Emotion und Talent verloren haben, haben wir an Vernunft und Organisation gewonnen. Das wird reichen, um Deutschland zu besiegen und am Sonntag Weltmeister zu werden", schrieb die Zeitung "Folha de São Paulo". "Wir haben noch zwei Schritte vor uns - und wir haben die Fähigkeit, diese Stufen zu meistern", sagte Scolari.

Ein Finaleinzug ohne Neymar wäre ein Riesencoup für die Brasilianer. Jetzt sind dessen bisher blasse Nebenleute wie Oscar, Hulk oder Fred gefordert. "Die Deutschen machen sich ebenfalls Sorgen wegen Brasilien. Wir müssen unserem Stil vertrauen", sagte Oscar vom FC Chelsea. Außenverteidiger Marcelo (Real Madrid) meinte voller Selbstvertrauen: "Die Deutschen arbeiten taktisch sehr gut. Aber wir haben die besseren Talente."

Für Scolari wird es zwölf Jahre nach Yokohama ohnehin ein ganz besonders Spiel: Er saß schon damals beim 2:0-Endspielsieg Brasiliens gegen "Alemanha" als Chefcoach auf der Bank. Der Trainer-Routinier vertraut auch darauf, dass sich der Wolfsburger Luiz Gustavo im defensiven Mittelfeld gegen die deutsche Offensivabteilung stemmt. In der Innenverteidigung könnte Bayern-Profi Dante für Thiago Silva sein WM-Debüt geben. Der gelbgesperrte Kapitän versicherte den Fans im ganzen Land: "Es geschehen Dinge, die uns näher bringen. Ich glaube, dass sie uns als Gruppe stärker machen."

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