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Brasilien nach Halbfinal-Fiasko in der Schockstarre

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"Lebenslange Narbe"  

Brasilien nach Halbfinal-Fiasko in der Schockstarre

09.07.2014, 17:31 Uhr | sid

Brasilien nach Halbfinal-Fiasko in der Schockstarre. Thiago Silva (re.) versucht David Luiz zu trösten. (Quelle: imago/Gribaudi/ImagePhoto)

Thiago Silva (re.) versucht David Luiz zu trösten. (Quelle: Gribaudi/ImagePhoto/imago)

Ein Land in endloser Trauer, bestürzt über den "Black-out" seiner Seleção, auf der Suche nach Schuldigen und Gründen für das Debakel: Nach der 1:7 (0:5)-Demütigung im WM-Halbfinale gegen Deutschland verharrte Brasilien in der Schockstarre. Durchhalteparolen wurden ausgegeben, der Frust vereinzelt gewalttätig abgebaut, meist aber trostlos in Tränen erstickt.

"Das Leben geht weiter", sagte Nationaltrainer Luiz Felipe Scolari. Ein verzweifelter Versuch, seine Landsleute aufzumuntern, hatte der 65-Jährige doch selbst zuvor eingestanden: "Das war der schlimmste Tag meiner Karriere."

Neymar macht seine Enttäuschung nicht publik

Und so waren die 90 Minuten im Mineirão-Stadion ein Albtraum für die Ewigkeit. "Wir werden für den Rest unseres Lebens von diesem negativen Ergebnis gezeichnet sein", sagte der gesperrte Kapitän Thiago Silva. Der wieder einmal enttäuschende Torjäger Fred sprach von "einer lebenslangen Narbe".

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Ein Frusterlebnis, das der verletzte Superstar Neymar daheim auf dem Sofa verfolgte - am Ende vielleicht sogar froh darüber, dass er nicht dabei war. Kein Twitter, kein Eintrag bei Facebook: Auch dem 22-Jährigen, dessen Trikot mit der Rückennummer 10 Ersatzkapitän David Luiz noch zur Hymne demonstrativ mit auf den Platz gebracht hatte, fehlten die Worte.

Parallelen zu "Maracanaço" werden gezogen

Denn die Schlagzeilen in den heimischen Medien ließen keinen Zweifel an der Dimension des Debakels aufkommen. "Brasilien wurde von Deutschland massakriert", schrieb O Globo, "Historische Erniedrigung" die Estadão. Die Folha titelte einfach treffend: "Mineiraço".

Der Vergleich zum "Maracanaço", dem Trauma des verlorenen WM-Titels vor 64 Jahren im Maracanã-Stadion gegen Uruguay, drängte sich förmlich auf. Die deutsche Fußball-Gala im Mineirão-Stadion ließ den Traum der Seleção vom "Hexa", ihrem sechsten WM-Titel, kurz vor dem Ziel brutal platzen.

Scolari nimmt die Schuld auf sich

Scolari, der 2002 die "Canarinhos" ausgerechnet über die Deutschen noch zum WM-Triumph geführt hatte, übernahm die Alleinschuld: "Ich bin verantwortlich für die Wahl der Spieler, für den taktischen Part. Der Verantwortliche war ich", wiederholte "Felipão" fast gebetsmühlenartig. Doch die nächsten Tage werden nicht nur für den 65-Jährigen ungemütlich.

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Der euphorische Hype um Neymar und Co., die statt als Massen-Demos diesmal nur auf kleiner Flamme gefahrenen Proteste, ein ganzes Land und seine ausländischen Gäste im fiebrigen WM-Taumel, es herrschte Aufbruchstimmung. Bis zum deutschen Torhagel.

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