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DFB-Elf verzückt: und Prominenz begeistert

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WM 2014  

DFB-Elf verzückt: und Prominenz begeistert

09.07.2014, 19:43 Uhr | dpa

DFB-Elf verzückt: und Prominenz begeistert. Miroslav Klose (h.

Miroslav Klose (h.), Toni Kroos (m.), Sami Khedira und Co. besiegten Brasilien mit 7:1. Foto: Marcus Brandt. (Quelle: dpa)

Berlin (dpa) - Historisch, epochal, einzigartig - die Fußballwelt verneigt sich vor den deutschen WM-Helden. Nach dem spektakulären 7:1 (5:0) im Halbfinale über Gastgeber Brasilien dominieren in den internationalen Medien die Superlative.

"Am Tag des Weltuntergangs wird man sich noch an dieses Halbfinale erinnern", schwärmte die französische "L'Équipe". Nicht minder euphorisch fiel der Kommentar in der Zeitung "Le Parisien" aus, in der die famose Vorstellung des Löw-Teams mit einem Wunder verglichen wurde: "Deutschland läuft quasi auf dem Wasser."

Nie zuvor in ihrer Geschichte wurde eine DFB-Elf weltweit so gefeiert wie nach der denkwürdigen Partie in Belo Horizonte. Für den "Daily Mirror" war es das "tollste WM-Spiel aller Zeiten", für das "Svenska Dagbladet "eine Show, wie wir sie noch nie gesehen haben".

Auch in der Heimat sorgte der Auftritt am Dienstagabend für ungläubiges Staunen. Von "regelrecht schockiert" bis "glücklich und stolz" reichten die Reaktionen. Tief beeindruckt twitterte Franz Beckenbauer: "Eine fantastische Leistung vom @DFB_Team! Hart für Brasilien." Und Ex-Bundestrainer Jürgen Klinsmann, der mit den USA im Achtelfinale ausgeschieden war, schrieb in dem Kurznachrichtendienst: "Deutschland hat heute WM-Geschichte geschrieben! Großes, großes Kompliment! So stolz auf sie!".

DOSB-Präsident Alfons Hörmann sieht die Auswahl von Bundestrainer Joachim Löw im Endspiel an diesem Sonntag in Rio de Janeiro nun in der Favoritenrolle. "Da kann man sich nicht gegen wehren. Eine ganze Nation will den Titel", sagte der Chef des Deutschen Olympischen Sportbundes der Nachrichtenagentur dpa und forderte, "die notwendige Balance, die perfekte Mischung zu finden zwischen Selbstvertrauen und einer gesunden Portion Demut". Formel-1-Weltmeister Sebastian Vettel äußerte sich begeistert. "Ich bin natürlich sehr stolz, wie sie gespielt haben und auf das Ergebnis. Sie waren überlegener als erwartet", sagte der Hesse am Rande der Testfahrten in Silverstone.

Laut DFL-Geschäftsführer Christian Seifert hat "dieser Fußball made in Germany die Sportwelt beeindruckt". Die Elf um Kapitän Philipp Lahm habe "den Titel verdient - und ebenso das Team hinter dem Team. Jetzt gilt es: Daumen drücken für das Endspiel", sagte der Vorsitzende der Geschäftsführung der Deutschen Fußball Liga (DFL).

Noch vor dem Anpfiff des zweiten Halbfinales zwischen Argentinien und den Niederlanden wurde das DFB-Team in der Weltpresse unisono zum ersten Anwärter auf den WM-Titel erklärt. "Fantagermania!", titelte "Tuttosport" und bescheinigte dem dreimaligen WM-Champion "eine entwaffnende Leichtigkeit" und eine "unglaubliche Macht". "Löw ist der Favorit im Finale", urteilte "La Stampa" vor dem Showdown am Sonntag im mystischen Maracanã von Rio de Janeiro.

"Sowjetski Sport" bestaunte die nicht für möglich gehaltene Dominanz von Lahm & Co.: "Deine Augen sehen es, aber der Verstand kann es nicht fassen. Deutschland gegen Brasilien 7:1." Mit ähnlicher Bewunderung beschieb auch die russische Zeitung "Sport Express" die Demütigung für den Rekordweltmeister: "Die brasilianischen Spieler wirkten wie Clowns aus einem Wanderzirkus. Im Boxen hätte der Ringrichter den Kampf bald abgebrochen."

Argentiniens Fußball-Idol Diego Armando Maradona nutzte seine TV-Show "De Zurda", um den souveränen Sieger in den höchsten Tönen zu loben. "Ich hätte nicht gedacht, dass Deutschland so mächtig, so plattmachend, so überzeugend sein würde. Sie schienen wie zwei Brasilien zusammen", befand der Weltmeister von 1986.

Mit einer Mischung aus Spott und Mitleid wurde dagegen der Einbruch der einst ruhmreichen Seleção bewertet. Von einem "epochalen Debakel" oder einem "nationalen Drama" ist zu lesen. Für die ungarische Zeitung "Nepszabadsag" ging sogar ein Mythos zu Ende: "Der brasilianische Fußball hat am Dienstag seinen Charakter endgültig verloren. Was Brasilien seit 1958, seit dem ersten WM-Triumph aufgebaut hat, hat die gegenwärtige Équipe in anderthalb Stunden in einen Nachlass verwandelt."

Das verblüffte sogar Borussia Dortmunds Trainer Jürgen Klopp. Er schickte einen "Riesenglückwunsch nach Brasilien" und konstatierte im Trainingslager in Kirchberg in Tirol: "Wir haben das Spiel im Hotel zusammen geschaut und waren regelrecht schockiert, dass so ein Ergebnis im Halbfinale einer WM möglich ist." Selbst Angela Merkel schloss sich "der Meinung der gesamten Welt an". Die Bundeskanzlerin sagte am Mittwoch vor Journalisten in Berlin: "Ich glaube, dass es schon fast den Namen "historisch" verdient."

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